Die Unterlassungserklärung als Mittel gegen Mobbing

Die Unterlassungserklärung als Mittel gegen Mobbing (Foto: © von Lieres - Fotolia.com)
Egal ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder in vielen anderen Lebenssituationen: Das Thema „Mobbing“ ist weit verbreitet und fordert viele Opfer. Für die Betroffenen kann ein solcher Psychoterror schwere Folgen haben, die nicht nur seelische sondern auch gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. In einigen Fällen soll eine Unterlassungserklärung dabei helfen, das Mobbing zu stoppen.

Unter dem Begriff „Mobbing“ versteht man das ständige Schikanieren, Quälen und Verletzen von Dritten. Wie schon erwähnt, finden solche Attacken besonders häufig in Schulen oder an Arbeitsplätzen statt. Dabei kann das Mobbing sowohl von einer einzelnen Person als auch von ganzen Personengruppen ausgehen. Ziel ist es in der Regel, den Betroffenen zu verletzen und dadurch zu vertreiben.

Dabei werden häufig falsche Tatsachenbehauptungen aufgestellt und verbreitet, die dem Opfer schaden. In noch schlimmeren Fällen wird dem Betroffenen sogar Gewalt angedroht. Damit geht oft auch die soziale Isolierung sowie eine ständige Kritik einher.

Um das Problem zu lösen, sollte zunächst das Gespräch mit dem Angreifer gesucht werden. Lässt sich dies nicht eigenständig herstellen, kann es helfen, einen Vertrauenslehrer oder einen Vorgesetzten zu Hilfe zu ziehen. Dieser kann beide Parteien dabei unterstützen, Lösungsansätze für die Probleme zwischen den beiden zu finden. Jedoch helfen Gespräche nicht in jeder Situation, um das Mobbing zu unterbinden. In einem solchen Fall hat der Betroffene die Möglichkeit, juristisch gegen seinen Angreifer vorzugehen. So besteht die Möglichkeit, den zivilrechtlichen Anspruch auf Unterlassung geltend zu machen und den Mobber abzumahnen. Dies hat vor allem dann Erfolg, wenn mit dem Mobbing rufschädigende oder beleidigende Aussagen einhergehen.

Hält sich der Mobber nicht an die Vorschriften des Schriftstücks und beleidigt oder schikaniert sein Opfer weiterhin, so handelt es sich um einen Verstoß gegen die Unterlassungserklärung. Diese kann wiederum die Zahlung einer Vertragsstrafe zur Folge haben. Die Kosten liegen dabei in der Regel zwischen 2.500 und 5.000 Euro. Die Unterlassungserklärung gegen Mobbing kann zudem nicht nur in der realen Welt angewandt werden. Auch beim sogenannten „Cybermobbing“ ist sie hilfreich, um die Angriffe zu unterbinden.

Weigert sich der Angreifer und geht nicht auf die Unterlassungserklärung ein, gibt es zwei weitere Wege, um gegen das Mobbing vorzugehen - die einstweilige Verfügung und die Unterlassungsklage. Um diese durchzusetzen, sollten sich die Betroffenen Rat bei einem Anwalt holen.

Weitere Informationen zum Thema „Unterlassungsklage beim Mobbing“ finden Sie hier. Zudem bietet das kostenlose Ratgeberportal www.unterlassungserklaerung.org viele weitere Informationen, Ratgeber und eBooks zu Themen, wie Abmahnung, Schadensersatz oder Vertragsstrafe.

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