Neurodermitis-Symptome natürlich lindern

Fette und Schweiß bilden einen dünnen Schutzmantel auf der Haut. Ist dieser intakt, ist er in der Lage, Chemikalien, Umwelteinflüsse und Bakterien abzuwehren. In diesem Fall erscheint die Haut gesund und geschmeidig. Andersherum ist diese Schutzfunktion bei einem an Neurodermitis (chronisch-entzündliche Hautkrankheit) erkranken Menschen herabgesetzt. Seine Haut ist aufgrund genetischer Veranlagung trocken und empfindlich gegenüber Allergieauslösern wie Viren, Bakterien und mechanischen Reizen.

Die Diagnose Neurodermitis stellt der Arzt über das äußere Erscheinungsbild. Symptome von Neurodermitis sind Hautausschlag in Form von Ekzemen und starker Juckreiz, der Betroffene stark belastet.Bei Kleinkindern heilt die Krankheit in vielen Fällen von selber. Schwer Erkrankte tun gut daran, sich neben einer therapeutischen Behandlung psychologisch beraten zu lassen.

Neurodermitis belastet stark. In vielen Fällen führt die Krankheit zur sozialen Abgrenzung und in der Folge zu psychischen Problemen von Betroffenen. Verhaltenstherapeutische Ansätze sind in der Lage, zu helfen. An Neurodermitis erkranken oftmals Kinder, Erwachsene seltener.

Therapiemöglichkeiten bei Neurodermitis und natürliche Linderung

Bei Neurodermitis gibt es mehrere Therapiemöglichkeiten, da sich die Krankheitsbilder abhängig von der Ursache stark unterscheiden.

• Basistherapie
• Schlauchbänder und Umschläge
• Arganöl
• Johanneskraut
• Meersalz
• Nachtkerzenöl
• Rote Beete
• Ringelblumensalbe
• UV-Licht
• Aloe Vera

Baistherapie

Wichtig sind eine umfassende Diagnose und eine Basistherapie, die der Betroffene bei einem Schub sowie in der beschwerdefreien Zeit anwendet. Diese versorgt die trockene Haut mit Fett und Feuchtigkeit und hält Krankheitsauslöser wie Bakterien, Pilze und Allergene ab durch eine gestärkte Schutzfunktion. Die Basistherapie erfolgt am besten täglich und ist im Idealfall individuell auf den Patienten zugeschnitten. Dabei sind Produkte mit Duft- und Konservierungsstoffen zu meiden.

Schlauchbänder und Umschläge

Eine natürliche Linderung bei Neurodermitis verschaffen Schlauchbänder, die sich Betroffene wie einen Schlauch überziehen. Diese sind in der Lage, den Juckreiz zu stillen. Weiterhin helfen Umschläge mit schwarzem Tee bei Neurodermitis.

Arganöl bei Neurodermitis

Arganöl ist ein wertvolles pflanzliches Öl gegen Neurodermitis. Der Arganbaum zählt zu den ältesten Bäumen der Welt und wächst in Marokko. In der marokkanischen Medizin hat Arganöl eine lange Tradition, die auf den wertvollen Wirk- und Inhaltsstoffen des Öls basiert:

• Wertvolle Fettsäuren
• Hoher Gehalt an Vitamin E

Die Fettsäuren im Arganöl helfen, krankmachende Immunregulationen zu unterbinden. Dies sind in vielen Fällen ursächlich für chronische Krankheiten. Der hohe Gehalt an Vitamin E wirkt antioxidativ und schützt mit Phystosterolen die Zellen des Immunsystems.

Grundsätzlich eignet sich Arganöl hervorragend als Pflegemittel für empfindliche, unreine Haut und zur Behandlung der Haut bei Neurodermitis. Da die Haut bei Neurodermitispatienten austrocknet, schuppig und hochempfindlich ist, lässt sich eine ausgewogene Hautpflege mit Arganöl für jeden Erkrankten empfehlen: Arganöl schützt die Haut vor Austrocknung. Des Weiteren wirkt das Öl entzündungshemmend. Die Hautpflege mit Arganöl findet am besten während und zwischen den Krankheitsschüben statt.

Wer sich mehrmals täglich mit Arganöl eincremt oder sich Umschläge mit dem Öl auflegt, verhindert das Entstehen von Juckreiz. Ein positiver Nebeneffekt von Arganöl: Das Öl hinterlässt keine Fettschicht, sondern zieht komplett in die Haut ein. Dabei verstopft Arganöl die Poren nicht, was zusätzlichen Hautunreinheiten vorbeugt.

Am besten Arganöl dünn auftragen und einmassieren. Wie erwähnt zieht das Öl komplett ein, ohne einen Fettfilm auf der Haut zu hinterlassen. Wichtig beim Kauf von Arganöl ist, dass das Öl keine Behandlung mit heißem Dampf erfuhr. Besser ist kalt gepresstes Öl, das alle wertvollen Inhaltsstoffe enthält.

Johanniskraut und Meersalz bei Neurodermitis

Johanniskraut hemmt Entzündungen und eignet sich zur natürlichen Linderung der Symptome bei Neurodermitis. Die betroffenen Stellen mit Johanneskrautöl einreiben und das Öl ausreichend einziehen lassen.

Meersalz

Meersalz, egal, ob im Meerwasser oder im Badewasser, reguliert den Hautstoffwechsel und normalisiert die Bildung neuer Hautzellen. Ein Meersalzbad ist in der Lage, Juckreiz auf natürlichem Wege zu lindern. Wichtig ist es, bei offenen Wunden von einem Meersalzbad abzusehen.

Nachtkerzenöl und Rote Beete

Bei unerträglichem Juckreiz tun Neurodermitispatienten gut darin, die betroffenen Stellen mit Nachkerzenöl zu beträufeln. Das Öl beruhigt beanspruchte Haut und förderte ihre Elastizität. Will das Jucken nicht aufhören, helfen in vielen Fällen Umschläge aus dem Saft der Roten Beete. Den Umschlag auf die juckende Stelle legen - fertig.

Ringelblumensalbe, UV-Licht und Aloe vera

Ringelblumensalbe eignet sich zum Auftragen auf entzündete Stellen. Die Salbe verhindert Narbenbildung. Negativer Nebeneffekt: Ringelblumensalbe hat einen eigentümlichen Geruch. In vielen Fällen besser und leichter ist es, ans Sonnenlicht zu gehen. Oder Betroffene entscheiden sich für eine UV-A-Therapie, um die Neurodermitis zu bekämpfen.

Eine andere natürliche Linderungsmöglichkeit bei Neurodermitis besteht durch die Wunderpflanze Aloe vera. Diese wirkt entzündungshemmend, lindert Juckreiz und spendet der Haut Feuchtigkeit. Aloe vera bietet der Handel als Gel, Salbe oder Saft.

Neurodermitis – Auslöser meiden

Bestimmte Faktoren sind in der Lage, einen Neurodermitisschub zu fördern. Wer an der Krankheit leidet, meidet diese am besten. Zu den Provokationsfaktoren gehört Tabakkonsum, Stress, Unverträglichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel.

Die richtige Ernährung bei Neurodermitis

Wer jetzt denkt, bei Neurodermitis empfiehlt sich eine bestimmte Diät, der liegt falsch. Eine spezielle Diät für an Neurodermitis erkrankte Menschen gibt es nicht. Wichtig ist, dass Patienten Lebensmittel aus ihrem Speiseplan streichen, die bei ihnen zu Unverträglichkeitsreaktionen führen. Diese lassen sich durch verschiedene Tests oder durch Ausprobieren ermitteln. Infrage kommen Pricktest sowie Reibtest. Des Weiteren labormedizinische Blut- und Urinuntersuchungen, die in vielen Fällen Hinweise auf Lebensmittel geben, die Allergien auslösen.

Da die genannten Tests nicht zu 100 Prozent zuverlässig sind, kommen viele Patienten um das Ausprobieren nicht herum. Dabei hat sich oftmals die Zusammenarbeit eines Arztes und einer Diätassistentin (Suchtdiäten) als vorteilhaft erwiesen.
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