Kriegspfarrer an der Ostfront im Vernichtungskrieg 1941-1945 - Soirée am Dom Frankfurt

Wann? 02.02.2017 19:30 Uhr

Wo? Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main DE
Frankfurt am Main: Haus am Dom |


„Wie der Offizier muss auch der Kriegspfarrer stets beispielgebend in und ausser Dienst vorangehen. Vaterlandsliebe, nationalsozialistische Einstellung und lebendiges Eingehen auf die grossen Zeitereignisse dieses Krieges sind selberverständliche Voraussetzungen.“ (Karl Edelmann, Chef der Amtsgruppe Ersatz und Heerwesen im OKH, dem die Feldbischöfe unterstellt waren in einem Vortrag am 11.2.1942 unter dem Titel „Wesen und Aufgabe der Feldseelsorge. zit. nach: Pöpping, Kriegspfarrer, S.22)

Im Krieg gegen die Sowjetunion wurden Kriegs- und Wehrmachtpfarrer, Evangelische und katholische Wehrmachtseelsorger, auch Zeugen von Massenverbrechen an Juden und anderen Zivilisten sowie an den sowjetischen Kriegsgefangenen. Wie konnten diese Geistlichen, die dem Gebot der Nächstenliebe verpflichtet waren, Teil eines militärischen Apparates werden, der einen brutalen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion führte, während sie selbst den Krieg im Gefühl moralischer Unschuld, ja sogar einer besonderen moralischen Leistung erlebten?

Diese Fragen beanrwortet Dr. Dagmar Pöpping, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle für Kirchliche Zeitgeschichte Ludwig-Maximilians-Universität München.
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