Wenn der Wohnraum für Studenten nicht ausreicht

Studenten, die in Darmstadt nach einem Zimmer suchen, haben es schwer. Das war Grund genug, Anfang 2014 die Darmstädter Wohnrauminitiative „Kein Zimmer für Studium“ zu gründen.

Julian Görges und Sebastian Gabele aus Hofheim am Taunus sind 20 Jahre alt und nehmen zum Wintersemester ihr Studium an der Technischen Universität auf. Während Julian schon seinen Mietvertrag unterschrieben hat, sucht Sebastian noch nach einer Wohnung und trägt sich mit dem Gedanken, pendeln zu müssen. So wie Sebastian geht es vielen Studenten, die pendeln müssen, bei Freunden untergekommen sind oder sich letztendlich für eine Notunterkunft des Studentenwerkes entschieden haben. Die Geschäftsführerin des Studentenwerkes kann keine Angaben machen, wie viele Studenten der Technischen Universität (ca. 26.000), der Hochschule Darmstadt (ca. 14.000) und der Evangelischen Hochschule Darmstadt (ca. 4.000) noch keine Wohnung haben.

Größter Wohnungsengpass 2014

Die Wohnungssituation hat sich in diesem Jahr dramatisch zugespitzt, was zur Gründung der Darmstädter Wohnrauminitiative „Kein Zimmer für Studium“ führte. Der Initiative gehören Studenten, Hochschulvertreter, das Studentenwerk, die Stadt Darmstadt und der Bauverein an. Die Initiative bündelt die Aktivitäten dieser Akteure auf lokaler Ebene und appelliert an die Verantwortlichen, bezahlbaren Wohnraum für Studenten zu fördern.

Unterstützung für Privatpersonen

Gemäß der Geschäftsführerin des Studentenwerkes, Ulrike Laux, kann eine Warmmiete von maximal 300 Euro nur mit öffentlichen Zuschüssen realisiert werden. Die Zuschüsse für den Wohnungsbau von gegenwärtig 15 Millionen Euro sollten ihrer Meinung nach mindestens 60 Millionen Euro betragen. Die Initiative stellte ein Aktionspaket vor, das mit einem Mehr-Generationen-Projekt und einer Hotline für private Vermieter Ressourcen auf dem Darmstädter Mietmarkt erschließen will. Privatleute mit leerstehendem Wohnraum können Studenten eine Unterkunft bieten und erhalten im Gegenzug von den Studenten nur eine geringe oder gar keine Miete, sondern Hilfe von den Studenten bei der Hausarbeit, im Garten oder bei der Kinderbetreuung. Sozialdezernentin Barbara Akdeniz von den Grünen sieht dieses Projekt als Bereicherung für beide Seiten an. Das Studentenwerk stellt eine Mitarbeiterin für Beratung, Vermittlung und Konfliktlösung zur Verfügung.

Meine Quelle: fr-online.de
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.