Handball Landesliga Süd: Nikolaus-Sieg der Löwen I bei Kahl/Kleinostheim II

Einen glanzlosen und zugleich hart erarbeiteten 28:23 (15:10)- Auswärtssieg beim Aufsteiger HSG Kahl/Kleinostheim II fuhr die erste Mannschaft der SG Rot-Weiss Babenhausen am zweiten Advent ein. Man hätte es definitiv einfacher haben können, kann man wohl im Nachhinein behaupten. Der HSG fehlten mit Baumgärtner und Hestermann zwei nicht unerhebliche Akteure. Zudem musste der Gastgeber ab 33. Minute auf Linkshänder Carsten Wienand verzichten. Auf Löwenseite vermisste man Youngster Philipp Schnabel, Routinier Markus Dobler und Linkshänder Markus Kirchherr.

Nach den Achtungserfolgen des Aufsteigers in heimischer Halle war die SG gewarnt. Akzente setzten insbesondere die HSG-Routiniers Klein und Ludwig sowie der stark aufspielende Linksaußen Emge. Nach gutem Start ließen die Rot-Weissen einige gute Torchancen aus. Über 3:1 und 6:2 war man sich vermutlich zu sicher. Die Gastgeber zogen unbeirrt ihr Spiel durch und drehten den Spieß zum 10:9 um. Erst die berechtige Rote Karte gegen Florian Küchler (20.) nach Foulspiel brachte den Klassenprimus scheinbar wieder in die Spur. Die konzentriertere Deckungsarbeit und eine besseren Chancenverwertung bescherte der Schulz-Truppe einen 6:0-Lauf zur 15:10-Pausenführung.

Auch nach dem Seitenwechsel konnte Babenhausen seine Überlegenheit ausspielen und bis auf 22:13 erhöhen. Was dann geschah, ist nicht wirklich verwunderlich. Lockerheit machte sich breit und Michael Seidel im Tor des Aufsteigers brachte die Löwen noch einmal ins Schwitzen. Kahl/Kleinostheim verkürzte auf 20:23 und bestrafte die Nachlässigkeit und Inkonsequenz der Rot-Weissen. Zu mehr sollte es für die Oberligareserve jedoch nicht reichen. Die SG erhöhte noch einmal das Tempo und kam letztendlich zu einem hart erarbeiteten 28:23-Erfolg. Für Löwen-Coach Oliver Schulz ein Ritt auf der Rasierklinge, und des Öfteren ein ganz schmaler Grat zwischen Genie und Wahnsinn: „Wir können froh sein. Froh über zwei Punkte. Wir wussten nahezu alles und haben nur selten Nägel mit Köpfen gemacht. Die HSG war personell geschwächt und wir haben uns durch eigene Fehler und undiszipliniertes Auftreten nochmal selbst unter Druck gebracht. Kompliment an den Gegner für seinen Willen. Meine Jungs haben heute kurz vor der Halbzeit und kurz danach gezeigt was Sie können. Gegen Glattbach dürfte eine solch kurze Phase nicht ausreichen um zwei Punkte einzufahren!“

Die schwere Partie gegen den TV Glattbach findet in der heimischen Willy-Willand-Halle statt. Anwurf ist um 18 Uhr.

Für Babenhausen spielten: Goder, Weih; Küchler (2/1),Toscano (7/2), Brand (5), Stoffel (4), Hollnack(5), Geißler (2), Ratley (3), Geist, Rodrigues da Silva, Horikawa
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