Rot-Weisse Löwen I siegreich nach Handball-Krimi gegen Gelnhausen II - 29:28 (14:13)

Am vergangenen Sonntag bekamen die Zuschauer ein an Spannung kaum zu überbietendes Landesliga Süd-Spitzenspiel zwischen den Löwen I der SG Rot-Weiss Babenhausen und dem TV Gelnhausen II geboten. Während die erste Halbzeit ausgeglichen verlief, hatten die Gäste in Durchgang zwei 56 Minuten die Nase vorne. Peter Grimms Treffer zum 29:28 und Dominik Goders finale Parade wenige Sekunden vor Spielende sicherten der SG die Saisonpunkte neun und zehn. Doch der Reihe nach.

Die erste Mannschaft der SG Rot Weiß Babenhausen hatte am Sonntagabend den bis dahin verlustpunktfreien Aufsteiger aus Gelnhausen zu Gast. Es war die erwartet schwere Aufgabe gegen hoch motivierte Barbarossastädter. Im ersten Durchgang schaffte es keine der beiden Mannschaften sich entscheidend abzusetzen. Die Führung wechselte stetig und auch die einzigen beiden zwei-Tore Führungen der Löwen in der ersten 30 Minuten konnte vom TVG noch vor der Halbzeit verkürzt werden.

Die Zuschauer sahen auch im zweiten Durchgang eine spannende, intensive und sehr gute Partie der beiden Erstplatzierten. Trotz vieler Zeitstrafen war es ein sehr faire Partie.
Gelnhausen kam jedoch besser aus der Kabine. Gestützt auf Schlussmann Marius Sulzbach, zweiter Keeper des Gelnhäuser Drittligateams, wurde durch erweiterte Gegenstöße der Druck auf die Löwen mit einem 0:4-Lauf erhöht - es stand 14:17 nach 37 Spielminuten. Die Rot Weißen bewiesen an diesem Abend große Moral und brachten die notwendige Geduld auf.

Zwischen den Spielständen 17:17 und 26:26 war immer wieder Gelnhausen am Drücker, konnte sich aber letztlich zum Glück der Löwen nicht entscheidend absetzten. Das 27:26 durch Simon Brandt war ein Kraftakt des gesamten Teams. Der TVG kam abermals zurück, konnte sogar zum 28:28 ausgleichen, wurde aber 20 Sekunden vor Schluss durch einen Grimm-Hammer allen Hoffnungen, etwas Zählbares mitzunehmen, beraubt. Trainer Olli Schulz war glücklich über denfünften Sieg: "Gelnhausen hat uns heute alles abverlangt. Vielleicht waren wir etwas zu naiv und haben uns zu sehr auf Marquardt und Geiger fokussiert. Beide haben sicherlich dem Spiel ihren Stempel im Angriff aufgedrückt, wurden aber von nahezu jeder Position unterstützt. Es wäre durchaus leichter für uns gewesen, hätten wir zum einem weniger vermeidbare Zeitstrafen bekommen und zum anderen weniger Fehler in der Vorwärtsbewegung gemacht. Die zwei Punkte waren erkämpft, und es war wichtig zu sehen, dass es auch auf diese Art und Weise geht. Unsere Zuschauer und vor allem unsere Jugend haben uns super unterstützt und standen 60 Minuten hinter uns. In Obernburg wird uns in zwei Wochen erneut ein 60-minütiger Kampf bevorstehen".

Es spielten: Goder und Hildebrand im Tor; Brandt (6), Horrikawa (1), Grimm (3), Kirchherr (2), Hollnack (7), Lang, Geißler (2), Sillari, Toscano (8/7), Rodrigues da Silva, Ratley
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