Kurs für Deeskalation, Selbstschutz und Zivilcourage

Immer sofort die Hände hoch! Die deeskalative Schutzhaltung ist wichtig
 
Die eigene Stärke erfahren!
Bad König: Pfarrgemeindehaus St. Johannes der Täufer |

Richtig reagieren in gefährlichen Situationen

Wie verhalten sich Täter gegenüber Senioren, jüngeren Frauen, Männern oder Jugendlichen? Laut Statistik des Bundeskriminalamtes jeweils anders, so der Kursleiter Torsten Schmidt aus Eberbach (www.mutig-und-stark.de). Er führt seit 11 Jahren solche Kurse für verschiedene Personen- und Altersgruppen durch.

Ein Wiederholungskurs, organisiert vom Caritas Zentrum Erbach und dem kath. Dekanat Odenwald, fand am 08.10. und 15.10.17 in Bad König statt.

Die jüngste Teilnehmerin des 2. Kurses zum Thema „richtig reagieren in gefährlichen Situationen“ war 32, die älteste 79 Jahre alt. Dem entsprechend setze der Kursleiter die Schwerpunkte anders als im vorangegangenen Kurs.

Die Übungswilligen kamen - beruflich, ehrenamtlich oder privat - aus den Reihen von Caritas und Dekanat, der Notfallseelsorge und dem Odenwaldkreis. So haben auch drei Familien-Patinnen des Patenschaftsprojekts „KiWi“ (Kinder Willkommen) teilgenommen.

Auch dieser Kurs war wieder ein voller Erfolg für die Teilnehmenden. „Ich bin sehr gut mitgekommen, Herr Schmidt hat extra Übungen für mich parat gehabt, wenn ich wegen meiner Hüfte nicht dasselbe machen konnte wie die anderen“, sagte die 79 jährige und damit älteste Teilnehmerin.

Praxis

Neben einem obligatorischen theoretischen Teil lag der Schwerpunkt wieder auf dem praktischen Training: Übungen für Einsatz der Körpersprache, Gebrauch der eigenen Stimme bis hin zu lauten Schrei-Übungen um klar und deutlich Stopp zu signalisieren. Zudem wurden dynamische, einfache Selbstschutztechniken für den äußersten Notfall eingeübt (zum Teil mit Schlagpolstern). Ebenso wurde der Einsatz von Alltagsgegenständen als Hilfsmittel in der Verteidigung vorgestellt und die Risiken beim Einsatz von Pfefferspray verdeutlicht.

Rollenspiel

Eine von den Teilnehmenden ausdrücklich gewünschte Bedrohungsszene wurde engagiert als Rollenspiel umgesetzt: Auf einer Parkbank sitzend wird eine ältere Person massiv von einem Rowdie angepöbelt; Passanten sollen sowohl schnell Hilfe organisieren als auch dem Opfer beistehen. Wichtig war dabei zu üben, effektiv Hilfe zu holen und – unter Beachtung von Eigenschutz! - mit mehren Personen effektiv in das Geschehen einzugreifen.

Weiterer Kurs möglich

Frauen waren diesmal deutlich in der Mehrzahl. Jüngere und ältere trainierten zusammen. Die Altersmischung und der Verzicht auf eine Geschlechtertrennung war von den Organisatoren bewusst gewollt. „Das hat auch diesmal wieder richtig gut funktioniert und wir werden das beibehalten! Wenn weiterhin Nachfrage da ist, werden wir auch im ersten Halbjahr 2018 einen Kurs anbieten“, so Carsten Rohmann, Mitarbeiter des Caritas Zentrums Erbach und des Präventionsteams gegen Gewalt und Missbrauch des Dekanats Odenwald.

Einige der Teilnehmenden haben bereits ihr Interesse signalisiert. Wer Fragen hat oder sich anmelden möchte, wende sich bitte an das Caritas Zentrum Erbach.

Kontakt: Carsten Rohmann, Caritas Zentrum Erbach, Hauptstr. 42, 64711 Erbach, Telefon: 0 60 62 / 955 330, mobil: 0170 / 338 75 67, E-Mail: c.rohmann@caritas-erbach.de.
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