Jüdische Nachfahren kommen zur Stolperstein-Verlegung

Seeheim-Jugenheim: Anwesen | SEEHEIM-JUGENHEIM. Mit Stolpersteinen möchte die Gemeinde an die jüdischen Mitbürger erinnern, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Die ersten 13 von 49 Steinen werden von Initiator des Erinnerungsprojektes Gunter Demnig verlegt. Die Stolpersteine werden in den Gehweg vor den Häusern eingelassen, in dem die Opfer ihren letzten freiwillig gewählten Wohnsitz hatten. Finanziert werden die Gedenksteine mit Bürgerspenden.
Die erste Verlegung ist am10. April (Mittwoch). Sie beginnt um 17 Uhr vor dem Anwesen Albert-Schweitzer-Straße 6. Hier lebte der Arzt Arthur Mayer mit seiner Frau Bendict. Anschließend werden weitere Steine in der Darmstädter Straße 3 für Rudolf Mayer, Ludwig Mayer, Lina Mayer, Bella „Betty“ Mayer, Nathan Mayer und Frieda Mayer gesetzt. Zum Abschluss wird in der Schlossstraße 8 an Max Mayer, Emilie Rosenfeld, Hermann Ro-senfeld, Herbert Rosenfeld und Erich Rosenfeld erinnert.
Veranstalter sind die Gemeinde und der Runde Tisch „Wider das Vergessen“.
Die Mutter von Eric Rosenfeld konnte ihren Sohn mit einem Kindertransport nach London retten. Der 92-jährige lebt heute in den USA. Altersbedingt kann er an der Veranstaltung nicht teilnehmen. Stellvertretend für ihn kommen sein Sohn David und seine Enkelin Tamara aus San Francisco.
Um die Reise und Aufenthaltskosten des fünftägigen Aufenthaltes der beiden Nachfahren finanzieren zu können, bittet der Gemeindevorstand um Spenden auf das eigens eingerichtete Konto: Gemeinschaftskasse Darmstadt-Dieburg, BLZ 50850150, Kontonummer: 548200, Verwendungszweck 436117962. Die Spen-der erhalten eine Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt.


psj


Pressestelle der Gemeinde Seeheim-Jugenheim
Pressesprecher Karsten Paetzold
Tel.: 06257 99 01 03
Fax: 06257 99 04 81
Mobil: 0151 18 69 39 52
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