„Vorbildliche Beteiligung der Bürger an der Energiewende“

Bildunterschrift Hessens Wirtschaftsminister Tark Al Wazir (GRÜNE, Mitte) be-suchte den Windpark auf der Neutscher Höhe. Begleitet wurde er von Seeheim-Jugenheims Erster Beigeordneten Karin Neipp (CDU), dem Landtagsabgeordneten vom Kreis Bergstraße Peter Stephan (CDU), dem Gründer der Windparkanlage Franz Mitsch und der Landtagsabgeordneten Christina Hamann (GRÜNE). Alle lobten den Beitrag der Bürger zur Energiewende. (v.l.n.r.) (jöh-foto)
Seeheim-Jugenheim: Neutscher Höhe | Wirtschaftsminister Al-Wazir besucht Windpark Neutscher Höhe

Als beispielhaftes Projekt hat Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir den Windpark Neutscher Höhe gewürdigt. „Es ist gut, wenn auch Bürger die wirtschaftlichen Chancen der Energiewende ergreifen“, sagte der Minister am Freitag bei einem Besuch des Windparks Neutscher Höhe bei Ober-Beerbach. Ohne die Windkraft werde es nicht gelingen, die Energieversorgung auf erneuerbare Quellen umzustellen und damit von fossilen Brennstoffen unabhängig zu werden.

Im Windpark Neutscher Höhe produzieren fünf Windräder Strom für rund 2850 Haushalte. Drei gehören der Odenwaldwind GmbH, einer Betreibergemeinschaft mit 38 Teilhabern, eins der Energiegenossenschaft Starkenburg, die derzeit 640 Mitglieder hat. Die fünfte Anlage gehört zur Unternehmensgruppe der ESM Energie- und Schwingungstechnik Mitsch GmbH, die Weltmarkführer für Schwingungstechnik in Windkraftanlagen ist und dort ihre Innovationen testet. Gründer und Geschäftsführer Franz Mitsch war 1994 Initiator und Planer der ersten drei Windkraftanlagen auf der Neutscher Höhe.

Das beim ihrem Betrieb gewonnene Know-how hat wesentlich zur Gründung der Firma ESM beigetragen und damit etliche Arbeitsplätze in der Region geschaffen.
„Unsere Anlagen sind nächsten Monat genau 20 Jahre am Netz. Seinerzeit waren sie eine echte Pionierleistung in Hessen, was den Bau von Windkraftanlagen dieser Dimension betrifft“, sagte Manfred Conrad, Geschäftsführer der Odenwaldwind Gesellschaft für regenerative Energie mbH.

Micha Jost, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg, wies auf die wichtige Rolle der Bürgerschaft beim Ausbau der Windenergie hin: „Ziel unserer Projekte ist es, Betroffene zu Beteiligten zu machen. Wir sind der Meinung, dass Bürger, die auf ein Windrad schauen, auch den Nutzen haben sollen.“

„Ich bin beeindruckt von der Initiative und dem Engagement. Es ist ein wesentliches Merkmal der Energiewende, dass sie nicht nur Unternehmen, sondern auch Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, sich wirtschaftlich zu beteiligen und davon zu profitieren“, sagte der Minister. „Das stärkt die regionale Wertschöpfung. Die Landesregierung befürwortet deshalb Bürgerwindparks und genossenschaftliche Modelle.“

In Hessen gibt es gegenwärtig 63 Energiegenossenschaften. In ganz Deutschland sind es über 880; ihre 136 000 Mitglieder sind zu 90 % Privatleute. Die Genossenschaften haben rund 1,2 Mrd. Euro in Photovoltaik- und Windkraftanlagen, Blockheizkraftwerke und Nahwärmenetze investiert.

„Die Energiewende ist auf allen Ebenen auf private Investitionen angewiesen“, sagte Al-Wazir. „Das beginnt bei der Anschaffung stromsparender Haushaltsgeräte und geht über die Wärmedämmung der eigenen vier Wände bis zur Beteiligung an Projekten.“

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Kontakt: Wolfgang Harms, Pressestelle
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Kaiser-Friedrich-Ring 75, 65185 Wiesbaden, Tel 0611 815 2021, Fax 0611 815 2227
Mail: wolfgang.harms@wirtschaft.hessen.de, www.wirtschaft.hessen.de
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