Schiedsfrau Sigrid Seidel schlichtet Streitigkeiten

Sorgen für ein Ende von Streitigkeiten: Sigrid Seidel und Wolfgang Weber. pae-foto
Seeheim-Jugenheim: Rathaus | SEEHEIM-JUGENHEIM. Seit einem Jahr ist Sigrid Seidel (65) Schiedsfrau der Gemeinde. Die ehemalige Förderschullehrerin bringt für ihre ehrenamtliche Tätigkeit die erforderliche Lebensweisheit, das notwendige Fingerspitzengefühl, die innere Ausgeglichenheit und Gelassenheit sowie Menschenkenntnis mit. Das gilt auch für ihren Stellvertreter Wolfgang Weber (68). Der Ingenieur ist im Ruhestand. Als Fraktionsvorsitzender der SPD ist er in der Gemeindevertretung kommunalpolitisch engagiert. Beide sind für fünf Jahre von der Gemeindevertretung gewählt.
Rund 15 Schlichtungen hat Seidel im ersten Amtsjahr durchgeführt. „Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, befriedigende Lösungen für die Bürger zu finden, die Probleme miteinander in unterschiedlichen Bereichen haben“, berichtet Seidel. Dabei ist sie verpflichtet, ihre Aufgaben gewissenhaft und unparteiisch zu erledigen.
Geschlichtet hat sie nachbarschaftsrechtliche Streitigkeiten, beispielsweise den Überwuchs von Hecken und Bäumen, Schäden durch Wurzeln sowie Lärmbelästigung und unterschiedliche Vorstellungen der Gartengestaltung an der Grundstücksgrenze. Aber auch Streitigkeiten wegen Verletzung der persönlichen Ehre brachte sie zu einem versöhnlichen Ende.
In der Regel wird die Streitigkeit in einer Sitzung beigelegt.
Eine Partei beantragt eine Schlichtung. Die Schiedsfrau lädt dann zu einem Termin ein. Die Gegenpartei ist verpflichtet, dieser Ladung zu folgen. Über die Einigung wird ein Protokoll verfasst, das alle Beteiligten unterzeichnen.
„Wenn sich die Streitenden am Ende die Hand zur Versöhnung oder guten Nachbarschaft reichen“ freut sich Sigrid Seidel sehr. In einem Fall gab es sogar anschließend ein gemeinsames Fest.
Würden die Kontrahenten Rechtsanwälte und ein Gericht einschalten, müssten beide mit erheblichen Summen rechnen. Die Streitschlichtung kostet lediglich eine Gebühr. Bei manchen zivilrechtlichen Streitigkeiten ist die Anrufung eines
hessischen Gerichts erst dann zulässig, wenn das Schiedsamt keine Einigung bewirken konnte. Deshalb empfehlen Seidel und Weber „Besser schlichten als richten. Wenn es nicht zur Streitschlichtung kommt, kann immer noch prozessziert werden“.
Ein gelbes kostenloses Informationsblatt, das im Bürgerbüro in der Gemeindeverwaltung ausliegt, gibt ausführliche Hinweise zum Schiedsamt. Erreichbar ist Sigrid Seidel unter Telefon 06257 9999838 oder
Email: sigrid-seidel@web.de.








psj


Pressestelle der Gemeinde Seeheim-Jugenheim
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