Arne Weißert neuer Leiter des Forstreviers Seeheim-Jugenheim

Arne Weißert ist der neue Leiter des Forstreviers Seeheim-Jugenheim (hefo-foto)
Seeheim-Jugenheim: Rathaus | Ar
SEEHEIM-JUGENHEIM. Das Forstrevier Seeheim-Jugenheim ist für die Betreuung der gesamten Waldfläche auf dem Gebiet der Gemeinde zuständig. Dies sind zirka 1.400 ha, etwa 2.800 Fußballfeldern verteilen sich auf etwa zu Hälfte auf Gemeindewald Seeheim-Jugenheim und Staatswald des Landes Hessen auf. Die restliche Waldfläche besteht aus Kleinprivatwald von rund 150 Eigentümern.

In diesem Jahr feiern wir Förster 300 Jahre Forstliche Nachhaltigkeit. Unsere Waldbewirtschaftung basiert auf Kontinuität. Nach der Pensionierung des bisherigen Revierleiters war es dem Forstamt daher wichtig, die Stelle möglichst zügig wieder zu besetzen, betont Hartmut Müller, der Leiter des Forstamtes Darmstadt. Er ist zudem sehr froh, dass Arne Weißert, der das Revier bereits seit über einem Jahr kommissarisch betreut hat, das Auswahlverfahren erfolgreich bestanden hat.

„Arne Weißert hat sich vom ersten Tage an in unserer Gemeinde gut eingefügt. Er kennt unsere Verwaltung wie auch die Bürger und natürlich unseren Wald“, ergänzt Bürgermeister Olaf Kühn der
Weißert ist 38 Jahre alt, stammt aus Ernsthofen und ist verheiratet. Er hat ein breites berufliches Fundament vorzuweisen. Nach einer Ausbildung zum Zimmermann in Allertshofen und anschlie-ßender Gesellenzeit in Bickenbach, entschied er sich für ein Studium der Forstwirtschaft in Rottenburg am Neckar. Nach Absolvieren des Staatsexamens am Ende der Anwärterzeit verschlug es ihn zunächst nach Baden-Württemberg ins Kreisforstamt des Rhein-Neckar-Kreises. Dort war er als Sachbearbeiter für Liegenschaften und Jagd tätig. Seit April 2010 ist Weißert im Forstamt Darmstadt als Funktionsbediensteter für Naturschutz und Forsttechnik tätig gewesen, bevor er ab Januar vergangenen Jahres das Revier Seeheim-Jugenheim kommissarisch geleitet hat.

„Ich freue mich die Aufgabe, die ich nun schon fast eineinhalb Jahre mache, weiter führen zu können“, erklärt der Diplom-Forstingenieur. Das Revier Seeheim bietet viele Herausforderungen. Der Wald reicht von den ländlich geprägten Ortsteilen in Ober-Beerbach und Balkhausen bis zur Bergstraße. In den teilweise steilen Lagen sind die Buchenbestände mit verschiedenen Misch-baumarten prägend. Hinzu kommen jedoch auch zirka 150 ha Kiefernwald in der Ebene rund um das Schuldorf Bergstraße mit allen Problemen wie Engerlingsbelastung, Klimaveränderung und Zerschneidung des Waldes.

Nahezu jeden Tag gibt es neue Herausforderungen. „Wir Förster müssen immer relativ spontan entscheiden und immer zwischen den verschiedenen Ansprüchen an den Wald abwägen“, betont Weißert. „Ich wünsche mir, dass die Seeheimer Bürger weiterhin Anteil an unserer Arbeit am und im Wald nehmen“. Für deren Wünsche und Anliegen bietet er auch zukünftig die Sprechstunden jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr in der Gemeindeverwaltung an.

Hessenforst
Hartmut Müller
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