Der Fahrraddiebstahl - Folgendes sollten Sie wissen

  Fahrraddiebstähle kommen vor allem in der warmen Jahreszeit nicht selten vor. Das zweirädrige Gefährt ist in diesem Zusammenhang schnell geklaut und einfach wiederverkauft. So schrecken Langfinger oft nicht zurück und klauen das geliebte Transportmittel, zum großen Ärger dutzender ehemaliger Fahrradbesitzer. Diese müssen schlussendlich nicht nur über eine verlorene Mobilität klagen, sondern bleiben nebenbei auch auf den Geldbeträgen sitzen, welche Sie einst für ihr Rad ausgaben. Umso wichtiger wird es für Sie, sich hinreichend über das Thema Fahrraddiebstahl zu informieren. Welche Fahrräder sind besonders vom Diebstahl betroffen? Wie schützen Sie sich am besten? Wann haftet die Versicherung für den entstandenen Schaden?

Welche Räder werden geklaut?

Es gibt sehr vielfältige Motive für den Fahrradklau. So kann zum einen die Beschaffungskriminalität ein Beweggrund für den Diebstahl sein. In diesem Fall sollen die Transportmittel zu einem hohen Wert wiederverkauft werden und so Dinge, wie Drogen oder Alkohol, finanzieren. Hier sind überwiegend hochwertige Modelle, wie Markenräder, betroffen. Der organisierte Diebstahl steht in diesem Zusammenhang nicht selten in Verbindung mit persönlichen Konflikten bezüglich des Fahrradbesitzers. Ebenso gibt es die Möglichkeit des spontanen Fahrradklaus, welcher meist unabhängig von Marke und Wert des Gefährtes erfolgt. Viel mehr spielen Ort und Tageszeit eine wichtige Rolle. Die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls ist demnach nachts an einem verlassenen Bahnhof wesentlich höher, als während der Mittagszeit in einer Einkaufspassage.

Das Fahrrad sicher abstellen?

Vermeiden Sie es, Ihr Fahrrad an menschenleeren Orten abzustellen. Bahnhöfe und Fabrikgelände sind anfällige Räume für Straftaten und ebenso beliebte Umgebungen für den Fahrraddiebstahl. Nutzen Sie stattdessen Radständer in direkter Nähe Ihres Arbeitsplatzes oder dem Shop, in welchem Sie Ihren Einkauf erledigen möchten. In ausgeschriebenen Radunterführungen ist zudem meist eine Masse an Rädern zu finden, welche das einzelne Gefährt als eher unattraktiv erscheinen lässt. Ebenso wichtig bleibt allerdings ein sicheres Schloss für Ihr Fahrrad. Investieren Sie hier gerne mehr Geld in ein Schloss aus hartem Stahl mit hochwertigem Schließmechanismus. An dieser Stelle höhere Summen auszugeben lohnt sich tatsächlich und verhindert nicht selten den Diebstahl. Außerdem gilt: Das Rad nicht nur anschließen, sondern an fest verankerten Gegenständen anbringen.
Fahrradgaragen, bspw. von Ziegler-Metall, sind eine weitere gute Lösung um das Rad vor Diebstahl zu schützen.

Schutz durch Codierung?

Im Zuge der Fahrradcodierung wird ein individueller Code in den Rahmen des Rades eingebracht, durch eine Gravur oder alternative Methoden. Der Code gilt in diesem Zusammenhang als verschlüsselte Adresse des Besitzers, welche das KFZ-Kennzeichen der Region, Straßenname und Hausnummer sowie die Initialen der entsprechenden Person beinhalten. Dieser „FEIN-Code“ ermöglicht es der Polizei, den eindeutigen Besitzer des Rades ausfindig zu machen. Er macht das Gefährt für Diebe unattraktiv, da durch die Kennzeichnung der Wiederverkauf des Rades erschwert wird und sich so auch sein Gesamtwert verringert.

Wann gilt ein Versicherungsanspruch?

Schäden durch Raddiebstahl übernimmt die Hausratversicherung. Diese gilt allerdings nur, wenn das Rad aus der geschlossenen Wohnung, dem Keller oder der verriegelten Garage entwendet wurde. Es besteht hier die Möglichkeit, den Fahrraddiebstahl zusätzlich abzusichern. Nur in diesem Fall ist Ihr Gefährt auch beim Gebrauch außerhalb des abgesicherten Wohnraums geschützt. Das Rad muss in diesem Zusammenhang des Weiteren ordnungsgemäß abgeschlossen gewesen sein, damit der Versicherungsschutz in Kraft tritt. Anders, als oft vermutet, ist der Fahrraddiebstahl in der Haftpflichtversicherung nicht vermerkt.
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