Die Herkunft des Kokosöls und sein Aufstieg

Auf Malaysia wird die Kokospalme schon seit 4000 Jahren kultiviert und bekam erst wirtschaftliches Ansehen und Bedeutung, als die Holländer im 19. Jahrhundert die Kokospalme entdeckten. Sie begannen dann auch mit dem Anbau der begehrten Palmen in den tropischen Zonen der Küstenbereiche der Insel.

Auf diesen Wegen entstand der Handel mit Kokosnüssen, Kokosöl und den Kokosfasern und im Laufe der Jahrzehnte gelangten diese auch über Holland nach Europa. Die Kokosnussproduktion hat sich dann in den letzten 35 Jahren noch einmal nahezu verdoppelt, denn die Nachfrage nach Kokosöl für den weltweiten Export ist stetig gestiegen. Der Bedarf an Pflanzenöl weltweit deckt die Kokospalme etwa mit 8 % ab.

Die Kokospalme wächst im tropischen Klima

In den Regionen, in denen es sehr warm ist und viel Regen fällt, wachsen auch Kokospalmen. Die Herkunft von Kokosöl ist damit auf die tropischen Gebiete der Erde begrenzt. Die bedeutendsten Kokosöllieferanten sind die Philippinen, Thailand, Sri Lanka, Indien und Indonesien. In diesen Ländern wird Kokos angebaut und das wertvolle Fruchtfleisch der braunen Kokosnuss weiterverarbeitet. Dabei gehört Indonesien zu den größten Kokosöllieferanten der Erde, denn dort herrscht das ideale feucht-warme Klima, welches die Kokospalme für ihr Wachstum benötigt. Mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 26° und einer Niederschlagsmenge von 3000 mm ist das ideale Klima für die Kokospalme in Indonesien gegeben. Unter diesen Voraussetzungen werden dort die Kokosplantagen in einer Mischkultur aus Zuckerrohr, Bananen und Nüssen angelegt.

In den oben beschriebenen Ländern ist es üblich, die Kokosnussernte unter für uns atemberaubenden Umständen vorzunehmen. Palmkletterer, aber auch dressierte Affen werden für die Ernte eingesetzt, um die Nüsse von den sehr hohen Kokospalmen herunterzuholen. Die Nüsse werden nach der Ernte gespalten und aus dem Fruchtfleisch das hochwertige Kokosöl gepresst und getrocknet.

Die Ernte in Indien stammt vor allem aus der Region Kerala. Dort herrscht das perfekte Klima für das Wachstum der Kokospalmen. Die tropischen Temperaturen tragen dazu bei, dass die Kokospalmen das ganze Jahr über Früchte tragen und somit ein ideales Wachstumsklima für überragende Ernteergebnisse erreicht werden kann. Kokospalmen wachsen zu einer Höhe von bis zu 25 m an und es können dort bis zu 40 Kokosnüsse täglich geerntet werden.

Ein weiteres interessantes Anbaugebiet für Kokospalmen befindet sich in Thailand auf Ko Samui, wo die größte Kokosnussplantage angelegt wurde. Dort stehen über 2 Millionen Palmen, die mit der Ernte und dem Verkauf für etwa 6000 Familien die Lebensgrundlage bedeuten.

Ein weiteres Anbaugebiet befindet sich auf den Philippinen. Dort wird vor allem das hochwertige Kokosöl für den deutschen Markt hergestellt. Durch das tropische Thema gedeihen auf den Philippinen besonders schmackhafte Kokosnüsse mit einem herrlichen Aroma und einem sehr angenehmen Duft. Inzwischen ist der Anbau von Kokospalmen auf den Philippinen stark gestiegen, um die Nachfrage am Weltmarkt bedienen zu können. Auch auf den Philippinen ist die Ernte eine riskante Angelegenheit und gestaltet sich dort noch komplizierter, denn die besonders hohen Stämme der Palmen können nicht mehr von den Menschen bestiegen werden. Kleine trainierte Makaken werden auf die Palmen geschickt, um die Kokosnüsse herunterzuholen.

Gesundheit und Lifestyle mit Kokosöl?

Heute wird Kokosöl bei uns wegen seines süßlich milden Geschmacks bevorzugt und für Kuchen, Desserts, herzhafte Gerichte, Currys und andere exotische Speisen gerne verwendet. In den Sortimenten der Supermärkte und Drogeriemärkte sind Kokosmilch, Kokoswasser und andere Kokosprodukte nicht mehr wegzudenken. Die Gesundheitsfans haben Kokosöl längst für sich entdeckt, nicht nur weil es als neues Superfood gehandelt wird, sondern weil es als Allroundtalent gilt, als Schlankmacher sehr interessant ist und als präventiver Schutz vor vielen Krankheiten seines Siegeszug begonnen hat.

Wie ist der Hype um das Kokosöl zu erklären?

Neben der vielseitigen Verwendung der Teile der Kokosnuss wird das Fruchtfleisch als Hauptprodukt gewonnen und vor allem nach Europa, in die USA und nach Japan exportiert. Neben Kokosöl und Kokoswasser fallen auch Kokosfasern an, die für die Gewinnung von Fasermaterial geeignet sind.

Für uns Europäer sind die wertvollen Nährstoffe des Kokosöls und das Kokoswasser der eigentliche Grund, warum Kokosöl so in den Mittelpunkt des Interesses gerückt ist. Das kostbare Kokosöl wird schonend kaltgepresst, um die wertvollen Inhaltsstoffe in Form von Mineralien und Spurenelementen zu erhalten. Durch Studienergebnisse und Forschung wurden die Vorzüge des Kokosöls für die Gesundheit nachgewiesen.

Neben der Verwendung des Kokosöls in der Küche und für Haut und Haare, hat man nun das Kokoswasser entdeckt, welches in der Zusammensetzung von Mineralstoffen und Spurenelementen noch einiges mehr zu bieten hat. Kokosöl kann in vielen Speisen verwendet, aber auch für die Herstellung von Kosmetika eingesetzt werden. Zunächst bekannt durch die asiatische Küche bzw. der thailändischen Küche hat das Kokosöl auch bei uns Einzug gehalten. Für die Schönheitspflege hat Kokosöl für Haut und Haare durchaus eine hervorragende Wirkung, denn es verleiht eine intensive Geschmeidigkeit, die vor allem den vielen Vitamine mit den Mineralstoffen zu verdanken sind. Die Verwendungsmöglichkeiten für Kokosöl sind somit enorm gestiegen und machen das Kokosöl in unserer modernen Welt zu einem hochwertigen und sehr gefragten Produkt.
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