Biebesheim am Rhein 1974 - Damals vor 40 Jahren / Vortrag von Thomas Schell

Der Heimat- und Geschichtsverein Biebesheim e.V. begann mit einer neuen Vortragsreihe, die in den nächsten Jahren fortgesetzt werden wird.

Der stellvertretende Vorsitzende des HGV, Bürgermeister Thomas Schell freute sich, ca. 60 Besucher begrüßen zu können, die sich mit ihm auf eine Reise in das Jahr 1974 begeben wollten. Der Vortrag warf einen Blick darauf welche Ereignisse vor vier Jahrzehnten in Biebesheim stattgefunden haben. An den Anfang seines Vortrags stellte er einige überregionale Schlagzeilen, die aus seiner Sicht für das Jahr 1974 von Bedeutung waren.

Beschluss des Bundeskabinetts mit dem die Geschwindigkeitsbegrenzung auf den deutschen Autobahnen
Der Kanzleramtsreferent Guillaume wurde in Bonn als DDR-Spion verhaftet
Er war von 1972 bis 1974 persönlicher Referent des damaligen Bundeskanzler Willy Brandt
Die Guillaume-Affäre hatte Folgen: Bundeskanzler Willy Brandt trat am 07.05.1974 von seinem Amt zurück.
Walter Scheel wurde neuer deutscher Bundespräsident als Nachfolger von Gustav Heinemann
Helmut Schmidt wurde durch den Bundestag zum neuen Bundeskanzler gewählt.

Und dann gab es im Jahr 1974 noch ein Ereignis außerhalb der Politik, das untrennbar nunmehr mit dem Jahr 2014 verbunden ist.
Deutschland wurde Fußballweltmeister

Bevor er den Blick auf Biebesheim warf, erwähnte er noch ein letztes weltpolitisches Ereignis des Jahres 1974.
Watergate – Richard Nixon tritt als US-Präsident zurück; Gerald Ford wird 38. Präsident der USA.

Nach dieser Einleitung zum Jahr 1974 mit einigen bedeutsamen überregionalen Schlagzeilen des Jahres 1974 kam Thomas Schell dann auf die Biebesheimer Ereignisse zu sprechen.

Was hat die Gemeinde bewegt, welche Entwicklungen gab es vor Ort und welche Menschen waren mit den Ereignissen 1974 verbunden?

Zunächst gab er einen Überblick zu handelnden Personen in der Kommunalpolitik:
Bürgermeister war Wilhelm Reinhardt war von 1959 bis 1974 im Amt – d.h. das Jahr 1974 war auch mit einem Wechsel im Bürgermeisteramt verbunden. Gegen Bürgermeister Wilhelm Reinhardt wurden Korruptionsvorwürfe erhoben. Er erklärte am 2. August seinen Rücktritt und wurde am 1. Dezember wegen dauernder Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Der 1. Beigeordnete Willi Wedel führt vorübergehend die Geschäfte weiter.Willi Wedel starb 1980 überraschend im Alter von 55 Jahren. Er war bis zu seinem Tod erster Beigeordneter.

Vorsitzender der Biebesheimer Gemeindevertretung war 1974 Theo Gerst. Er war später von 1981 bis 1993 erster Beigeordneter unserer Gemeinde.

Und auf Kreisebene war Willi Blodt als Landrat aktiv. Er übte dieses Amt von 1970 bis 1992 aus und hatte den Referenten im Jahr 1991 als jungen Beamtenanwärter im Groß-Gerauer Landratsamt ernannt.

Bei den Biebesheimer Themen begann er mit dem „Schütz-Otto“ oder wie sein Name richtig lautete: „Otto Ludwig Hammann“ war im Jahr 1974 der älteste Einwohner Biebesheims und feierte am 16.01.1974 seinen 96. Geburtstag. Dieser Geburtstag war 1974 eine Besonderheit und wurde auch im Biebesheimer Wochenblatt mit einem ausführlichen Artikel gewürdigt.
„Schütz-Otto“ wurde am 16.01.1878 als siebtes von zwölf Kindern geboren, sechs seiner Geschwister wurden aber nicht älter als sechs Monate– traurige Realität in der damaligen Zeit. Sein Lebensverlauf war mit der Einweihung des Kriegerdenkmals in der Rheinstraße verbunden, bei dem er am 18.08.1907 (als 29-jähriger) beim Böllerschießen seine rechte Hand verlor.
Von 1909 bis 1947 war er Feldschütz in der Gemeinde, daher auch „Schütz-Otto“ – sechs Bürgermeister zählten in dieser Zeit zu seinen Vorgesetzten. Fast vier Jahrzehnte war er für die Gemeinde im Dienst und er erwarb sich eine hohe Wertschätzung der Bevölkerung. Dies geht auch aus einem längeren Artikel des Biebesheimer Wochenblattes vom 25.01.1974 hervor, den er verlas:
Hammann besuchte vom sechsten bis zum 14. Lebensjahr die hiesige Volksschule und erlernte anschließend das Schlosserhandwerk. Eberstadt, Pfungstadt, Pfeddersheim und Frankenthal waren dann die weiteren Stationen seiner Gesellenzeit, ehe er den Arbeitsanzug mit dem Waffenrock vertauschte und in Saargemünd seinen Wehrdienst ableistete.
Nachdem Hammann zur Gemeinde Biebesheim als Gemeindearbeiter übergewechselt war, passierte ihm anlässlich der Einweihung des Kriegerdenkmals in der Rheinstraße am 19. August 1907 ein Missgeschick. Beim Zünden eines Böllers nämlich, ging dieser zu früh los und das Geburtstagskind verlor dabei seine rechte Hand.
Danach wurde er als Feldschütz beschäftigt und tat über 40 Jahre seinen Dienst. Vor dem Unfall wie auch nach dem Unfall hatte man ihm ganz speziell das Pumpwerk im nordöstlichsten Gemarkungsteil und unmittelbar an der Stockstädter Gemarkungsgrenze anvertraut, wo er unzählige Tag- und Nachtstunden zubrachte, um seine Mitmenschen dadurch und vor allem durch das richtige Bedienen und Überwachen vor Überschwemmungen zu schützen.

In der Kommunalpolitik gab es im Jahr 1974 sehr bedeutsame Entwicklungen. Diskussionen über die wenige Jahre zuvor erbaute Rheinhalle und die s.g. Gesellschaft für Wirtschaftsförderung. Dabei ging es letztendlich auch um die finanzielle Entwicklung der Gemeinde, die aufgrund eines Einbruches der Gewerbesteuer um immerhin 3 Millionen DM (für damalige Verhältnisse ein sehr bedeutsamer Betrag) zu einem Haushaltsdefizit führten. Das Einnahmevolumen des neuen Haushaltes 1974 betrug noch 7,6 Mio. DM bei Ausgaben von 8,3 Mio. DM – zum Vergleich: Das heutige Haushaltsvolumen liegt bei 15 Mio. €.
Die Debatte bestimmte die Veröffentlichungen der folgenden Wochen und wurde teilweise sehr hitzig geführt.

1974 bestimmte auch die geplante Gebietsreform in Hessen die Schlagzeilen der Gemeinde Biebesheim. Es stand die Frage im Raum, ob Biebesheim weiter selbständig bleibt oder mit anderen Orten zusammengelegt wird. Die Entscheidung wurde erst in den Folgejahren getroffen und wie man heute sieht, konnte Biebesheim eigenständig bleiben. Dennoch wurde der Grundstein für diese Entwicklung bereits in den Jahren 1973 und 1974 gelegt, in dem sich der Bürgermeister unter anderem in einer Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins weiter für die Eigenständigkeit der Gemeinde einsetzte.

Es gab neben den Debatten über die Gebietsreform auch Änderungen in der Gemarkung. Zunächst wurde durch die Gemeindevertretung ein Vorschlag des zuständigen Landtagsausschusses abgelehnt, wonach etwa 27,5 ha. Industriegelände im Bereich der Fa. Merck aus dem Gebiet der Gemeinde Biebesheim am Rhein herausgelöst und der Nachbargemeinde zugeordnet werden sollte. Auch in Wiesbaden stimmte man diesem Vorschlag schließlich nicht zu.
Dennoch gab es eine Gemarkungsänderung, denn der Landtag entschied am 19.06.1974, dass der Gebietsbereich „Allmen“ ersatzlos der Gemeinde Biebesheim zugeordnet wird – diese Flächen gehörten zuvor zur Gernsheimer Gemarkung, waren allerdings nur über Biebesheimer Gemarkungsgebiet erreichbar.
Sicherlich hatte die damalige Entscheidung für Aufregung gesorgt, denn die Nachbarstadt erklärte deutlich, dass man keine Notwendigkeit für eine solche Gebietsänderung sehe, da dieser Gemarkungsabschnitt seit Jahrhunderten zur Stadt Gernsheim gehöre. Dass die Flächen überhaupt erst zu Gernsheim gehörten, lag an dem sich über Jahrhunderte veränderten Verlauf des Rheines, der mit der Zeit Teile der Gernsheimer Gemarkung vom Rest abtrennte. Es betraf eine Fläche von rund 120 Hektar.

Seit dem 01.01.1977 gehören die Allmen zur Gemeinde Biebesheim.

Am 20.12.1974 standen zwei Kandidaten, die sich um das Bürgermeisteramt bewarben in der Gemeindevertretung zur Wahl (damals wählte die Gemeindevertretung noch die Bürgermeister – während heute die Direktwahl gilt) – der 29-jährige Sozialdemokrat Walter Vollmer aus Wiesbaden sowie der Christdemokrat Joseph Schellenberger.

Eine Mehrheit der Gemeindevertretung entschied sich bekanntlich für Walter Vollmer, der sein Amt im darauffolgenden Jahr 1975 antrat.
Es gab neben der Neuwahl des Bürgermeisters auch diverse Veränderungen in den gemeindlichen Gremien.

Am 24.09.1974 wurde ein neuer Ausschuss unter dem Titel „Ausschuss für die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Industrieaufbau“ konstituiert – unter dem Vorsitz des früheren Bürgermeisters Hans Sudheimer, der von 1948 bis 1959 Bürgermeister von Biebesheim und zeitweise auch Mitglied des Hessischen Landtages war. Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses wurde Karlheinz Baum.

Der langjährige Kommunalpolitiker Christian Leuthäußer legte sein Mandat als Beigeordneter im Gemeindevorstand im Herbst 1974 nieder. Ihm folgte für die SPD am 26.11.1974 Werner Frank als neuer Beigeordneter.

Weiter führte der Referent aus: „Wenn in einem Vortrag des Heimat- und Geschichtsvereins über Werner Frank gesprochen wird, dann muss natürlich darauf hingewiesen werden, dass er viele Jahre erster Vorsitzender des Vereins war und sich als Museumsleiter sowie als Gemeindearchivar sehr engagiert für die Aufarbeitung der Geschichte der Gemeinde Biebesheim am Rhein eingesetzt hat.“

Aus der Gemeindevertretung schieden zudem Günther Krombholz und Herbert Rihak zum Jahresende 1974 aus. Ihre Nachfolger wurden Heinz Rauer und Hans Deistler.

Es gab natürlich auch Diskussionen über Themen, die letztlich in der Folge nicht umgesetzt wurden.

Der Kreistag Groß-Gerau stimmte beispielsweise im Jahr 1974 dem Bau eines Wasserwerkes in Biebesheim mit einer täglichen Fördermenge von 100.000 Kubikmetern zu. Als Standort des Wasserwerkes war der Gemarkungsbereich „Am Roten Böhl“ vorgesehen – also wasserseits des Winterdeiches in Richtung Rhein. Ein sicherlich sehr bedeutsames Projekt, das auch in der Kerweredd des Jahres 1974 seine Erwähnung fand.

Thomas Schell verlas den entsprechenden Passus in der Kerwerede:
„Die Kerweborsch war´n jederzeit
net grad die allerdummste Leit
mer hon e Gässsjesbrück geplant,
die Mondraket vorausgeahnt.
Des erschte Erdoel rumgereicht
Euch aktuelles stehts gezeigt.
Drum hon mer´s uns aa zugetraut
Un hon des Wasserwerk gebaut.
Wie es geplant in unserer Flur.
Sie wolle unser Wasser nur.“

Im Jahr 1978 stand dann endgültig fest: Das geplante Wasserwerk der Riedwerke wird nicht gebaut.

Gegenüber der Rheinhalle – auf der so genannten Mittagsweide (dem heutigen Bolzplatz) – wurde der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses angedacht, der ebenfalls nicht in die Tat umgesetzt wurde.
Erst 15 Jahre später im Jahr 1989 konnte das neue Feuerwehrgerätehaus im Flochheimer Weg übergeben werden.
Realisiert wurde im Jahr 1974 die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges – eines TSF – Tragkraftspritzenfahrzeug.

Die Rheinhalle war im Jahr 1974 mehrfach Thema:
Bereits am 25.01.1974 überreichte der hessische Finanzminister Heribert Reitz die Plakette „Vorbildliche Bauten“ für die Rheinhalle.
In der Rheinhalle wurde das 1.000 Kalb versteigert.
1974 wurde zudem die Biebesheimer Kerb vom bisherigen Standort am Marktplatz erstmals an die Rheinhalle verlagert und schließlich fand am 08.06.1974 der 99. Biebesheimer Markt mit rund 20.000 Besucher/-innen statt.
Höhepunkt war ein großer bunter Abend in der Rheinhalle – moderiert von Heinz Schenk (Moderator der Fernsehsendung Blauer Bock). Aufgetreten sind damals Künstler wie zum Beispiel Mary Roos (Arizona Man) oder Bata Illic (Schwarze Madonna) und Grit van Hoog (Ich glaube endlich an das Glück) – das waren die 70er-Jahre in der Biebesheimer Rheinhalle.

Veränderungen gab es auch in der evangelischen Kirchengemeinde. Als Nachfolger des im Oktober 1973 beurlaubten Pfarrvikars Wendeberg hatte Anfang des Jahres zunächst der im Ruhestand befindliche Pfarrer Ludwig Berg aus Jugenheim die Vertretung der Pfarrstelle übernommen.

Am 01.08.1974 war die Vertretungszeit beendet und mit dem Pfarrerehepaar Astrid und Ernst Standhartinger kamen neue evangelische Pfarrer in die Gemeinde. Mit deren Amtsantritt wurde zugleich die zweite Pfarrstelle – zunächst als Pfarrvikarstelle - in der evangelischen Kirchengemeinde eingerichtet.
Noch durch Pfarrer Berg wurde im Januar 1974 erstmals der evangelische Gemeindebrief veröffentlicht. Der Referent zeigte eine Original-Ausgabe vom Februar 1974, bei der die Themen Luther, die Konfirmation und die Pfarrei Hadamar (in der Pfarrer Berg vorher tätig war) behandelt wurden.

Im Biebesheimer Gewerbegebiet gab es neue Entwicklungen. Die Deutsche Nalco Chemie wechselte ihren Standort von Heusenstamm nach Biebesheim. Die Zufahrtsstraße zum Standort von Nalco als Justus-von-Liebig-Straße benannt.

Es gab weitere Projekte in der Gemeinde, die er stichpunktartig vorstellte:
Das Hebewerk Rheindamm wurde errichtet. Hierdurch konnte das gereinigte Abwasser der Biebesheimer Kläranlage dem Rhein zugeführt werden. Heute wird über dieses Hebewerk das Niederschlagswasser in den Rhein geleitet.
In der Tuchbleiche wurde der Kanal umverlegt und in diesem Zuge die Fahrbahndecke hergestellt. Ein neuer Kinderspielplatz wurde auf dem Marktplatz am 29.06.1974 eingeweiht.

Ein ehemaliger Luftschutzbunker in der Dammstraße wurde endgültig entfernt. Dieser Bunker wurde 1942 errichtet und im Jahr 1946 durch die Amerikaner gesprengt. Er stellte fest, dass das Bildarchiv des Heimatmuseums über keine Aufnahme dieses Bunkers verfügt und rief dazu auf, sofern jemand eine solche besitze, dieses dem HGV zur Reproduktion zur Verfügung zu stellen.

Die Müllkippe der Gemeinde Biebesheim wurde ab dem 31.10.1974 geschlossen und am Rhein wurde das Wasch- und Toilettenhaus der Campinggemeinschaft „Rheinblick e.V.“ fertiggestellt.
Auch Schadensereignisse gehörten zum Jahr 1974:
Das Vereinsheim des Vogelparks brannte ab und wurde wieder neu aufgebaut – Eröffnung war im Sommer 1974.

Die finanzielle Lage der Gemeinde führte dazu, dass mehrere geplante Straßenbaumaßnahmen nicht durchgeführt werden konnten – dazu gehörten u.a. der Restausbau der Königsberger Straße sowie die Herstellung zahlreicher Bürgersteige. Durchgeführt wurden Straßenbauarbeiten im Anglerweg – hier wurde die Kanalisation von der Rheinstraße bei zum „Haus Schulz“ hergestellt.
Dieses „Haus Schulz“ war am 09.11.1974 explodiert. Der Bewohner Klaus Schulz und dessen Großmutter Marie Hofmann wurden durch die Explosion verletzt. Diese Doppelhaushälfte wie auch die benachbarte Doppelhaushälfte der Familie Ott waren nicht mehr bewohnbar.

Nur zwei Wochen später gab es einen weiteren Vorfall in der Gemeinde, denn am 22.11.1974 erfolgte um kurz nach 9.00 Uhr ein Überfall auf das Postamt Biebesheim damals in der Neugasse 5. Der Täter konnte mit einer Beute von 2.700,- DM entkommen.

Eine Gruppe von Männern die sich dem Kochen verschrieben hatten gründeten den Club kochender Männer Biebesheim – die „Nibelungen-Chuchi“ Biebesheim. Er nahm die Gelegenheit war um den Nibelungen-Chuchi zum 40-jährigen Jubiläum zu gratulieren

Und da er in seinen Ausführungen beim Kochen angekommen war, erwähnte er noch die Veränderungen in der Biebesheimer Gaststätten Welt in der es 1974 auch einige Änderungen gab:
Gleich zweimal wurde die Gaststätte „Am Wagenrad“ eröffnet – zunächst am 18.03.1974 mit der Pächterfamilie Heinrich Stöckel und dann erneut am 16.11.1974 als Balkan-Restaurant „Germania Hof“ unter dem Pächter Andreas Mesarosch.
Ute Knopp übernahm am 01.05.1974 die Gaststätte ihres Vaters Otto Schäfer im Hahnweg. Diese Gaststätte war Anlaufpunkt für die Biebesheimer Kerweborsch.
Auch die Gaststätte der Sport- und Kulturhalle eröffnete am 05.08.1974 unter Führung des Pächterehepaars Donnerhak wieder. Diese folgten auf die Pächter Leo und Gertrud Wenzel.
Am 01.09.1974 schloss die Gaststätte von Gerlinde Neidlinger und der Familie Neeb in der Beinstraße.

Weiter ging er darauf ein, dass 1974 auch Jubiläen gefeiert wurden:
Hedwig Sudheimer feierte ihr 40-jähriges Jubiläum als Hebamme und hat in diesen 40 Jahren bei 3.200 Geburten unterstützt – wohl auch der des Referenten Thomas Schell.

Der Biebesheimer Reit- und Fahrverein feierte sein 25-jähriges Vereinsjubiläum und der VdK sein 25-jähriges Jubiläum.

Als Bürgermeister der Gemeinde Biebesheim am Rhein wollte er den Bericht über das Jahr 1974 nicht abschließen ohne noch auf einige personelle Veränderungen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde einzugehen.
Christoph Emmer, der langjährige Amtsbote der Gemeinde wurde 1974 in den Ruhestand verabschiedet – sein Nachfolger wurde Albert Hasenzahl. Als Verwaltungslehrling begann Marina Wirthwein am 01.08.1974 bei der Gemeinde. Marina Frankenberger konnte inzwischen ihr 40-jähriges Dienstjubiläum bei der Gemeinde feiern. Am 01.05.1974 begann Werner Graulich seine Aufgabe als Friedhofswärter und Horst Hammann wurde ebenfalls am 01.05.1974 als Hausmeister der Altenwohnanlage eingestellt. Er folgte damals seinem Schwiegervater Erwin Griesheimer nach, der am 06.04.1974 im Alter von nur 52 Jahren überraschend verstorben war. Erwin Griesheimer war damals zugleich auch Vorsitzender der Biebesheimer Arbeiterwohlfahrt – eine Aufgabe die zunächst von seiner Witwe und heute von der Tochter Monika Hammann wahrgenommen wird.

Am Ende seines Vortrags zeigte er noch ein letztes Bild aus dem Jahr 1974, auf dem er als Baby zu sehen war und stellte fest:
„Wenn auch nur für knapp fünf Wochen, so war ich selbst in diesem Jahr als neuer Erdenbürger in Biebesheim – vermutlich meist im Kinderwagen - unterwegs.
In der anschließenden Diskussionsrunde wurden die einzelnen Ereignisse seines Vortrags, von Zeitzeugen, nochmals beleuchtet. Besonders erfreulich war an diesem Vortragsabend, dass auch eine ganze Reihe jüngerer Biebesheimer anwesend waren, die sich für die jüngere Ortsgeschichte interessieren.
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