Der Biebesheimer Kammhelm ist wieder aus Österreich zurück

Der Biebesheimer Kammelm in der Bronzezeit-Vitrine im Heimatmuseum Biebesheim
Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck hatte den Kammhelm für
die Ausstellung „Waffen für die Götter“ ausgeliehen. In dieser wurden die
unterschiedlich motivierten Waffenweihungen vorwiegend im mitteleuropäischen Raum u. a. in Siedlungen, in Kultarealen und Heiligtümern, in Gewässern und auf Passübergängen von der Bronzezeit bis in die Römerzeit gezeigt.

Der jungbronzezeitliche Biebesheimer Kammhelm wurde zusammen mit dem Kammhelm aus dem Tanaro bei Asti (Flussfund; Prov. Asti, Italien), mit dem Kammhelm vom Pass Luegg in Salzburg /Höhenfund) und dem Kammhelm aus dem Depot vom Mossbruckschrofen in Fließ, Oberinntal, Tirol (Opferplatz) sehr repräsentativ gezeigt. Dank der Leihgabe des Biebesheimer Heimatmuseums und der Unterstützung einer ganzen Reihe anderer Leihgeber konnten somit in der Ausstellung Helmweihungen in Flüssen, an Passübergängen und an alpinen Heiligtümern dokumentiert werden.

1963 wurden im heutigen Biebesheimer Wechselsee, bei der Sand-und Kiesausbeute zwei jungbronzezeitliche Kammhelme durch den Saugbagger aus einer Tiefe von etwa 6-7 m heraus gefördert. Der heutige Wechselsee liegt in einem alten Rheinmäander, der die alte Ortslage von Biebesheim berührt hat.

Der Heimat- und Geschichtsverein Biebesheim konnte 1988 für das Heimatmuseum einen Helm erwerben und sich von dem zweiten, der im Landesmuseum Darmstadt verwahrt wird, eine Replik anfertigen lassen. Beide Helme werden jetzt wieder in der vor- und frühgeschichtlichen Abteilung des Museums gezeigt.
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