Der Heimat- und Geschichtsverein Biebesheim blickt zurück auf ein aktives Jahr

Wappen des Heimat- und Geschichtsvereins Biebesheim e.V.
 
Modell des Entwurfs zu dem neuen Hagenbildnis, das an der Nibelungenschule Biebesheim immer noch anzubringen ist.
Der Heimat- und Geschichtsverein hatte 2013 wieder ein breit gefächertes Programm angeboten. In der Jahresmitgliederversammlung zog der Vorsitzende Norbert Hefermehl Bilanz.

Er berichtete darüber, dass der Verein am Jahresende unverändert 109 Mitglieder hatte, obwohl zwei Mitglieder verstorben waren und ein Mitglied gekündigt hatte, glich sich dies durch drei Neueintritte wieder aus.

Im Museum wurden im vergangenen Jahr 2082 Besucher gezählt. Man lag mit dieser Besucherzahl im Durchschnitt der letzten Jahre, wie er anhand einer Grafik aufzeigte. Hinzu kommen die, die sich bei den Kunsttagen auf dem Marktplatz umgesehen haben.

Weiter berichtete er am Verbandstag des Hessischen Museumsverbandes sowie an den Eröffnungsveranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals 2013+2014 im Schloss Biebrich Wiesbaden teilgenommen zu haben, sowie eine große Anzahl von Einladungen zu Aktivitäten anderer Museen wahrgenommen zu haben
.
Da er dem Arbeitskreis Museumspädagogik desHessischen Museumsverbandes angehört, nahm er an mehreren Arbeitssitzungen teil und er besuchte im ein Seminar des Hessischen Museumsverbandes zur Problematik der Verwertung von Fotografien.

Die Inventarisierungsmaßnahmen wurden im vergangenen Jahr durch die Kulturanthropologin Anette Vinnen M.A. weitergeführt. Roselinde Hefermehl arbeitet derzeit an der Erfassung der Inventarkarten in das EDV-Programm.

Das Bildarchiv konnte im vergangenen Jahr wieder eine Reihe interessanter Zugänge an historischen Fotografien verzeichnen. Nicht zuletzt wegen des Aufrufs, dass man Bilder für die derzeitige Sonderausstellung „Biebesheimer Schulen“ suche. Man sei auch weiterhin daran interessiert Fotos zu erhalten um das Bildarchiv zu erweitern, da diese Aufnahmen gerne für Sonderausstellungen verwendet werden und vielleicht auch irgendwann wieder ein neuer Bildband herausgeben solle.

Dr. Bernhard Pinsker vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt hielt 2013 den Vortrag „Hessen in der Bronzezeit“ und am 01.03.2013 hielt der Kreisarchäologe des Main-Kinzig-Kreises, Claus Bergmann M.A. den Vortrag „Die Eisenzeit in Hessen – 750 v. – um Chr. Geburt“, beide Vortragsveranstaltungen waren sehr gut besucht.

Sonderausstellungen boten einen „Hauch von Prominenz“ mit Filmplakaten, Autogrammkarten und Comicheften sowie Informationen über „80 Jahre DRK Biebesheim“ und die Biebesheimer Schulen. In der Treppenhaus-Galerie war der Nibelungenzyklus von Lothar Reinhardt zu sehen. Zudem wurden Ölgemälde der französischen Künstlerin Odile Danilo und Arbeiten aus der Kunsttherapie der Werkstatt für behinderte Menschen ausgestellt.

Am Internationalen Museumstag beteiligte man sich wieder mit dem bewährten Programm, dass nachmittags die Damen des Spinn- und Webkreises Ihr Können vorführten. Mittlerweile ein fester Programmpunkt sowohl an diesem Tag, als auch am Tag des offenen Denkmals, der am 8. September stattfand. Er wies darauf hin, dass der Spinn- und Webkreis sich in regelmäßigen Abständen im Museum oder aber bei Edith Schmidt trifft, wo ein Webstuhl aufgebaut ist. Interessenten können sich bei den Vorstandsmitgliedern Edith Schmidt und Monika Bader melden.

Am 29. Juni 2013 fand wieder der „Kinder-Kunst-Aktionstag statt, den gemeinsam mit dem Biebesheimer Künstlerkreis und dem Förderverein der Nibelungenschule Biebesheim im Museumshof veranstaltet wird. Im vergangenen Jahr habe es zwar in Strömen geschüttet, aber unter den Pavillons hielten es die kleinen Akteure dennoch aus und schufen viele kleine Kunstwerke, die sicherlich heute noch die Kinderzimmer schmücken.

Der Biebesheimer Künstlerkreis zu dem in unregelmäßigen Abständen eingeladen wird veranstaltete 2013 zwei Kunsttage, im Rahmen des Frühjahrs- und Herbstmarktes des Biebesheimer Gewerbevereins, auf dem Marktplatz Hier hatten die Kunstinteressierten die Möglichkeit mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen oder ihnen auch bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Eine ganze Reihe von Künstlern nutzte die Gelegenheit einen kleinen Ausschnitt seines Schaffens zu zeigen.

Eröffnet wurde der Markt von den Biebesheimer Alphornbläsern und musikalisch weiter umrahmt von den „Biwesemer Lumpemusiggern“, neben dem Harmonika-Club.

Unsere beliebte Veranstaltungsreihe „Jazz im Museum“ wurde fortgesetzt mit „Jazz und Spargel“ am 16.06.in Kooperation mit den Nibelungen Chuchi Biebesheim. Verpflichtet hatten man für diesen Tag die „Winestreet Dixie Company“ aus der Pfalz.

Die zweite Jazz-Veranstaltung fand dann am 30.06. statt, wozu das „Jos de Brouwer New Orleans Quintet“ aus Holland engagiert werden konnte. Wieder ein gelungener „Jazzfrühschoppen“ mit einem vollen Museumshof

Vor einigen Jahren konnte der Heimat- und Geschichtsverein von der Gemeinde Biebesheim einen Filmbestand des ehemaligen Schmalfilmkreises der VHS übernehmen aus dem wir alljährlich an zwei Abenden Open-Air jeweils ca. 1 Stunde Filme aus alter Zeit gezeigt werden. Eine Veranstaltung die immer eine Vielzahl von Biebesheimer Besuchern beschert. Die Abende fanden am 19.06. und 03.07. jeweils um 21.00 Uhr statt.

Die Museumsnacht fand gleichzeitig am 03.07. statt, bei der Besucher, die zu den regulären Öffnungszeiten keine Gelegenheit haben das Museum zu besuchen zu sehen.

Das Jahresende läutete man, bereits seit Jahrzehnten, am 2. Advent mit der Vorweihnachtlichen Erzählstunde mit Abraxas – Conny und Siggi Abramzik ein und beschloss es mit dem Zauberer Kurt und dem „Magischen Jahresausklang“ am 31.12.

Der Vereinsvorsitzende bedauerte, dass ein vom Künstlerehepaar Abramzik entwickeltes Hagen-Bildnis noch immer nicht an der Nibelungenschule angebracht wurde.

Norbert Hefermehl gab der Hoffnung Ausdruck, dass bis 2016 die Neukonzeption für das Museum verwirklicht werden könne. Die Kardinalfragen dabei ist, ob das Gebäude zur Straßenseite hin geöffnet werden kann. Dazu hat die Gemeinde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Das Landesamt für Denkmalpflege habe bereits seine Zustimmung signalisiert.
Sollte die Öffnung gelingen, „würde das eine immense Aufwertung bedeuten“. Die Neukonzeption für das Museum beschäftige den Vorstand unterdessen sehr intensiv. Gespräche mit Innenarchitekt Bernd Jansen und Kulturanthropologin Anette Vinnen M.A. gingen weiter. Inhaltliche Überlegungen nennen als einen der Schwerpunkte den Rhein: Nibelungen, Sagen und Legenden sowie „unvergessliche Momente“ gehören dazu.

Auf eine Anfrage einer Wiener Wissenschaftlerin stellte man das Gewicht des aus Bronzeblech bestehenden Kammhelms mit 770 Gramm fest. Das Auskunftsersuchen war eine Reaktion auf den Helm als Teil der Ausstellung „Waffen für die Götter“ im Ferdinandeum in Innsbruck.

Neue Funde haben die Museumsleute 2013 auch beschäftigt: Die Untersuchung habe den Einschlag des Bauholzes für einen Teil eines Plattbodenschiffs (Prahm) auf 1674 festgelegt. Holger Buchhaupt fand bereits 2011 einen stark fragmentierten eiförmigen Östlandeimer im Rhein, der auf das Jahr 150 datiert wurde und im vergangenen Jahr restauriert werden konnte.

Die Kassiererin Roselinde Hefermehl gab anschließend einen umfassenden Kassenbericht..

Stefan Schmidt berichtete dass er gemeinsam mit dem zweiten Kassenprüfer Herbert Hebermehl die Kasse ohne Beanstandungen geprüft habe.

Daraufhin wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Unter Punkt 5 der Tagesordnung schließlich sollten Mitglieder für ihre 25jährige Vereinszugehörigkeit geehrte werden. Für Ulrike Frank nahm Anni Frank die Urkunde, die durch den 1. Beigeordneten Günter Müller überreicht wurde, entgegen. Helmut Pabst konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen. Ihm wird seine Urkunde zu einem späteren Zeitpunkt durch Bürgermeister Thomas Schell und dem Vorsitzenden zuhause überreicht werden.

Im Anschluss an die Jahresmitgliederversammlung hielt Dr. Armin Becker, Goethe-Universität Frankfurt am Main, den Vortrag „Die Römer in Hessen“, zu dem neben den anwesenden Mitgliedern noch eine große Anzahl an Interessierten hinzu kam, so dass nahezu 50 Zuhörer im Foyer der Kulturhalle gezählt werden konnten.
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