Die Römer in Hessen Vortrag des Heimat- und Geschichtsvereins Biebesheim

Togatus Biebesheim
 
Eiförmiger Östlandeimer

Vortrag des Heimat- und Geschichtsvereins Biebesheim im Foyer der Kulturhalle Biebesheim am Rhein, Ludwigstraße
am 14.02.2014 um 20.00 Uhr
Die Römer in Hessen
Römische Funde in Hessen
Referent: Dr. Armin Becker
Goethe-Universität Frankfurt am Main

Der Heimat- und Geschichtsverein Biebesheim e.V. lädt ein zu dem Vortrag „Die Römer in Hessen – Römische Funde in Hessen“, den Dr. Armin Becker von der Goethe-Universität Frankfurt am Main am 14. Februar 2014 im Foyer der Kulturhalle Biebesheim am Rhein halten wird. Der Verein setzt damit seine Vortragsreihe, mit jährlich zwei geschichtlichen Votrträgen, fort die seit Gründung des Vereins 1979 angeboten werden.

Die Geschichte der "Römer in Hessen" verlief nicht gleichmäßig, sondern war durch Phasen römischer Aktivität bestimmt, die sich immer wieder mit ruhigeren Zeiträumen abwechselten. Sie begann mit den Versuchen unter Kaiser Augustus, den Raum zwischen Rhein und Elbe zu erobern und als römische Provinz zu organisieren, die in Hessen zur Gründung einer ersten zivilen römischen Stadt in Waldgirmes an der Lahn führten. Einen endgültigen Abschluss fand dieser Eroberungsanspruch erst in den Chattenkriegen Kaiser Domitians, der sich zum Eroberer Germaniens erklärte und die besetzten Gebiete östlich des Rheins in die nun gegründete Provinz Germania superior (Obergermanien) integrierte. Es folgten der Aufbau ziviler Verwaltungsstrukturen und der Ausbau des Limes im 2. Jahrhundert n. Chr. Im 3. Jh. kam es dann 233 n. Chr. zu einem Einfall germanischer Stämme der vor allem in der Wetterau zu schweren Verwüstungen führte. Es folgte 235 n. Chr. ein römischer Gegenschlag, der mit großer Wahrscheinlichkeit im nördlichen Teil der Provinz Obergermanien seinen Ausgang nahm. Ein Schlachtfeld dieses für die Römer sehr erfolgreichen Feldzugs wurde vor einigen Jahren am Harzhorn in Niedersachsen entdeckt. Dennoch bildeten die Ereignisse von 233/235 den Auftakt zur Reichskrise des 3. Jahrhunderts, an deren Ende das römische Reich grundlegend umorganisiert wurde und die östlich des Rheins gelegenen Teile der Provinz Obergermanien aufgegeben wurden.

Kurzvita Dr. Armin Becker

*1962 in Marburg; Studium der Geschichte und der Vor- und Frühgeschichte an den Universitäten Marburg und Göttingen.

1991 Promotion bei Prof. Dr. Karl Christ mit dem Thema „Rom und die Chatten“.

1994/95 wissenschaftlicher Angestellter am Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und der Kommission für Archäologische Landesforschung in Hessen.

1996 Volontariat am Landesamt für Denkmalpflege Hessen

1997-2002 wissenschaftlicher Angestellter am Landesamt für Denkmalpflege Hessen

2002-2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Projekt „Waldgirmes“ der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts

1996-2009 Durchführung der Grabungen in Waldgirmes.

Seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Archäologische Wissenschaften Abt. II: Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen sowie Hilfswissenschaften der Altertumskunde der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der römisch germanischen Beziehungen, u.a.
Rom und die Chatten, Darmstadt 1992.
Zur Logistik der augusteischen Germanenfeldzüge, in Imperium Romanum. FS Karl Christ, Stuttgart 1998, 41-50.
Germanicus und die Chatten.
Waldgirmes und der Feldzug 15 n.Chr., in „Chattenland“ Forschungen zur Eisenzeit in Hessen, BerKAL 10, 2008/2009, 47-55,bei Cassiuis Dio, Gymnasium 119, 2012, 63-73.

Der Eintritt zu dem Vortrag, der mit Unterstützung der Gemeinde Biebesheim am Rhein veranstaltet wird, ist frei.
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