Tag des offenen Denkmals 2012 im Heimatmuseum Biebesheim. Thema: Holz

  Biebesheim am Rhein: Heimatmuseum Biebesheim | Tag des offenen Denkmals
im Heimatmuseum Biebesheim am Rhein
09. September 2012
Nachmittags Vorführungen
des Spinn- und Webkreises

„Denkmalschutz live“ – so könnte man die Idee auf den Punkt bringen, die in den vergangenen Jahren rund 40 Millionen Bundesbürger auf die Beine brachte.

In Deutschland wurde der Tag des offenen Denkmals erstmals 1993 bundesweit gefeiert. Hessen war allerdings das erste Bundesland, das sich bereits 1990 an den internationalen Aktivitäten zum Tag des offenen Denkmals beteiligte.

Seinen Ursprung hat der Tag des offenen Denkmals in Frankreich. Erstmals 1984 veranstaltet, war die Aktion dort auf Anhieb ein großer Erfolg, der rasch auch andere europäische Länder mitriss. So griff der Europarat den Gedanken auf und rief 1991 die „European Heritage Days“ ins Leben. 2010 beteiligten sich 49 Länder Europas. So nutzen Jahr für Jahr europaweit rund 20 Millionen Menschen – davon allein 4,5 Millionen in Deutschland – die Gelegenheit, mehr als 30.000 Denkmale zu besichtigen.

„Holz“ heißt das Motto des Tags des offenen Denkmals 2012. Damit steht der Denkmaltag mit seinem Thema unter einem der in der Menschheitsgesichte am häufigsten genutzten Materialien.

Im Biebesheimer Heimatmuseum kann diese Vielseitigkeit der Holznutzung von der vor- und frühgeschichtlichen Abteilung, in der Holzschäftungen für Steinbeile zu sehen sind, über die Holzausstellungsvitrinen im Erdgeschoss, bis hin zu den landwirtschaftlichen Großgeräten in der Remise, nachvollzogen werden.

In einer Holzvitrine im Erdgeschoss hat man Werkzeuge aller holzverarbeitenden Berufe zusammengefasst. Denn es gab in früherer Zeit in Biebesheim am Rhein viele Handwerker, die Holz verarbeiteten. Schreinereien, von denen heute noch zwei im Dorf tätig sind, Wagner, die früher Wagen und allerlei landwirtschaftliche Gerätschaften aus Holz herstellten, Zimmerleute, die Fachwerkbauten und später überwiegend Dachstühle errichteten. Zu deren Aufgaben auch die Herstellung der Holzstockpumpen zählte. Fachwerk ist in der Remise des Museums und eine Holzstockpumpe im Museumshof zu sehen.

Aber auch nachmittags beim Spinn- und Webkreis im Heimat- und Geschichtsverein Biebesheim geht nicht ohne Holz, denn die Spinnräder und Webrahmen wurden auch alle aus Holz hergestellt, auf denen die Mitglieder dieses Kreises vorführen wie diese alten Techniken funktionieren. Sie gewähren den Besuchern Einblicke in diese alten, früher in nahezu allen Häusern üblichen, Tätigkeiten Spinnen und Weben geben. Tätigkeiten die im 19. Jahrhundert noch zum Alltag gehörten.

Bei schönem Wetter wird der Spinn- und Webkreis im Museumshof, bei nicht so schöner Witterung im Museum arbeiten.

Das Biebesheimer Heimatmuseum ist an diesem Tag vormittags von 10.00 bis 12.00 und nachmittags von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Zu sehen sind, neben den Dauerausstellungen im Museum und der Remise, die Sonderausstellung: „Biebesheim am Rhein und der Wein“ und in der Treppenhaus-Galerie im Museum die „Radierungen von Reinhard Klink“ aus Osnabrück.
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