Leserbrief zum Thema Baumassnahme Ortsdurchfahrt Biebesheim

Biebesheim am Rhein: Ortsdurchfahrt |

Schutzstreifen für Radfahrer bedeutet absolutes Halteverbot.

Bei meinem Besuch, am 9.3.17 auf der öffentlichen Bauausschutzsitzung in Biebesheim/Rhein war ich schon etwas enttäuscht wie wenig sich die Biebesheimer um das neue Vorhaben kümmern.

Bei wem es noch nicht angekommen ist, ein kurzer Bericht, meine private Meinung zu dem Thema:
Die Durchfahrtsstraße hat eine Reparatur nötig, das ist keine Frage. Auch die Bürgersteige sind durch das ewige, unberechtigte Befahren der PKW teilweise kaputt. Der Kanal muss an ein paar Stellen saniert werden. Am Rheinstadion soll die Ampelanlage durch einen Kreisel ersetzt werden. Das finde ich eine sehr gute Idee. Genauso gut finde ich, dass die Haltestellen behindertengerechter gestaltet werden sollen. Die Kaiserlinde, find ich, passt zur Geschichte des Ortes. Ob der Ortsbereich mehr Bäume braucht, lass ich einfach mal stehen.
Was mir nach reiflicher Überlegung nicht in den Kopf gehen will ist, dass
1. Die gesamte Durchfahrtstrasse ein neues Outfit bekommen muss.
2. Bei den, in drei Bauabschnitten geplanten Maßnahmen, verschiedene Prioritäten gesetzt werden.
3. Vom Herrn Bürgermeister deutlich betont wurde, dass man an mehr Sicherheit für Radfahrer denkt und deshalb vom Norden und Süden die Ortseinfahrt mit beidseitigen Schutzstreifen für Radfahrer ausgewiesen werden soll. In der Ortsmitte geht das leider nicht, weil dies die Fahrbahnbreite nicht zulässt. Verschwiegen oder vergessen zu sagen hat Herr Schell, dass dort wo ein Schutzstreifen ausgewiesen wird, das Verkehrsschild 283 aufgestellt werden muss. 283 ist das absolute Halteverbotsschild. Also auf 2/3 der Durchfahrtstrasse. Kann sich jemand vorstellen, wo all die Autos, die nun mal Fakt sind, parken sollen?
4. Erwähnt hat Herr Schell, dass es ein paar Parkbuchten geben wird.
5. Teilweise soll die Fahrbahn so eng werden, dass sich zwei Busse, durch geeignete Technik absprechen müssen, wer wo wartet, weil an ein paar Engstellen das aneinander Vorbeifahren (schon rechnerisch) nicht möglich sein wird.
6. Bürgersteige sollen breiter werden. Dort, wo in Biebesheim die Bürgersteige wirklich zu schmal sind, müsste man Häuser zurückbauen. Fazit, es muss nichts an der Breite geändert werden.
7. Von Zuständigkeit der Bauabschnitte vom Kreis, von der Gemeinde und von Zuschüssen berichtet wurde, aber nicht über Zahlen. Man kann sich schon die Pläne der drei Planungsbüros anschauen, aber über Kosten kann man noch nichts sagen.
8. In Biebesheim noch dieses Jahr beschlossen werden wird, dass jeder Bürger, jedes Jahr einen Betrag X zahlen muss, um das Bauvorhaben bezahlen zu können. Ich find, dass das es einfach ist, Kosten zu verursachen und dann zu verteilen !!
9. Erste Mieter suchen schon eine andere Wohnung, weil sie das Parkproblem verstanden haben.
10. Ob die kleinen Geschäfte, die es im Ort noch gibt, drei Jahre Bauzeit überstehen?
Wie wäre es denn, wenn man die notwendigen Reparaturen ausführen würde, endlich das Befahren der Bürgersteige bekämpfen, und eine geringere Ortsdurchfahrtsgeschwindigkeit beschließen würde? Wir haben genug Negativbeispiele in unseren Nachbargemeinden, die ähnliche Projekte hinter sich haben. Man müsste doch aus den Fehlentscheidungen anderer lernen? Es ist nun mal so, dass man heute direkt zum Geschäft, zur Bank, zum Arzt, zum Therapeuten, zum Blumenladen, zum Döner, zum Optiker, zum Schneider, zum Zeitungsladen oder anderen Dienstleister fahren will. Ehrliche Antwort hätte ich gerne von Dir, Du hast den Bericht zu Ende gelesen. Willst Du zu den Geschäften oder Deiner Wohnung mehrere Meter laufen? Oder fährst Du dann dort hin, wo Du unkompliziert und schnell Erledigungen tätigen kannst?
Waltraud Bayer, Rheinstrasse 66—64584 Biebesheim
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