Vom Gestein zum Bau-/Kunstwerk

Buchcover
Breuberg: Bürgersaal |

Buchvorstellung „Breuberg – Rund um das Gestein“ im Bürgersaal Neustadt

In der Ausstellung „Breuberg – Rund um das Gestein“ wurden anlässlich des Tags des offenen Archivs 2017 Anfang April erste Arbeitsergebnisse auf 23 Folien gezeigt. Diese liegen jetzt zusammengefasst und in erweiterter Form vor, da Hinweise von Ausstellungsbesuchern aufgenommen, überprüft und eingearbeitet wurden. Den Mitarbeitern des Stadtarchivs war es ein Anliegen, das Wissen über die Steinbrüche festzuhalten, weil die aufgelassenen Steinbrüche heute nicht mehr im Bewusstsein der Bevölkerung verankert bzw. bekannt sind. Es war aber die Arbeit im Steinbruch, die den Menschen rund um den Breuberg seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine neue Perspektive bot, so beispielsweise den Tagelöhnern, ihre Familien ernähren zu können. Viele ergriffen die Chance und wurden Steinhauer, ein körperlich schwerer Beruf, der auch ein geübtes Auge in der Steinbearbeitung erforderte.

Natur hat sich die Steinbrüche zurückerobert

Heinrich Helm, Mitarbeiter des Stadtarchivs Breuberg, ist es zu verdanken, dass viele Informationen noch zur Verfügung standen. Er weiß die Spuren der Steinhauer an den Buntsandsteinwänden in den Gemarkungen rund um Breuberg zu lesen. Diese Orte suchten er und Gerd Marquardt nach dem Besuch der Steinbrüche in der topographischen Karte, so dass nun von jedem Steinbruch ein Lageplan vorliegt. Die Parzellennummern in den Karten führten dann die Mitarbeiter in monatelanger Recherche zu erhaltenen Archivalien im Stadtarchiv Breuberg. Diese wurden von Heinrich Helm und Karin Hartmann gelesen und umgeschrieben. Das Kartenmaterial und manch eine Fotographie bearbeitete Jutta Reisinger-Weber. Fehlende Ansichten von Gebäuden, Steinbrüchen usw. wurden von den Mitarbeitern des Stadtarchivs Breuberg angefertigt, so dass neben historischen Fotos auch aktuelle zu sehen sind.
Das Handwerk des Steinhauers, Steinbrechers oder Steinmetzes, das im 19. Jahrhundert weit verbreitet war, gehört mittlerweile zu einem fast ausgestorbenen Gewerbe. Die Geschichte der Steinbearbeitung über die Jahrhunderte an zahlreichen Beispielen zu dokumentieren und die aufgelassenen Steinbrüche mit ihrer Geschichte zu zeigen, ist Anliegen dieses Buches.
Dieses wird am Donnerstag, den 7. September um 19.00 Uhr im Bürgersaal in Neustadt vorgestellt. Das Buch kann an diesem Abend zum Subskriptionspreis von 12,00 Euro erworben werden. Danach wird es zum Preis von 15,00 Euro angeboten. Auf 105 Seiten veranschaulichen 280 Abbildungen darunter Karten sowie alte und neue Ansichten das Thema „Breuberg – Rund um das Gestein.“ Nach der Buchvorstellung ist ein Gang durch die gleichnamige Ausstellung möglich.
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