Büttelborner Katholiken feiern Fronleichnam

Gottesdienst unter freien Himmel in Büttelborn.
Büttelborn: Katholische Pfarrgemeinde | Mit einem Gottesdienst auf dem Kirchplatz feierten rund 120 Mitglieder der katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus von der Flüe Büttelborn am Donnerstag, dem 23. Juni das Fronleichnamsfest. In seiner Predigt wies Pfarrer Joachim Respondek auf den Ursprung des Festes hin. An Fronleichnam feiern die Katholiken in besonderer Weise die Gegenwart des Gottessohnes Jesus Christus im Zeichen des gesegneten Kelches und Brotes. Als Ausdruck dieses Glaubens wird dabei seit dem 13. Jahrhundert ein solches gesegnetes Brot - eine Hostie - in einem wertvollen Behältnis („Monstranz“) allen Gläubigen gezeigt. Als „lebendige“ Monstranz könne jeder Christ in der heutigen Zeit in seinem Umfeld, z.B. in Schule und Beruf, die christliche Botschaft verkünden, so Pfarrer Respondek in seiner Predigt.
Das Wort "Fronleichnam" stammt aus dem Mittelhochdeutschen: "fron" heißt "Herr" und "lichnam" meint den lebendigen Leib. Der Begriff entspricht damit dem ursprünglichen lateinischen Ausdruck "festum sanctissimi corporis Christi", also "Fest des heiligsten Leibes Christi". Heute hat Fronleichnam den offiziellen Namen "Hochfest des Leibes und Blutes Christi".
Das Fest geht zurück auf eine Vision der Augustinernonne Juliane von Lüttich im Jahr 1209. Es wird berichtet, sie habe beim Beten den Mond gesehen, der an einer Stelle verdunkelt gewesen sei. Christus, so erzählte sie weiter, habe ihr erklärt, dass der Mond die Kirche bedeutet, der dunkle Fleck darin das Fehlen dieses Festes. Bischof Robert von Lüttich führte auf Anregung Julianes das Fest 1246 in seinem Bistum ein. Papst Urban IV. legte 1264 fest, Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten zu feiern. Papst Johannes XXII. sorgte 1317 dafür, dass das Fest in der ganzen abendländischen Kirche begangen wird.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst traditionell vom Blasorchester Büttelborn mit seinem Dirigenten Ulrich Conzen.
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