MISEREOR Hungertuch: "Gott und Gold - Wie viel ist genug?"

Das aktuelle MISEREOR Hungertuch in der Büttelborner Pfarrkirche St. Nikolaus von der Flüe.
Büttelborn: Katholische Pfarrgemeinde |

Seit Beginn der Fastenzeit sieht man es in vielen katholischen Kirchen: Das aktuelle Hungertuch des kirchlichen Hilfswerkes MISEREOR. So ist es nun auch bis kurz vor Ostern in der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus von der Flüe in Büttelborn zu sehen.

Seit 1976 haben zahlreiche Künstler eines der sogenannten Hungertücher gestaltet. Jedes Hungertuch ist immer zwei Jahre hintereinander während der Fastenzeit zu sehen. Das nun 20. Hungertuch unterscheidet sich allerdings deutlich von seinen Vorgängern. Waren in der Vergangenheit darauf oft, in sich schlüssige, Bildergeschichten zu sehen, handelt es sich bei dem aktuellen Hungertuch um ein halbabstraktes Bild.
"Ich möchte mit meiner Kunst den Kern der christlichen Botschaft sichtbar machen", so der Künstler Prof. Dao Zi aus Beijing/China. Der evangelische Christ hat das diesjährige Misereor Hungertuch gestaltet und sich dabei von den Versen der Bergpredigt inspirieren lassen: "Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz."
„Jeder Mensch möchte sich so entfalten, wie es ihm möglich ist und ihm aufgrund seiner Menschenwürde zusteht. Wie sollten wir leben, damit alle „gut leben“ können? Der schillernde Gesteinsbrocken verkörpert das Gold, nach dem Menschen verlangen und dem sie sich verschreiben - einem Götzen mit magischer Anziehungskraft. Menschliche Unersättlichkeit hat Wasser, Erde und Himmel grau gefärbt. Das Gold symbolisiert aber auch Christus: Er ist der Stein des Anstoßes, der zum Eckstein wird. Er ist der Stein, an dem wir uns stoßen, weil er eine Entscheidung fordert: Wem dienst du? Gott oder dem Gold?“ So heißt es in den zum Hungertuch veröffentlichten Zusatzinformationen von MISEREOR.
Weiter heißt es: „Damit das Leben der Armen eine Zukunft hat, sind wir eingeladen, nachzudenken über unseren Lebensstil und unsere Lebenshaltungen, in denen Lebensqualität nicht mit Konsumqualität verwechselt wird. Denn es gilt: Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott - oder dein Abgott.“
In den Kirchen der Pfarrgemeinde St. Nikolaus von der Flüe, in Büttelborn und Dornheim, liegen Informationsblätter mit der Abbildung des Hungertuches aus, diese können mitgenommen werden. Auf der Rückseite der Infoblättern befindet sich eine Meditation sowie weiter Informationen zum Hungertuch. Auch im Internet finden Interessierte Informationen unter www.misereor.de.
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