St. Martin in Büttelborn

Martinsspiel auf dem Kirchplatz in Büttelborn.
Büttelborn: Katholische Pfarrgemeinde | Kinder, Jugendliche und Erwachsene füllten am Freitag, den 11.11.2011, in den Abendstunden den Platz vor der katholischen Kirche St. Nikolaus von der Flüe in Büttelborn. Doch handelte es sich nicht um eine karnevalistische Veranstaltung, wie man an diesem „närrischen Datum“ vermuten konnte, sondern um das traditionelle Martinsspiel und den anschließenden Martinsumzug der Katholischen Pfarrgemeinde. Der 11.11. hat also nicht nur für Karnevalisten eine Bedeutung – er ist vielmehr der Gedenktag des Heiligen Martin von Tour.
Martin wurde 316 n. Chr. als Sohn eines römischen Offiziers geboren. Als er 15 Jahre alt war ging er zur Armee und wurde Soldat. Schon während seiner Armeezeit war Martin ein sehr hilfsbereiter Mensch. An einem kalten Wintertag traf er auf einen hungernden und frierenden Bettler, teilte seinen weiten Mantel mit seinem Schwert und schenkte dem Armen die eine Hälfte. In der folgenden Nacht erschien ihm der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen!
Nach diesem Erlebnis ließ Martin sich taufen. Er verließ den Militärdienst und ging in die französische Stadt Poitiers zu Bischof Hilarius, der sein Lehrer wurde.
Martin wurde schließlich Bischof von Tour und blieb fast 30 Jahre im Amt. In dieser Zeit hat er angeblich zahlreiche Wundertaten und Heilungen vollbracht. Als er mit fast 80 Jahren starb, kamen die Leute von nah und fern zu seiner Beerdigung.
Martin wurde später heiliggesprochen und ist der Schutzpatron für viele Berufe. So z. B. für Winzer, Fassmacher, Huf- und Waffenschmiede, Weber, Schneider, Bürstenbinder, Gerber, Hirten, Hutmacher und Müller. Er beschützt außerdem die Bettler und die Soldaten – und alle Haustiere. Außerdem ist er der Patron des Bistums Mainz.
Nach dem Martinsspiel startete der Martinszug. Begleitet wurde der Umzug durch die Straßen Büttelborns vom Jugendblasorchester Büttelborn, welches natürlich die klassischen Martinslieder spielte, so z.B. „Sankt Martin…“ oder „Ich geh mit meiner Laterne…“.
Am Ende wurden auf dem Kirchplatz noch die Martinhörnchen an die Kinder verteilt. Große und kleine Gäste konnten sich dann noch an den angebotenen heißen Getränken (Punsch, Apfelsaft, Kakao) sowie Speisen (Schmalz- und Käsebrote) erfreuen. Diese wurden vom Festausschuss, von Jugendlichen und den Firmlingen angeboten. Der Erlös geht wieder an die Hilfsprojekte der Pfarrgemeinde in Südamerika (Argentinien und Peru).
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