Wie ist das mit der Dreifaltigkeit?

Dreifaltigkeit: Skulptur in der Büttelborner Pfarrkirche St. Nikolaus von der Flüe.
Büttelborn: Katholische Pfarrgemeinde | Am ersten Sonntag nach Pfingsten feiert die Katholische Kirche den Dreifaltigkeitssonntag. Papst Johannes XXII. führte dieses Hochfest im Jahr 1334 ein, seit dem 18. Jahrhundert wird es immer am ersten Sonntag nach dem Pfingstfest gefeiert. Der Dreifaltigkeitssonntag eröffnet die Reihe der normalen Sonntage, die weder zur Oster- noch zur Weihnachtszeit gehören.
Im Mittelpunkt steht die zentrale Lehre des Christentums: Gottvater, Sohn und Heiliger Geist vereinigen sich in die Einheit eines göttlichen Wesens. Selbst gestandenen Katholiken fällt es oft schwer den Begriff Dreifaltigkeit oder Dreieinigkeit zu erklären. Hier ein Beispiel aus der Natur, welches vielleicht hilfreich ist: Wasser – Sinnbild für das Leben. Wasser gibt es in den unterschiedlichsten Formen, z.B. als Regen, Nebel oder Eis – aber es ist immer Wasser. Drei verschiedene Formen aber ein Ursprung.
Genau so ist es mit Dreifaltigkeit: Gott ist eine und zugleich drei Personen, das heißt, er ist Vater, Sohn und Heilige Geist. Sie gehören zusammen. Sie sind drei und doch eins.
Gott ist der Vater aller Menschen, der die Welt geschaffen hat und der seine Schöpfung – auch uns Menschen - liebt und beschützt. Er ist unser Schöpfer, von dem wir kommen und zu dem wir gehen. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden, Jesus Christus, unser Bruder. Er ist in unsere Welt gekommen ist und mit uns den Weg der Menschen gegangen. Mit ihm hat Gott gezeigt, wir gut er es mit uns meint. Der Heilige Geist das ist der Gott in uns! Gottes Kraft und Liebe in unserem Herzen.
Die Dreifaltigkeit bekennen Katholiken z.B. beim Sprechen des Großen Glaubensbekenntnisses, dort heißt es: "Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat ... Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater ... Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten ..."
Außerdem bekennen Katholiken die Dreifaltigkeit immer dann, wenn sie das Kreuzzeichen machen und dabei beten: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
In der Büttelborner Pfarrkirche St. Nikolaus von der Flüe gibt es eine interessante Darstellung der Dreieinigkeit Gottes. Die aus gebranntem Ton gefertigte Skulptur der Künstlerin Marianne Haas, zeigt das Wesen Gottes in der Person des Vaters, der seine Schöpfung umfasst – alles Leben, Lieben, Leiden und Sterben. Dies wird durch die bergenden und haltenden Hände dargestellt. Das Wesen Gottes in der Person des Sohnes, zeigt den liebenden, mitleidenden und heilenden Blick auf den Menschen. Die Hände Jesu sind nicht mehr angenagelt, sondern sie weisen über Kreuz und Leid in die Unendlichkeit hinaus.
Das Wesen Gottes in der Person des Heiligen Geistes zeigt, dass da etwas brennt, das alle Dunkelheit ausleuchtet und alle Schwächen, Ängste, Fragen und Zweifel vertreibt. Der Heilige Geist ist Feuer, Flamme und Licht.
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