„Tag des offenen Denkmals“ am 10. September

(Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz)
Offenbach am Main. Wer eine kleine Reise in die Vergangenheit unternehmen möchte ohne eine Zeitmaschine zu erfinden, der ist herzlich eingeladen zum „Tag des offenen Denkmals“. Jährlich, stets am zweiten Sonntag im September, öffnen bundesweit auf Initiative der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Monumente ihre Pforten, die ansonsten meist nicht zugänglich sind. Der „Tag des offenen Denkmals“ am 10. September macht spürbar, was für eine große Rolle Denkmale in unserem Leben spielen und wie sie die Gegenwart prägen – sie sind Meilensteine der Entwicklungsgeschichte und verbinden Generationen miteinander. So wird an diesem Tag Geschichte greifbar, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit der Öffnung historischer Bauten und Stätten erfüllen sich historische Träume für jeden Architektur- und Geschichtsliebhaber. In Offenbach ist das Programm zum Jahresthema „Macht und Pracht“ historisch bis modern. Bereits um 10 Uhr öffnet die Französisch-reformierte Kirche ihre Türen für einen dem Jahresthema zugeschriebenen Gottesdienst: „Die Despoten und die (Glaubens)Flüchtlinge“, mit Organist Olaf Joksch. Um 11 und um 15 Uhr folgen Führungen durch das Presbyterium und Konsistorium der Gemeinde. Auch die neubarocke St. Marienkirche im Mathildenviertel bietet um 14:30 Uhr eine Führung mit Dr. Otto Schlander. Von 10:30 bis 11:30 Uhr trifft sich die Max Dienemann / Salomon Formstecher Gesellschaft zur Führung „Wenn Steine zu sprechen beginnen“ an der alten Synagogenwand. Der Rundgang durch das alte jüdische Viertel mit Anton Jakob Weinberger erhält eine besondere Untermalung durch jüdisch-liturgische Musik des Klarinettisten Stefan Bartmann. Am Alten Friedhof bietet Offenbachs ehemaliger Stadtarchivar Herr Hans-Georg Ruppel ab 11:30 Uhr einen geführten Spaziergang an. Als besonderes Highlight öffnet die ESO Friedhofsverwaltung nur für diesen Tag in der Zeit von 11:30 bis 15:30 Uhr die Tore sowie die Gruft des restaurierten „Krumm-Mausoleums“ für Besucherinnen und Besucher. Die Kunsthistorikerin Christina Uslular-Thiele hat sich ebenfalls zwei ganz nah beieinanderliegende Denkmalführungen zum Themenschwerpunkt „Macht und Pracht“ einfallen lassen: Wirklich mächtig waren die Grafen von Isenburg zwar nie, doch die prächtige Hoffassade ihres Renaissanceschlosses beeindruckt bis heute. Die Führung am roten Isenburger Schloss beginnt um 11 Uhr vor Ort. Auch das Rathaus spiegelt in besonderer Weise das diesjährige Motto, stellt doch das 1971 fertig gestellte Gebäude das Selbstbewusstsein der aufstrebenden Großstadt Offenbach als eines der letzten Rathaushochhausprojekte in der Bundesrepublik dar. Der Treffpunkt zur Führung ist im Foyer um 15 Uhr. Nach den spannenden Führungen am Morgen, lässt es sich am Mittag herrlich in den grünen Parkanlagen im Westend pausieren und picknicken: Das Amt für Kultur- und Sportmanagement lädt zu einem Open-Air-Konzert ein. Anlässlich der Buchpräsentation des Kunst- und Stadtgeschichtskatalogs „Hidden View“, herausgegeben vom Magistrat der Stadt Offenbach, findet ab 13 im Pavillon im Dreieichpark ein „Kurkonzert“ statt: Entspannte Live-Musik und elektronische Klänge eines Frankfurter DJs laden zum Picknicken unter freiem Himmel mit Kaffee, Kuchen und Bar ein. Die Publikation „Hidden View“ erscheint im Henrich Verlag und reflektiert kreativ die besonderen, verborgenen und historischen Orte der Stadt Offenbach. Das Buch kann am „Tag des offenen Denkmals“ vor Ort exklusiv mit einer limitierten Fotoedition erworben werden. (Stadt Offenbach)
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