Vortrag zu Rechenschwäche in der Bücherei Münster

(Foto: Die Büchereien Münster und Altheim)
Münster. Die meisten Kinder mit Rechenschwierigkeiten und Dyskalkulie rechnen auch ihre fehlerbehafteten Grundrechenarten nach konkreten Systemen, weiß Ruth Neumann, Staatlich anerkannte Kindheitspädagogin. Die Neuropädagogin erklärt weiter: „Nur weil sie nicht mit den uns gewohnten Systemen rechnen, heißt das nicht, dass sie keine hätten. So kann es für diese Kinder logisch erarbeitet sein, dass 94 minus 3 ausgerechnet 47 ergibt.“ Häufig seien diese Strategien einfach nur umständlich und somit zeitraubend und nicht immer falsch. Wie es zu diesen Rechenwegen kommt, wie Eltern und Lehrer damit umgehen und die Jungen und Mädchen fördern können, erläutert Neumann am Donnerstag, 27. April um 19.30 Uhr in der Bücherei Münster, Frankfurter Straße 3. Mit von der Partie ist neben Büchereileiterin Jasmin Frank auch Heike Unterleider vom Landesverband für Legasthenie und Dyskalkulie Hessen, die informiert: „Mit unserer Vortragsreihe führen wir die erfolgreiche Kooperation mit der Bücherei Münster fort, denn wir stellen immer wieder fest, wie wenig Informationen es für die betroffenen Familien und auch für die Fachkräfte gibt. Gleichzeitig ist das Interesse sehr hoch.“ Gerade im Bereich Rechenschwäche bräuchten die Kinder viel Unterstützung, sind sich Unterleider und Neumann einig, denn die Schülerinnen und Schüler kämen oft nur noch „gerade so“ in der Schule mit und hätten eine enorme Abwehr gegen alles, was mit Zahlen in Verbindung gebracht werden könne. Wie gewohnt gibt es nach dem Vortrag noch viele Tipps und Tricks von der Expertin: Mit praktischen Beispielen aus der zehnjährigen Arbeit der neuropädagogischen Förderung und den neuesten Informationen von der Fachtagung Dyskalkulie, werden von der Dieburgerin Neumann Hilfsmöglichkeiten für betroffene Kinder aufgezeigt. Weitere Informationen gibt es unter www.buecherei-muenster.de (Jasmin Frank)
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