Weißer Winter im Wetterpark

(Foto: SOH)
Offenbach am Main. Im Wetterpark haben jetzt Michael Grob und Harald Schildgen vom ESO Stadtservice aus dem Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe für einen weißen Winter gesorgt. Aber auch der Vollsommer, Vorfrühling, Spätherbst und andere Jahreszeiten leuchten wieder in weißen Buchstaben auf den Betonplatten, die kreisförmig um eine sogenannte phänologische Uhr in den Boden eingelassen sind. Die Phänologie befasst sich mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Entwicklungen in der Natur, erfasst anhand bestimmter sogenannter Zeigerpflanzen differenzierter die Jahreszeiten. So wird nicht nur in Frühling, Sommer, Herbst und Winter unterschieden, sondern beispielsweise das in Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling. Diese sind im Wetterpark auf einer phänologischen Uhr kreisförmig ausgeschildert und beschrieben, rundherum stehen Beete mit Zeigerpflanzen und den entsprechend beschrifteten Bodenplatten. Allerdings waren die phänologischen Jahreszeiten dort kaum noch lesbar. Das wollte Sophie Siebel, engagierte Mitarbeiterin in der Abteilung Grünwesen im Geschäftsfeld Stadtservice, in deren Zuständigkeit auch der Wetterpark fällt, jetzt ändern. „Der Park ist eines der Aushängeschilder von Offenbach und der wichtigste Publikumsmagnet.“ Immerhin rund 35.000 Besucher inklusive der Schulklassen und geführten Gruppen sind im vergangenen Jahr in die bundesweit einmalige Anlage in städtischer Regie gekommen. Zuletzt war die Beschriftung zur Eröffnung des Besucherzentrums im Jahr 2014 neu aufgetragen worden. Die Vergabe an eine Fremdfirma hätte jetzt rund 2000 Euro gekostet, sagt Siebel. Zu teuer, befand sie und ließ sich gemeinsam mit dem Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement eine deutlich günstigere Lösung einfallen. Das Stadtplanungsamt ließ Schablonen für die phänologischen Jahreszeitennamen anfertigen. Michael Grob und Harald Schildgen aus der Abteilung Straßenunterhaltung, die jahrzehntelange Erfahrung haben, wie man einen Tempo 30-Hinweis oder die Aufschrift Spielstraße auf Asphalt aufbringt, ohne dass die Schrift nach Kontakt mit den ersten 1000 Autoreifen abgerieben ist, fuhren mit der Farbmaschine zum Wetterpark. Zwei Kilo Farbe, zehn Minuten Arbeit und weitere zehn Minuten Trockenzeit später war die Markierung für etwa zehn Prozent des Preises einer Fremdvergabe inklusive Vorbereitung und Aufräumen ausgeführt. Lange wird die Schrift vermutlich auch jetzt nicht in frischem Weiß strahlen: Nicht nur die Schuhe der Besucher, auch das Laub der Bäume, vor allem die Gerbstoffe der Eichenblätter, greifen die Buchstaben an. Deshalb sollen die Bezeichnungen jetzt jedes Jahr kostengünstig mit den vorhandenen Schablonen erneuert werden. (Stadt Offenbach)
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