Meine Heimat Südhessen heute "Römische Villa Haselburg"

Badehaus der Römischen Villa. Foto: Gido Heß
Die Römische Villa Haselburg ist ein Gutshof (sogenannte Villa rustica) aus der Zeit der Besiedlung des Odenwalds durch die Römer. Die nach archäologischen Ausgrabungen in weiten Teilen sichtbare Anlage in der Nähe der Ortschaft Hummetroth bei Höchst im Odenwald in Hessen ist als Freilichtmuseum gestaltet und frei zugänglich.

Die Villa rustica „Haselburg“ gehört zu den mehreren hundert bekannten Gutshöfen aus der Römerzeit in Hessen. Sie ist die bislang größte bekannte und am weitesten durch Grabungen erforschte Anlage dieser Art.

Die heute Haselburg genannte Anlage entstand – verglichen mit anderen Villen des Dekumatlandes – erst verhältnismäßig spät in der Regierungszeit Kaiser Hadrians (117–138 n. Chr.). Der Umstand erklärt sich aus Umstrukturierungen im Gebiet des Odenwaldes, insbesondere der Vorverlegung des römischen Odenwaldlimes Wörth am Main – Bad Wimpfen zur neuen Limeslinie Miltenberg – Lorch um 159 n. Chr. Mit dem Übergang an die zivile Verwaltung setzte schnell eine zivile Besiedlung des möglicherweise zuvor militärisch genutzten Gebietes ein. Innerhalb der Civitas Auderiensium entstand um 130 n. Chr. der Hauptort Dieburg und mit ihm in der Dieburger Senke und am nördlichen Rand des Odenwalds in Südhessen zahlreiche Villae Rusticae, so auch die Haselburg, was Fundstücke, vorwiegend Keramikfunde aller Art, belegen.
Die Ausgrabungsstätte "Villa Haselburg" liegt 5 km von Höchst i. Odw. bei Hummetroth unmittelbar an der Landstrasse 3106 nach Brensbach.
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