17. Darmstädter Residenzfestspiele

(Foto: Kulturverein Darmstädter Residenzfestspiele e. V.)
Darmstadt. Unter dem Motto „KlangDialoge - 450 Jahre Residenzstadt Darmstadt“ laden die Darmstädter Residenzfestspiele ein, an historischen Orten in Darmstadt ein vielfältiges Programm zu erleben und für einen Moment in die Zeit der höfischen Kultur der damaligen Residenzstadt Darmstadt einzutauchen. Die Jazzlegende Bill Ramsey eröffnet auch dieses Jahr wieder die Festspiele: Am Freitag, den 28. Juli spielt er gemeinsam mit den European Swing Allstars Jazz-Musik zum Ende der Darmstädter Residenzzeit sowie bekannte Hits aus seiner Zeit als Schlagerstar. Das Eröffnungskonzert findet um 20:30 Uhr im Kollegiengebäude, Innenhof des Regierungspräsidiums statt. Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt (1678-1739) zeigt sich als begeisterter Förderer des höfischen Theaters, wie er es bei einem Besuch am Hof des französisc

hen Königs Ludwig XIV kennengelernt hatte. Mit Molières „Bürger als Edelmann“ erinnert am Samstag, den 29. Juli an der gleichen Spielstätte die Companie en Route an diese Leidenschaft und inszeniert das Stück in barocken Kostümen als Comédie-Ballet mit Musik von Lully, Beginn 20:30 Uhr. Zu „Klezmer und Serail in der Residenzstadt“ lädt das Ensemble Noisten. Melancholische und lebhafte jüdische Klänge treffen auf die Musik der Sufi, begleitet durch den Derwisch-Tanz im roten langen Gewand. Das Aufeinandertreffen der Religionen und Kulturen des Okzidents und des Orients leitete an Europäischen Höfen die Renaissance ein und beeinflusste auch die musikalischen Darbietungen. Ein jüdisch-islamischer KlangDialog am Sonntag, den 30. Juli um 20:30 Uhr im Kollegiengebäude. Das Jagdschloss Kranichstein öffnet dem Festspielpublikum am 2. und 3 August seine Pforten. Am Mittwoch, den 2.8. um 20:00 Uhr steht das höfische Jagdvergnügen in der Residenzzeit im Mittelpunkt. Das „Ensemble Ars consoni“ aus Bulgarien spielt mit Hammerklavier, Violine, Violoncello und Jagdhörnern Musik des späten 17. und 18. Jahrhunderts. Musik berühmter Hofkapellmeister präsentiert „London Barock“ am Donnerstag, den 3. August um 20:00 Uhr. Das bekannte Ensemble für barocke Kammermusik spielt Werke des Hofkapellmeisters Christoph Graupner, der 45 Jahre in Diensten der Landgrafen Ernst Ludwig und Ludwig VIII stand, sowie von Telemann, Händel und Purcell (Gesang, Violoncello und Cembalo). Das zweite Wochenende der Darmstädter Residenzfestspiele beginnt mit einem Highlight: Am Freitag, den 4. August rockt Spark die fürstliche Mathildenhöhe. Das mit dem Echo-Klassik ausgezeichnete Quintett verbindet den Feinsinn und die Präzision eines klassischen Kammermusikensembles mit der Energie und dem Biss einer Rockband. Das musikalische Zusammentreffen von Spark mit dem Konzertchor Darmstadt ist an die damalige Vorliebe der Residenzen und Großherzogtümer für zeitgenössische Musik angelehnt und sorgt an diesem Abend für eine ganz eigene zeitgenössische Klangfarbe. Eine Zeitreise durch die Welt der Operetten- Film- und Musicalmusik erklingt am Samstag, den 5. August, um 20:30 auf der Mathildenhöhe. Die Kammersängerin Karin Pagmar und die ewig junge Showdiva Angelina Monti laden ihr Publikum ein, dem Zauber bekannter Melodien des letzten Jahrhunderts zu lauschen, die zum Ende der Residenzen und Hofstaaten ihren Siegeszug antraten und eine Ära des Aufbruchs und der gesellschaftlichen und künstlerischen Veränderung einläuteten. Die Italienische Opernnacht beschließt das Konzertwochenende auf der Mathildenhöhe und begibt sich mit dem Konzertchor Darmstadt und Solisten auf musikalische Spurensuche im damals hoch frequentierten Hoftheater der Residenzstadt, das so bekannte Komponisten wie Verdi (Don Carlos / Sizilianische Vesper) und Gounod (Faust) für die deutschen Erstaufführungen ihrer Werke nutzten. Kammermusik vom Hofe der Landesfürsten Hessen-Darmstadt bildet den krönenden Abschluss der 17. Darmstädter Residenzfestspiele. Das „Wupper-Trio“ begeistert am Dienstag, den 8. August um 20:30 Uhr in der Orangerie mit Werken von Meyerbeer, Mangold, van Beethoven, Carl Maria von Weber und sogar vom Großherzog Ernst Ludwig selbst, der sich auch als begeisterter Komponist hervortat. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen! Auch 2017 gibt es wieder einen Festspielpass. Er kostet einmalig 15 Euro und berechtigt den Inhaber sowie eine Begleitperson zum Erwerb von Eintrittskarten mit 25 % Ermäßigung. Der Ticketverkauf hat begonnen.
(Kulturverein Darmstädter Residenzfestspiele e. V.)
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