4. Tag der Vereine Darmstadt

  Darmstadt: Darmstadtium | Als am gestrigen Sonntag Oberbürgermeister Jochen Partsch und Darmstadtium-Geschäftsführer Lars Wöhler den 4. Tag der Vereine eröffneten, konnten sie mehr als 100 Vereine begrüssen, wenngleich es damit gut ein Drittel weniger Teilnehmer als in den Vorjahren waren und selbst gestern blieben viele Tische unbesetzt. Wie in den vergangenen Jahren erwartet die Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm. Im grossen Saal C versammelten sich die meisten Vereine, gekrönt von der Bühne. Hier fanden den ganze Tag über die Musikveranstaltungen der Vereine statt. Aber, des einen Freud, mal einen Durchschnitt aller Aktivitäten der Vereine zu sehen, ist des anderen Leid. Denn die akustische Untermalung war für die Vereine nahe der Bühne oft zu laut. Es war dann nicht möglich, mit den Besuchern der Stände in ein Gespräch zu kommen. Man verstand sich nicht, weil es Probleme mit der Sprache, sondern weil es Probleme mit der Lautstärke gab. Gleich nach der Eröffnungsansprache wurde es musikalisch mit Sängerinnen, Tänzerinnen und Karnevals-Funken-Mariechen. Bunte Gardetänze wechselten sich mit vietnamesichen traditionellen Tänzen, schwungvollen Squaredancern sowie viele Kindergruppen ab. Die Kindergruppen tanzten nicht nur, sondern brachten auch Chorgesänge zu Gehör. Sportlich wurde es durch Kampfsportvereinigungen und abwechslungsreich war es allemal. Wer Geschmack an den Vorführungen bekam, konnte sich an den entsprechenden Ständen über die Vereinsarbeit informieren. Nicht nur auf und vor der Bühne wurde es spannend. Der erste Vortrag des Tages stammte von Roger Murmann des Science Fiction Treff Darmstadt. In seinem Vortrag, Fandom - das unbekannte Wesen, griff er das Thema Science Fiction und Freunde auf. Der Stand des SF Treff Darmstadt zeigte auch gleich die vielfältigen Aktivitäten. Etwa dem monatlichen Treff, dem jährlichen Buchmessecon mit der Verleihung des Deutschen Phantastik Preises oder der zweijährigen Ausstellung Space Days, einer Modellbauausstellung. Doch es gibt noch mehr Vereine, die sich dem Modellbau verschrieben haben. Etwa der Sportfliegerclub Darmstadt e.V. dessen Flugmodelle oft in Eigenbau erstellt werden. Wer jedoch das Darmstadtium betrat, wurde zuerst vom Mutmach-Zirkus für Kinder begrüsst, während vor dem Veranstaltungszentrum ein Drachenboot auf dem Trockenen lag und ein Wagen des ASB zur Besichtigung stand.
Doch zurück zum grossen Saal. Hier fanden sich der Trachtenverein Bayernland Darmstadt in der Nähe des Marineverein Darmstadt und Umgebung. Lederhose und Dirndl treffen Matrosen und Kapitänsmützen. Der Münzverein fand sich ebenso wie der Verbraucherschutz, Parteien wie CDU und Grüne neben Deutschen Frauenring, die barmherzigen Darmstädter neben dem Freestyle Horse Agility Pferdefreunde Modautal e. V. Überall fanden Informationsgespräche statt. Jeder Verein versuchte, sich im besten Lichte darzustellen. Hier erklärte etwa Trägerverein Museumsbahn über seine Tätigkeit und seine Fahrten auf alten Dampfloks bzw. die Restauration der Bahnen.
Zeitgleich mit dem Bühnenprogramm fanden in den Konferenzräumen des Darmstadtiums unterschiedliche Führungen, Vorträge und Workshops statt. eine Schachsimulation für Kinder war ebenso vertreten wie ein Vortrag über das neue SEPA-System zur Banküberweisung oder aber ein Schnupperkurs in der Kunstsprache Esperanto. Im letzten Vortrag des Tages informierte der Malteser Hilfsdienst e. V. in einem Vortrag zum Ehrenamt in der Hospizarbeit.
Wer mehr über das Kongresszentrum erfahren wollte, konnte sich an Führungen durch das Darmstadtium beteiligen.
Der Tag der Vereine sollte die Vielfalt und Lebendigkeit des Vereinslebens in der Region deutlich machen. Doch durch das Fortbleiben vieler Vereine, blieb es nur ein kleiner Einblick. Ein Grund dafür ist sicherlich auch, dass nicht viel Werbung zu sehen war. Inzwischen kennt man den Tag der Vereine vom Namen her, doch oft erfährt das Nicht-Vereinsmitglied nicht davon. So blieb bei vielen Besuchern und Vereinsmitgliedern der Eindruck, dass nur Vereinsmitglieder im Darmstadtium einfanden, um zu sehen, wie andere Vereine arbeiten. Durch das freie Radio Darmstadt, das RaDar, gab es zwar eine Öffentlichkeitsarbeit, doch grössere Sender wie der Hessische Rundfunk, FFH und andere im Einzugsgebiet tätige Sender war nichts zu sehen. Durch wenig Öffentlichkeitsarbeit kann kein grosses Publikum erwartet werden.
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