Das „Ananuri Quartett“ aus Georgien spielt in der Französisch-Reformierten Kirche

(Foto: Artist Archiv Kulturfonds RheinMain)
Offenbach. Am Samstag, den 21. April, ertönen kaukasische Klänge in einzigartiger Instrumentierung in der Französisch-Reformierten Kirche. Das Amt für Kultur- und Sportmanagement und der Kulturfonds Frankfurt RheinMain haben das „Ananuri Quartett“ aus Georgien in einer instrumentalen Besetzung eingeladen, die man in dieser Art selten zu sehen und hören bekommt. Das Ananuri Quartett, welches den Namen einer Festung oberhalb des Shinwali Stausees nahe Tiflis trägt, widmet sich vor allem den profanen georgischen Musiktraditionen, zu denen mindestens 15 regionale Stile zählen. Zu den ältesten Stilen gehört die berühmte polyphone Chortradition. Sie zeichnet sich durch Elemente freier Vokalimprovisationen aus. Das Repertoire des Quartetts besteht aus polyphonen Liedern für drei Stimmen, begleitet von den Langhalslauten in verschiedenen Stimmungen Fanduri, Panduri und Chonguri, der Rohrflöte Salamuri, der kaukasischen Oboe Duduk und A-capella-Stücken. In der Musik Georgiens finden sich uralte persische Wurzeln: improvisatorische Elemente des Spiels sowie die Namen und Bauformen der typischen georgischen Instrumente verweisen auf direkte Nähe zu ihren persischen „Ahnen", wie etwa die Langhalslaute Panduri. Die Panduri ist schon seit dem 10. Jahrhundert in Georgien bekannt. Die dreisaitige gezupfte Schalenlanghalslaute wird im Osten des Landes überwiegend zur Begleitung von Liedern und Tänzen gespielt. Der Name geht zurück auf die sumerische Bezeichnung „pandur“ für Langhalslauten. In der georgischen Musik hat sich bis heute eine einzigartige Verbindung des georgisch-orthodoxen Christentums, das im 4. Jahrhundert zur Staatsreligion erklärt wurde, mit heidnisch-magischen Vorstellungen und Ritualen erhalten, in denen der Glaube an Geister eine Rolle spielt. So spiegeln die kunstvoll faszinierenden Stücke von Ananuri verschiedene Facetten solch uralter Bräuche wider und erzählen mythische Legenden. Das Quartett ist besetzt mit Zurabi Mirziashvili (künstlerischer Leiter, Gesang, Fanduri, Bass Panduri, Salamuri, Doli), Maia Mirziashvili (Gesang, Fanduri, Chonguri), Zurabi Mirziashvili jr. (Gesang, Fanduri , Bass Panduri) und Roland Vacheishvili (Gesang, Salamuri, Duduk, Panduri, Chonguri). Der Eintritt zum Konzert ist frei, um eine Spende wird gebeten. Platzreservierung unter kultur@offenbach.de. Das Konzert findet am Samstag, den 21. April in der Französisch-Reformierten Kirche, Herrnstraße 66 statt. Beginn ist um 19:30 Uhr. Mehr Informationen gibt es unter www.offenbach.de/kultur. (Stadt Offenbach am Main)
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