Der Weltkindertag – aus der Sicht eines Teilnehmers

Begeisterte Kinder beim gemeinsamen Malen auf grosser Leinwand
Darmstadt: Markt- und Friedensplatz | Es fing etwas chaotisch an, denn wegen der aktuellen Flüchtlingsprobleme mussten mehrere grosse Teilnehmer absagen. Dadurch war mehr Platz, und einige Stände erhielten eine bessere Position.
Neuling auf dem Weltkindertag war die Sociedad internacional de Arte y Cultura, die Gesellschaft für Internationale Kunst und Kultur e.V. – Um deutlich zu machen, was das Vereins-Ziel ist, nämlich die Förderung der Kreativität von benachteiligten Kindern und Jugendlichen, boten die Mitwirkenden eine Spiel-, eine Schreib, eine Mal- und eine Musikwerkstatt an.
Doch zunächst mussten sie das Leihzelt aufbauen. Dabei stellte sich heraus, dass Stangen beim letzten Gebrauch verbogen waren und das Gerüst nur provisorisch mithilfe eines starken Klebebandes zum Stehen zu bringen war. Dadurch kam die Mannschaft zu spät zur Tisch-Ausgabe und erhielt nur noch einen Tisch und 4 Bänke: Je eine für die verschiedenen Werkstätten. Den Tisch mussten Schreib- und Malwerkstatt sich teilen.
Die Malwerkstatt wurde am besten angenommen. Die Kinder malten Blumen, Herzen, und beteiligten sich an der nachmittäglichen gemeinsamen Malaktion auf einer Staffelei.
Die Schreibwerkstatt war nicht so populär. Vielleicht ist der Trubel – mit grosser Rutsche, Torwand der Lilien, Capoeira-Darstellungen und dem Zirkus Hallöchen an den Nachbarständen – für das Schreiben nicht so geeignet. – Immerhin notierte eine etwa 6-jährige Schulanfängerin: „Ich möchte den Flüchtlingen helfen“ – vergass aber, ihren Zettel mitzunehmen, denn es war ja ihr Wunsch, den sie verwirklichen wollte.
Andrerseits brachten die Nachbarstände Interessenten an den Stand des Vereins. Die Spielwerkstatt war fast durchgehend besetzt. Dort gab es Geschicklichkeitsspiele. U.A. war aus Holzstäbchen ein Turm zu bauen und dann Stäbchen solange herauszuziehen, bis der Turm zusammenbrach. Oder man konnte seine Geschicklichkeit an einem Mini-Mikado testen.
Die Musikwerkstatt kam am späteren Nachmittag in Hochform, als die Capoeira-Darstellungen zu Ende waren. Dann konnte ein Gitarrist zeigen, wie man zu Rhythmen vom Band eigene Improvisationen einspielt. Auch fanden sich zusätzliche Schlagzeuger mit eigenen Rhythmen. – Zum Schluss versammeten sich Musiker des Capoeira-Standes und der Gesellschaft für Internationale Kunst und Kultur zu einer gemeinsamen Session. Es hatte schon sechs geschlagen, ehe sie ihre Session beendeten.
Der Abbau ging naturgemäss viel schneller. Es war erstaunlich, wie schnell sich Marktplatz, Friedensplatz und das Gelände um den Weissen Turm leerten. Einer der drei Organisatoren Toni Oblaski gab schon den Termin für den nächsten Weltkindertag bekannt. Alle begeisterten Beteiligten trugen sich den 18. September 2016 in ihren Kalender ein und nahmen sich vor, sich das nächste Mal noch besser vorzubereiten.

Rückfragen an hruhemann@radiodarmstadt.de oder 0615120386
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