Diakonenweihe

Wann? 05.02.2017 16:00 Uhr

Wo? Kaufbeuren, Fichtenweg 6, 87600 Kaufbeuren DE
Kaufbeuren: Kaufbeuren | PRESSEMITTEILUNG
Diakonenweihe in Neugablonz
Am Sonntag, den 05.02.2017 um 16 Uhr wird Pastoralreferent Markus Stutzenberger von Dr. Matthias Ring, dem Bischof des alt-katholischen Bistums, in der Christi-Himmelfahrts-Kirche Neugablonz zum Diakon geweiht. Markus Stutzenberger, verheiratet, Vater dreier Kinder, steht seit 12.10.2016 als Seelsorger im Dienst des Bistums, das sich im ökumenischen Sinne als katholisch versteht. Etwa 16 000 Menschen in Deutschland sind konfessionell alt-katholisch, viele kommen als ehemals römisch-katholische Christen zu den Alt-Katholiken, weil sie –wie seinerzeit die Gründungsväter der Kirche 1870- Schwierigkeiten mit dem Unfehlbarkeitsanspruch des römischen Papstes in Glaubensfragen haben, oder haben, wie viele in Neugablonz, ihren (alt-)katholischen Glauben als nach dem 2. Weltkrieg vertriebene Sudetendeutsche aus dem tschechischen Gablonz mitgebracht. Manch ein „Römer“ ist als Geschiedene/r in der Situation, nicht oder nur nach einem kirchlichen Ehenichtigkeitsverfahren erneut kirchlich heiraten zu können. Die alt-katholische Kirche in Deutschland hat nach einem längeren Konsultationsprozess schon länger das Weiheamt für Frauen als Diakoninnen und Priesterinnen eingeführt. Generell haben Kirchenmitglieder ein wirkliches Mitspracherecht. Wichtige Entscheidungen, z.B. in Personalfragen, kann der Bischof nur im Einvernehmen mit gewählten Laienvertretern treffen. Das Amt des Diakons ist bereits in der Zeit nach Jesu Tod und Auferweckung im Neuen Testament erwähnt, als Helfer/innen im Gottesdienst, welchen die Sorge für das geistliche und physische Wohlergehen der Kranken Sorge zu tragen hatten. Leitbild des Diakons ist der heilige Laurentius, der dem Kaiser, der die Herausgabe des Kirchenvermögens verlangte, die ihm anvertrauten Armen als echten Schatz der Kirche anbot.
Eine offensichtlich vor 2000 Jahren wie heute wichtige, kirchliche Funktion, die ein sensibles Herz verlangt.
Im Laufe der Kirchengeschichte hat sich das Diakonenamt Verheirateter als mögliche Vorstufe der Priesterweihe herausgebildet. Auch Markus Stutzenberger, der 2012-2016 als Pastoralreferent in Weiterstadt tätig war, strebt (im September 2017) die Priesterweihe an. Begleitend zu seinem Dienst absolviert er berufsbegleitend ein Studium der Ökumenischen Theologie in Bonn, um so alle nötigen Qualifikationen eines künftigen alt-kath. Pfarrers zu erwerben.
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