Dorfometer in Hochstädten steht bei 100 Prozent

(Foto: Förderverein Heimatpflege Hochstädten e.V.)
Hochstädten. Der Zeiger des Dorfometers in Hochstädten steht auf 100 Prozent. Das Ziel ist erreicht. Jetzt kann der Dorfladen gegründet werden. Seit November 2016 steht am Eingang von Bensheim-Hochstädten von Auerbach kommend das Dorfometer. Es zeigt die Prozentzahl der verkauften Anteile für den Dorfladen. Von Woche zu Woche schraubte sich der Zeiger weiter nach rechts, auf die 100 Prozent zu. Immer mehr Interessierte beteiligten sich an dem Projekt und zeichneten Anteilsscheine. Insgesamt benötigt der Dorfladen ein Startkapital von 70.000 Euro, um die ersten Investitionen zu tätigen, wie etwa Ladeneinrichtung, Kühltruhen, Kassensystem oder erste Waren. Über 150 Anteilseigner verzeichnet nun die Stille Unternehmergesellschaft, die zukünftig den Dorfladen betreiben wird. So viele Mitmacher engagieren sich dafür, dass das Hochstädter Haus mit Leben gefüllt wird und die Infrastruktur in dem Stadtteil um einen Dorfladen mit angegliedertem Café bereichert wird. Der Förderverein Heimatpflege Hochstädten e.V. gründet jetzt eine Stille Unternehmergesellschaft, die den Dorfladen betreiben wird. „Wir sind sehr glücklich und berührt, dass dieses lang geplante Projekt jetzt wieder einen großen Schritt weitergekommen ist“, berichtet Dr. Martina Bergler, Leiterin der Arbeitsgruppe Dorfladen und Mitglied im Vorstand des Fördervereins. „Wir wollen einen Dorfladen für alle schaffen: Für die, die mal eben etwas vergessen haben, für die, die im Dorfladen auch gerne ein paar Leute treffen, und für die, die als Wanderer oder Pendler vorbeikommen und ein paar besondere regionale Produkte mitnehmen.“ Der Dorfladen wird auf 60 Quadratmetern über 700 verschiedene Produkte anbieten. Er ist damit mehr als ein kleines Lädchen, sondern kann als Vollversorger gesehen werden. „Sicher wird nicht jeder seinen gesamten Einkauf im Dorfladen tätigen, aber wir freuen uns, wenn auch mal mehr gekauft wird, als nur das, was man vergessen hat“, so Ortsvorsteher Bernhard Rettig. „Sollte ein viel gefragtes Produkt in der Produktpalette fehlen, so wird das auch gerne bestellt und zukünftig mit aufgenommen. Geplant ist auch ein Bring-Dienst, so dass der Einkauf nach Hause transportiert wird.“ Dass jetzt 100 Prozent erreicht sind, heißt nicht, dass man nicht mehr mitmachen kann. Alle Interessierten können gerne weiterhin einen Anteilsschein von 250 Euro oder mehrere Anteile erwerben und Mitglied der nach genossenschaftlichem Prinzip geführten Gesellschaft werden. Unter www.projekt-hh.net findet sich Informationen dazu. (Förderverein Heimatpflege Hochstädten e.V.)
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