Kaiserlei-Umbau: Vorbereitungen für dritte Bauphase laufen

(Foto: georg-foto, offenbach Bernd Georg)
Offenbach. Großes Baugerät und volle Lagerplätze im Kreisel zeugen von reichlich Bauaktivität und dem Fortschreiten des Kaiserlei-Umbaus. Die Arbeiten für die Gründungen der zwei neuen Brücken sind fast abgeschlossen und die ersten Pfeiler der Bauwerke werden sichtbar. Ebenso nimmt die Verlängerung der Kaiserleipromenade „auf der grünen Wiese“, auch durch die im Spätherbst gepflanzten Bäume, Form an. Sie wird voraussichtlich zum Ende des ersten Quartals 2018 offiziell freigegeben. Bereits seit Fertigstellung der ersten Bauphase wird ein Teil des Verkehrs aus Frankfurt nicht mehr wie früher in den noch bestehenden Kreisel geführt. Stattdessen fahren Autos von der Strahlenbergerstraße kommend in Richtung Bad Homburg (A661) oder Hafen Offenbach über Teile des neuen Autobahnanschlusses im nördlichen Bereich des Kreisels. Im Süden des Kreisels haben die provisorischen Auf- und Abfahrten Platz für den Bau der neuen Brücken gemacht. Das Konzept der Verkehrsplaner mit provisorischen Ampelanlagen sowie angepassten und mehrfach nachkalibrierten Signalprogrammen geht aus Sicht der Stadt auf. Vereinzelt geht es zwar langsam, aber stetig durch den Kaiserlei voran. Die früher oft langen Rückstaus auf die Autobahn haben sich dank der Ampelsteuerung verringert. Von der Autobahn sowie von der Strahlenbergerstraße aus entfällt das Einfädeln in den Kreisverkehr, das viele Autofahrer früher als mühselig und gefährlich empfanden. Für die der Großbaustelle geschuldeten Einschränkungen rund um das Baufeld bittet die stellvertretende Leiterin des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, Sigrid Pietzsch um Verständnis: „Die Umbausituation erfordert von allen Verkehrsteilnehmern eine erhöhte Konzentration. Deshalb appellieren wir an alle Autofahrer langsam und vorsichtig zu fahren. Fußgänger sollten zu ihrer eigenen Sicherheit die Baustelle selbst nicht überqueren, sondern die vorgesehenen Fußgängerüberwege zu nutzen.“ Pietzsch ist Leiterin des Bereichs Verkehrsplanung, Stadtplanung und Straßenverkehrsbehörde.

Planungen für dritte Bauphase / Verzögerungen unvermeidbar
Gemeinsam mit der Baufirma, der Straßenverkehrsbehörde und dem Projektsteuerer OPG – Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft wird seit einigen Wochen die aufwendige verkehrliche Umlegung für die dritte Bauphase vorbereitet. Nachdem die Bauarbeiten der zweiten Phase unter anderem wegen der notwendigen Kampfmittelräumung und unterirdischer Leitungsarbeiten mit Verzögerung starteten, analysieren die Beteiligten ständig die aufeinander aufbauenden Abläufe. Im eng gestrickten Bauzeitenplan wird versucht, die Arbeiten zeitlich neu zu planen oder gegebenenfalls vorzuziehen. Das Einbringen der speziellen Hülsenpfahlgründungen nahe dem S-Bahn-Tunnel ging anfänglich nicht ohne Probleme. Erforderliche technische Anpassungen mussten mit den Spezialisten und dem zuständigen Dezernat bei Hessen Mobil abgestimmt werden. Die weiteren Bohrarbeiten für die klassischen Pfahlgründungen laufen reibungslos. Die nahen, bestehenden Bauwerke werden regelmäßig im Monitoring überwacht und zeigen keine Unregelmäßigkeiten. Die Kampfmittelfreimessung war in den vorab nicht zugänglichen Bereichen der Autobahnrampen durch unzählige Störsignale sehr schwierig und musste, wie zwischenzeitlich berichtet, mit neuen Methoden erfolgen. Die großen Mengen an Altlasten aus vorhergehenden Baumaßnahmen in den südlichen Rampenbereichen übersteigen die Erwartungen – diese Erkenntnis lässt sich wohl auf die nördlichen Rampenbereiche übertragen.
Für die diversen Versorgungsunternehmen von Strom, Fernwärme, Gas, Wasser und Telekomunikation sind natürlich Zeitfenster im vernetzten Bauablauf vorgesehen. Leider wirken sich kleinste Behinderungen durch beispielsweise Wettereinflüsse oder unvorhergesehene Funde im Trassenverlauf auf die gesamte Abwicklung aus. In aufwändigen Abstimmungsprozessen mit den zahlreichen Projektbeteiligten wurde dann nach Lösungen gesucht. Dabei unternehmen alle Firmen ihr Möglichstes, um die Bauabläufe nicht zusätzlich zu beeinträchtigen. Die Überschwemmungen der Baustelle durch heftige Regenfälle im Sommer und nun der Winter mit frühen, kalten Temperaturen erschwerten die Bauarbeiten sowie jetzt die notwendigen Asphaltierungen in der Berliner Straße und der Kaiserleipromenade mit dem Provisorium für die Frankfurter Gerbermühlstraße. Die Eröffnung der Kaiserleipromenade – vorerst als Einbahnstraße von Frankfurt nach Offenbach – ist zu Beginn des neuen Jahres ein Teil des Bauphasenwechsels. Dieser wird wegen umfangreicher Umbauten für die Verkehrssicherheit bei laufendem Verkehr voraussichtlich 2 bis 3 Wochen dauern. Dann wird die Strahlenbergerstraße nur noch auf der südlichen Fahrbahn von Offenbach in Richtung Frankfurt zu befahren sein. Die Nordseite der Strahlenbergerstraße sowie die Autobahnrampen der 661 von und in Richtung Bad Homburg sind von den Baumaßnahmen direkt betroffen. Über den Ablauf der Baumaßnahmen und die halbseitigen Sperrungen wird vorab über Presse und Internet umfangreich informiert. Zudem wird die Stadt die betroffenen Anlieger der Strahlenbergerstraße bei einem Vor-Ort-Termin voraussichtlich Anfang Februar zum Bauablauf und der Erreichbarkeit ihrer Grundstücke informieren. (Stadt Offenbach am Main)
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