Raus aus den Schulden

CHULDEN

Unverhofft... kommt leider gar nicht so oft...
Kennen Sie das auch?
Da kommen an einem Tag zwei Menschen und bringen etwas zurück, mit dem Sie schon gar nicht mehr gerechnet hatten?
Schnell ist es entlarvt, das Vorurteil, das sich als -leider berechtigtes- Urteil im Alltag sehr häufig bestätigt: "Die Menschen" sind nicht ehrlich, man kann sich auf "sie" nicht verlassen, man wird "von allen" nur belogen und betrogen ... Und dann sind es an einem Tag gleich zwei, die aus diesem doch scheinbar so feststehenden Schema wohltuend herausfallen, die dem (Vor-)Urteil eben einmal nicht entsprechen...
Im TV gibt es die Ihnen vielleicht bekannte Sendung "Raus aus den Schulden". Vielen Menschen kann oft nur durch eine Privatinsolvenz geholfen werden. Diese umschließt eine sechsjährige, sog. "Wohlverhaltensphase" und im siebten (!) Jahr die sog. "Restschuldbefreiung", Ich frage mich, ob es bei Gott auch so "funktioniert". Die klassische Theologie kennt die Vorstellung eines sog. Purgatoriums, eines inneren Reinigungsvorgangs, um mit befreitem Herzen Gott begegnen zu können... also eine Art "himmlische Wohlverhaltensphase" und am Ende stünde dann die liebende Annahme durch Gott in der sog. "Restschuldbefreiung". Aber ist dann meine Seele wirklich nicht nur "sauber, sondern rein", wie es in der Werbung heißt? Oder muss meine "innere Festplatte" nicht noch "spirituell defragmentiert" gesäubert werden, damit sich alte Fehler und Neigungen definitiv nicht wiederbeleben lassen ...

Ein anderer Gedanke aus einem physikalischen Kabarett von Vince Ebert: Christen glauben nicht an eine klassische Wiedergeburt. Faktisch ist es aber so, dass mit dem Tod unser Leib zu Staub, in viele unzählige Atome zerfallen wird, die sich wieder zu einem neuen "Element", wie auch immer es heißen wird und wie auch immer es dann aussehen mag, zusammensetzen werden oder (von wem auch immer, Gott?) zusammengesetzt werden ... EIn aus meiner Sicht sehr interessanter Gedanke, der in der Frage, was Erlösung für (uns) Christen bedeutet, intensiv bedacht werden müsste.

M. Stutzenberger
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