Sternsinger

Irgendwann einmal hatte Gott wieder einmal eine Superidee und schickte sie auf gewohntem Wege zu dem Gehirn und dem Herz eines Menschen, der die Idee umsetzte: Die Sternsingeraktion war geboren, um durch diese die Menschen "auf einem anderen Weg" als dem gewohnten, jenseits von Weihnachtsgeschenkewahnsinn und Glühwein bis zur Besinnungslosigkeit zum Kind in der Krippe zu finden bzw. anderen Menschen ein wenig den Weg dorthin zu ebnen. Daneben sollten sie auch Geldspenden für Menschen in notleidenden Ländern als freiwillige Gabe annehmen, doch das war nicht der Hauptzweck des Weges der als Könige verkleideten Kinder. Am Wichtigsten war Gott sein Segen und die Tür- und Angelbegegnungen mit den Menschen, welche die kleinen Königinnen und Könige aufsuchten.
Darum wäre es ihm auch im Traum nicht eingefallen, dass die Menschen anfingen, Listen zu erstellen, mit denen manchen die Sternsinger "wie einen Pizzaservice" oder als Dekoration bestellten. Es machte ihn traurig zu sehen, dass manchen auf einmal Geldscheinzählungen wichtiger zu werden schienen als die Tränen in den Augen jener alten, kranken Frau, die schon seit Jahren nicht mehr besucht worden war, weil sie auf keiner Liste stand. So sprach er schließlich zu sich selbst: Im Gegensatz zu Bethlehem vor 2000 Jahren finden so viele heute meinen Sohn in der Krippe nicht mehr- würden Sie doch nur meinem Stern und nicht den Geldscheinen folgen (und sei es auch für einen guten Zweck).
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