Enteignung wird vorbereitet!

Teil 2
In Berlin laufen die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD. Die große Koalition der „Steuer-Erhöher“ trifft sich nach 2006 wieder um ihre Arbeit aufzunehmen. Und CDU und SPD sagen dann, dass ja nicht die Union oder die SPD die Steuern erhöhen will, sondern der IWF warnt, dass eine Steuererhöhung eben alternativlos ist. Wenn der IWF eine weltweite Schulden-Steuer fordert, wird sie kommen. Die Buchhalter des IWF behaupten zwar, dieser Vorschlag sei „theoretisch“. Doch das haben die Finanz-Eliten immer gesagt: Bei der Einführung der Zwangsabgabe in Zypern etwa.

Schulden-Steuer

Auch da hieß es, das sei nur ein Modell für Zypern. Nachdem die Revolution ausgeblieben war, setzte sich die Zwangsabgabe als „Blaupause“ durch: Heute bezeichnet sie etwa Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble völlig selbstverständlich als Teil des europäischen Banken-Rettungsprogramms – natürlich bei einer Tagung von IWF und Weltbank. Die neue Schulden-Steuer soll zusätzlich zur Zwangsabgabe im Falle einer individuellen Banken-Pleite kommen. Während die Zwangs-Abgabe von den Bank-Kunden erhoben wird, ist die Steuer von den Steuerzahlern im Rahmen der Steuererklärung abzugeben. In Europa heißt das „Bail-In“ und „Bail-Out“. Die Bail-Ins – also die Enteignung der Bankkunden, soll den Bürger auf eine falsche Fährte schicken: Er soll glauben, dass die Banken selbst zahlen. Doch die Banken haben ihr Geld bei den Schattenbanken angelegt. Dies geschieht in Form von Kunstprodukten, die die Banken für sich selbst geschaffen haben. Man nennt sie Derivate. Die Derivate sind bei der großen Enteignung ausgenommen: Per Gesetz sind sie bei einer Banken-Pleite geschützt.

Enteignung

Die „Schulden-Steuer“, wie der IWF sie wünscht, dient ausschließlich dazu, dass die internationalen Banken befriedigt werden: Sie haben während der Jahre 2007 bis 2011 weiter enorme Risiken aufgebaut. Auch die Schulden-Staaten haben weiter Schulden gemacht. Hinter der Forderung des IWF steckt auch ein handfestes eigenes Interesse. Der Fonds fürchtet um die eigenen, den europäischen Krisenländern zur Verfügung gestellten Finanzmittel. Der IWF hat das Schulden-Kasino in der Euro-Krise massiv unterstützt. Die inzwischen aufgehäuften Schulden in der Euro-Zone in den vergangenen fünf Jahren betragen ca. 500 Milliarden Euro. Bemerkenswert an diesem Konzept ist, dass der IWF nicht sagt, eine Steuer müsse erhoben werden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Der IWF will, dass nach der großen Enteignung weiter Schulden gemacht werden können.

Unglaublich

Jeder Haushalt, der über Vermögen verfügt („positive net wealth“), soll „abgezockt“ werden. Sparbücher, Anleihen, Aktien, Rücklagen für die Renten – alles wird fällig. Die parallel dazu laufenden Bemühungen zur Abschaffung des Bargeldes erklären sich in diesem Zusammenhang selbst. Der IWF ist zuversichtlich, dass die globale „Schulden-Steuer“ erfolgreich umgesetzt werden kann: „Es gibt überraschend viele Erfahrungen mit einer solchen Zwangsabgabe in der Geschichte, auf denen wir aufbauen können. Solche Zwangsabgaben wurden vielfach in Europa nach dem Ersten Weltkrieg erhoben.“
Unglaublich.
Jeder weiß, mit welcher Katastrophe dieses dunkle Kapitel der Geschichte geendet hat.
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