Schülervertretungen und Gewerkschaftsjugend fordern Sanierung des Darmstädter Berufsschulzentrums

Die Schülervertretungen der drei Schulen des Darmstädter Berufsschulzentrums Nord luden
am 13.09.13 gemeinsam mit der DGB- und ver.di-Jugend zu einer Besichtigung des Gebäudekomplexes ein. Geladen waren Presse, Ausbildungsverantwortliche entsendender Betriebe und Vertreter der Fraktionen aus der Stadtverordnetenversammlung.

Bei der Begehung des Zentrums zeigte sich, dass das Gebäude aktuell in einem untragbaren Zustand ist. Aufgrund tropfender, durchhängender und herabfallender Deckenplatten und kaputten Toiletten und Fenster sowie einer nicht funktionstüchtigen Belüftung, forderten Schülervertretungen und Gewerkschaftsjugend eine zeitnahe, vollständige und dauerhafte Sanierung des Berufsschulzentrums.
Die Schülervertretungen (SV) monierten zudem die mangelnde aktive Einbindung der SVen in die Entscheidungsfindungen des Berufsschulzentrums. Schulsprecher Simon Bartonek verdeutlichte, dass Schülerinnen und Schüler das Recht haben, an Entscheidungen und Entwicklungen, die ihre Schule betreffen, beteiligt zu werden.
DGB-Jugendbildungsreferent Sascha Schmidt verwies im Rahmen der nachfolgenden Podiumsdiskussion auf den Umstand, dass der jährlich erscheinende DGB- Ausbildungsreport zeigt, dass eine funktionierende Infrastruktur maßgeblich auf die Ausbildungsqualität Einfluss nimmt.
Die Tatsache, dass Gymnasien massiv von aktiven Elternlobbys profitieren und sich gleichzeitig der bauliche Zustand des Berufsschulzentrums von Tag zu Tag verschlimmert, ist nicht akzeptabel. Das Berufsschulzentrum in seinem jetzigen Zustand führt vor Augen, dass es bisher an Wertschätzung für Schülerinnen und Schüler, aber auch gegenüber Lehrerinnen und Lehrern mangelt. Dabei versuchen alle Betroffenen ihre Schule, in der sie einen Großteil ihrer Zeit verbringen, so lebenswert wie möglich zu gestalten. So richten Schülerinnen und Schüler zuletzt einen freiwilligen Sanitätsdienst ein. „Dieses Engagement, das unter widrigsten Umständen erbracht wird, verdient Wertschätzung!“ so ver.di-Jugendbildungsreferent Gabriel Nyč.
Schulsprecher Christopher Kunkel forderte abschließend, dass der Parkplatz am Nordbad weiterhin kostenfrei bleiben muss. Viele Schülerinnen und Schüler reisen täglich von weit her an und arbeiten in der Regel direkt nach der Schule in den Ausbildungsbetrieben. Die Einschränkung der Mobilität der Schülerinnen und Schüler, kann nicht im Interesse der Stadt liegen. Ganz im Gegenteil: Ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs würde sinnvollere Anreize schaffen, um auf eine Autonutzung zu verzichten.
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