Auslandaufenthalt, Studium, Umzug - Was passiert mit dem Pferd?

Vor dieser Entscheidung stehen viele junge Menschen, vor allem junge Frauen. Als Mädchen oder Teenager liegen sie ihren Eltern in den Ohren, dass sie unbedingt ein eigenes Pferd haben wollen. Irgendwann sind die Eltern weich geklopft und der Vierbeiner steht im Stall. Aber was tun, wenn die Schulzeit vorbei ist und man für ein paar Jahre in eine andere Stadt geht zum studieren oder vielleicht sogar im Ausland studieren möchte? Natürlich könnte man das Pferd verkaufen, aber für die echten Pferdenarren ist dieses meistens keine Option und es gibt auch andere Möglichkeiten.

Die Betreuung des Pferds organisieren

Die wahrscheinlich einfachste und für das Pferd stressfreieste Lösung ist, es im gewohnten Stall zu belassen und die Betreuung dort zu organisieren. Pferde sind Herdentiere und hängen weniger an ihrem Menschen als an ihrer gewohnten Pferdegruppe. Vielleicht findet sich ja auch jemand im Stall, der gerne eine Reitbeteiligung haben möchte und der sich in der Zeit verstärkt um das Pferd kümmert. Auf jeden Fall sollte mit dem Stallbesitzer gesprochen werden, dass der ein Auge auf das Pferd hat. Der Stallbesitzer sollte auch die Erlaubnis haben, im Notfall ohne Rücksprache mit dem Pferdebesitzer, den Tierarzt zu konsultieren, denn manchmal ist sofortiges Handeln lebensrettend.

In vielen Familien gibt es auch mehrere Pferdebegeisterte und man kann vielleicht Bruder oder Schwester oder die Eltern mit in die Verantwortung ziehen. Die monatlichen Kosten für das Pferd laufen natürlich weiter, ohne dass man als Besitzer etwas von dem Pferd hat, darüber sollte man sich vorher im Klaren sein. Einen Teil der Kosten bekommt man evtl. über die Reitbeteiligung zurück, doch dieses sollte nicht Auswahlkriterium für die Reitbeteiligung sein. Wichtiger ist, dass sich eine Person um das Pferd kümmert, der man vertraut und auf die man sich verlassen kann.

Das Pferd zieht um

Wer zum Studieren lediglich in eine anderer Stadt geht, sollte tatsächlich überlegen, ob er sein Pferd nicht mitnimmt. Irgendwo am Stadtrand wird es auch dort schöne Pferdepensionsställe geben, wo der Vierbeiner gut untergebracht ist und man kann sich selber um sein Pferd kümmern. Nach einem anstrengenden Tag an der Uni ist ein Ausritt auf dem Rücken des eigenen Pferdes ein schöner Ausgleich. Lässt einem das Studium nicht so viel Zeit, kann man auch dort versuchen eine Reitbeteiligung zu finden, die dem Pferd noch etwas extra Bewegung und Zuwendung verschafft.

Das klappt vielleicht auch noch, wenn man ins benachbarte Ausland geht. Aber spätestens wenn die Reisepläne nach Übersee gehen, sollte man von der Idee, dass Pferd mitzunehmen, Abstand nehmen. Die Kosten für so einen Transport sind enorm hoch und die Strapazen für das Pferd sehr groß. Ist das Pferd vielleicht auch schon etwas älter, sollte man ihm das nicht mehr zumuten, schon gar nicht, wenn es womöglich in eine andere Klimazone geht.

Ein neues Zuhause für das Pferd suchen

Natürlich ist es sehr schwer sein geliebtes Pferd zu verkaufen, aber manchmal erfordern es die neuen Lebensumstände. „Auch ich musste mich schon von Pferden trennen, die mir sehr ans Herzgewachsen waren, aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden“ so Raimund Nitsche der Firma Kristallkraft Pferdefutter aus Gülden. Dem Pferd geht es dann vielleicht sogar besser, weil es zu Menschen kommt, die viel Zeit für ihn haben. Man denkt immer, nur man selber kann sich gut um sein Pferd kümmern, aber es gibt noch viele andere Pferdenarren, die sich auch gut um ihre Tiere kümmern.

Wer die Option zeitig in Erwägung zieht, hat es in der Hand, wohin das Pferd verkauft wird und kann sich die neuen Besitzer und das neue Zuhause vorher genau ansehen. Auch wenn die Devise meistens „Platz vor Preis“ heißt, kann man das Geld doch gut für den neuen Lebensabschnitt gebrauchen. Außerdem fallen die monatlichen Stallkosten, sowie die Tierarzt- und Hufschmiedkosten weg. Gerade im Studium ist das Geld ja häufig recht knapp.
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