Handgemachte Geschenke für Weihnachten

Sieben Monate herrschte reges Treiben im Kreativraum des Caritas Beschäftigungsprojektes in der Sturzstraße sowie in den Räumen der Caritas Tagesstätte: es wurde genäht, geschneidert, geölt, Glückwunschkarten und Mobiles gestaltet, Seidentücher koloriert, Holzdekorationen, Fensterdekos und Baumschmuck hergestellt. Nun werden die wunderschönen handgefertigten Arbeiten im CaféLaden und auf Basaren verkauft. So auch seit mehr als zehn Jahren an zwei Tagen in der Adventszeit im Darmstädter Gesundheitsamt und in der Deutschen Bank Frankfurt.

Die Männer und Frauen, die mit viel Kunstfertigkeit diese schönen Geschenke hergestellt haben, verbindet ihre gemeinsame Lebenssituation: sie sind psychisch krank. Einer regelmäßigen Erwerbstätigkeit können sie aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung nicht nachgehen.

Caritasdirektor Franz Josef Kiefer ist über dieses offene Angebot von Beschäftigung und Arbeit, das seit 14 Jahren vom Caritasverband Darmstadt angeboten wird, sehr froh. „Gerade bei psychisch kranken Menschen ist die Gefahr der Vereinsamung sehr groß, daher ist das Beschäftigungsprojekt eine gute Gelegenheit, sich behutsam und unverbindlich an die Hilfen heranzutasten, die der Caritasverband anbietet. Unsere Besucherinnen und Besucher können hier ihre Belastungs- und Leistungsfähigkeit erproben und fördern. Das Zusammensein und das Gefühl, eine Aufgabe und ein Ziel zu haben stützt, verbessert die Lebensqualität und vermindert die Isolation.“
Die Besucher werden von erfahrenen Diplom Sozialpädagogen und Sozialarbeitern sowie Ergotherapeuten angeleitet und betreut. „Durch diese intensiven Kontakte können sich die Besucher körperlich wie auch psychisch stabilisieren. Krisen und Problemsituationen können oftmals bereits im Vorfeld abgewendet und verhindert werden, sodass Klinikaufenthalte stark verringert bzw. ganz vermieden werden können,“ berichtet Caritas Mitarbeiterin Maria Werner-Zahn.
Ohne Anmeldung und ohne Verpflichtung können die Betroffenen kommen und ihren Tag in Gemeinsamkeit mit anderen Menschen besser und sinnvoller strukturieren.

Die Erfahrung, selber Leistungen zu erbringen, mit denen man Geld verdienen kann (die Bezahlung liegt im Taschengeldbereich) stärkt das oft angeknackste Selbstbewusstsein und kann schon ein erster Schritt zu Heilung und Genesung sein.

Wer noch kleine Geschenkartikel für die Weihnachtszeit benötigt, der findet die handgefertigten Produkte im CaféLaden, Dieburger Straße 42, Geöffnet: Mo - Fr: 10:30 - 18:00 Uhr.


Kontakt:

Gemeindespsychiatrisches Zentrum (GPZ)
Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle
Sturzstraße 9
Tel.: 06151 60960
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