Meile der Menschlichkeit erreicht viele Passanten

Auch der künftige Bischof von Mainz, Prof. Dr. Peter Kohlgraf, zählte zu den Besuchern der Meile der Menschlichkeit und nahm sich am Stand des Caritasverbandes Zeit für ein Gespräch mit Dienststellenleiterin Gudrun Schneider. (Foto: Katholisches Dekanat Darmstadt)
Rund 100 Menschen nahmen sich am Stand des Caritasverbandes Darmstadt auf der Meile der Menschlichkeit Zeit, um über das Thema Armut zu sprechen.

Bei bestem Wetter herrschte am Freitag auf der Wilhelminenstraße ein reges Treiben. Auf dem Sprung ins nächste Café oder Geschäft hielten viele für einen kurzen und manche auch für einen längeren Moment inne, weil sie mit Caritasmitarbeiterinnen und –mitarbeitern am Caritasstand auf der Meile der Menschlichkeit ins Gespräch kamen.

Neben dem Caritasverband Darmstadt stellten weitere 19 christliche Wohlfahrtsverbände und soziale Einrichtungen der Kirchen am vergangenen Freitag ab 15 Uhr auf der Wilhelminenstraße ihre Arbeit vor und wandelten diese zu einer Meile der Menschlichkeit, welche die siebte Nacht der Kirchen eröffnete.

„Ich war erstaunt, wie viele Menschen spontan bereit waren, einen Kommentar zum Thema Armut am Stand aufzuschreiben“, so Gudrun Schneider, Dienststellenleiterin von der Allgemeinen Lebensberatung in Darmstadt. Sie und ein Team hatten viel Zeit und Mühe in die Organisation des Messestandes des Caritasverbandes Darmstadt investiert. „Es war für uns alle etwas ganz Neues und wir wussten nicht, lassen sich die Passanten auf Gespräche ein oder nicht.“

Umso größer die Freude, dass sich viele ganz spontan die Zeit nahmen, über die Facetten der Armut nachzudenken. „Ausgrenzung, keine Arbeit, Einsamkeit, Verzicht auf Klassenfahrten und lügen müssen oder früher waren wir auch arm und es ging, dies sind nur wenige Beispiele aus über 100 unterschiedlichen Kommentaren, die Männer und Frauen am Stand aufgeschrieben haben.“

Mancher Passant suchte auch einen fachlichen Rat, weil er von Armut betroffen ist und Hilfe braucht. „Ihnen haben wir den Besuch in unserem Caritaszentrum in der Wilhelm-Glässing-Straße 15-17 empfohlen. Dort können wir in Ruhe Hilfeangebote besprechen, denn dort sind wir für Menschen in Notlagen und schwierigen Lebensphasen als Ansprechpartner da.“

Ein Gewinnspiel gab es auch noch. Daran nahmen 95 Personen teil. Erster Preis: Eine Übernachtung für zwei Personen im Hotel Karolinger Hof in Lorsch. Die glücklichen Gewinner wurden am Abend gezogen.
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