Sabine Heckmann und Oliver Schiele leiten Schweizerhaus und Haus Elim

Seit 25 Jahren arbeitet Sabine Heckmann beim Caritasverband Darmstadt. Die Diplom Sozialpädagogin begann im Gemeindepsychiatrischen Zentrum in Darmstadt Menschen mit psychischen Erkrankungen mit professioneller Hilfe durch schwierige Phasen zu begleiten. Diese Arbeit hat sie gefesselt und sie ist diesem Arbeitsfeld all die Jahre über treu geblieben. Verändert haben sich lediglich die Einsatzorte: 2009 folgte der Wechsel in das Gemeindepsychiatrische Zentrum in Griesheim, wo sie drei Jahre später die stellvertretende Leitung übernahm. Die neuen Herausforderungen wurden gut gemeistert, so dass Sabine Heckmann nun zum 1. Februar die Dienststellenleitung des Caritaszentrums Schweizerhaus in der Mühltalstraße 35 in Darmstadt-Eberstadt übernommen hat.

Ein elfköpfiges Team bietet die Hilfebausteine Betreutes Wohnen, Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle und Tagesstätte an. Dort stehen derzeit 23 Plätze zur Verfügung, um psychisch kranke Menschen zu begleiten und sie in ihrer individuellen Entwicklung zu fördern. „Neben den üblichen Angeboten einer Tagesstätte haben wir mit unserer Polsterei und unserem Upcycling noch zwei Spezifika, die gerade von unserem recht jungen Klientel gerne genutzt werden“, so die 56-jährige gebürtige Pfälzerin, die sich darüber freut, dass ab April sechs weitere Tagesstättenplätze zur Verfügung stehen werden. Viele der Klientinnen und Klienten der Tagesstätte arbeiten auch im Darmstädter Caritas Bistro D 42. „Die Arbeit dort macht ihnen Spaß, sie blühen mit der Aufgabe richtig auf, denn gute Beschäftigung bringt Selbstvertrauen. Man kann beobachten, wie sich manch einer immer mehr zutraut. Es gibt sehr viele positive Rückmeldungen durch die Kundschaft, das tut allen gut.“
Auch Klienten aus dem Haus Elim arbeiten im Bistro in der Küche und im Service. Im Haus Elim, Alte Darmstädter Straße 9 in Mühltal-Trautheim, finden psychisch kranke Menschen nach Krankenhausaufenthalten in der Regel für zwei bis drei Jahre ein neues zu Hause. 20 Menschen können in der unter Denkmalschutz stehenden Jugendstilvilla und im Pavillon, einem Nebengebäude, ihrem Leben eine neue Richtung geben. Dazu steht ein 19-köpfiges Team für eine 24 Stunden Betreuung zur Verfügung. Leiter dieses Teams ist seit Februar dieses Jahres der Diplom Sozialarbeiter Oliver Schiele, der das Haus schon während seines Studiums 1999 durch den Dienst in der Nachtbereitschaft kennenlernte. 2003 absolvierte der heute 42jährige sein Anerkennungsjahr im Haus und übernahm 2012 die stellvertretende Leitung. Somit sind ihm das Haus und die Probleme der Menschen, die darin eine Zuflucht suchen, bestens vertraut.

„Gruppenangebote und Einzelfallhilfe sind für die Menschen, die hier wohnen sehr wichtig, ebenso eine sinnstiftende Beschäftigung“, so der gebürtige Ravensburger. Viele finden diese in der Tagesstätte des Schweizerhauses. Durch die intensive Begleitung und Betreuung in der Tagesstätte und im Haus Elim sowie die Ermunterung zu neuen Schritten, erlernen die im Durchschnitt zwischen 20 und 40 Jahre alten Menschen Selbstständigkeit und die schrittweise Übernahme von mehr Verantwortung für das eigene Handeln. Wenn das Leben in der Gemeinschaft den Menschen genügend Halt, Sicherheit und Stabilität gegeben hat, leben manche nach dem Auszug in einer eigenen Wohnung. Manche brauchen auch danach noch weitere Betreuung. Dies gelingt durch das Angebot des Betreuten Wohnens oder den Einzug in eine Wohngruppe, so zum Beispiel im Caritaszentrum Schweizerhaus. Durch die enge Kooperation der beiden Caritas Einrichtungen können für die Klienten sehr passgenaue und individuelle Hilfepläne erstellt werden. Daher verstehen sich die beiden neuen Leitungen auch als enges Team, die sich gegenseitig vertreten und gemeinsam neue Angebote entwickeln möchten.
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