WLAN-Krieg auf der „IT & Media“?

IT & Media in der Zeit vom 24.-25. April 2013
 
Webinterface vom NAS-Server
 
FTP-Zugang mit Browser
In der Zeit vom Mittwoch, den 24. bis Donnerstag, den 25. April 2013 findet im Darmstädter Kongresszentrum „Darmstadtium“ wieder die Fachmesse „IT & Media“ statt. Nun schon zum zweiten Mal in Folge. Im letzten Jahr nahmen mehr als 2.200 Besucher und 224 Aussteller teil, gab es 46 Vorträge. Interessierte Besucher können sich auf dem Portal „IT & Media“, zu finden im Internet unter der Webadresse www.itandmedia.de, kostenlos registrieren und eine kostenlose Eintrittskarte für die Dauer von zwei Tagen ausstellen und mittels des heimischen PCs und Druckers ausdrucken lassen!

Das „Smart Home“ mit FRITZ!

Kennen Sie FRITZ!? Falls nicht, so sollten Sie ihn unbedingt als Freund und Helfer in Ihren Freundeskreis aufnehmen. Aber nur als Alter Ego! Wenn Sie gelegentlich oder öfters Computerspiele oder Spiele im Internet spielen, dann wissen Sie, dass es sich bei einem Alter Ego um eine Kunstfigur, d.h. um das zweite Ich im Spiel handelt. Demzufolge kann FRITZ! Ihnen nur als ein kleiner Roboter, d.h. als ein sachkundiger und kompetenter Helfer zu vielen Sachverhalten (DSL-Router, WLAN-Router, Fax-Server, FTP-und NAS-Server), dienlich sein. FRITZ! verdankt seine Existenz dem Marktführer AVM für DSL-Router und ist sehr fortschrittlich. Das Neueste was FRITZ! zu bieten hat ist das sogenannte „Smart Home“, das intelligente, clevere, schlaue, pfiffige Heim, Zuhause. Zurzeit beschränkt sich das „Smart Home“ von FRITZ! allerdings nur auf einen über DECT-Funk gesteuerte, d.h. über das lokale Netzwerk oder das Internet ein- und ausschaltbaren Steckdosenadapter, der einfach in die betreffende „Schuko“-Steckdose gesteckt und mittels der FRITZ!Box programmiert wird.

FRITZ!NAS macht nicht nass

Interessant ist aber auch der sogenannte FRITZ!NAS-Server. Aber keine Angst bei dem NAS-Server wird niemand nass. „NAS“ ist die Abkürzung für „Network attached Storage“, d.h. um einen am lokalen Netzwerk oder Internet angeschlossenen bzw. angebundenen Speicher. Dabei handelt es sich im Falle der FRITZ!Box und dem FRITZ!NAS-Server um einen ansteckbaren USB-Speicherstick oder eine ansteckbare externe USB-Festplatte.

Da die FRITZ!Box aber eben nicht nur als DSL-Router, sondern auch als WLAN-Router arbeitet, lässt sich der FRITZ!NAS-Server auch über WLAN, d.h. als sogenannter „Hot Spot“ im Sinne eines „Wireless Access Point“ drahtlos verfügbar machen, sodass der FRITZ!NAS-Server auch von außen über WLAN erreichbar ist. Wenn die FRITZ!Box auch als DSL Route an das Internet angeschlossen ist, dann lässt sich der NAS-Server auch über das Internet erreichen. Beispielsweise über eine so genannte dynamische IP-Adresse oder über MyFRITZ! als eigene Datenwolke „MyFRITZ!Cloud“.

Aber es gibt noch eine weitere Besonderheit! Da der FRITZ!NAS-Server mit dem in das Dateisystem der FRITZ!Box eingebundenen USB-Speicherstick mit dem FTP-Server verbunden ist, kann man auch mittels des Dateiübertragungsprotokolls „FTP“ (File Transfer Protocoll) wie folgt auf den FRITZ!NAS-Server zugreifen:

https://itandmedia.sytes.net/nas/ oder

ftp://itandmedia.sytes.net.

Der Benutzername lautet „itandmedia“ und das Kennwort „itmediada“ (alles ohne Anführungszeichen).

Nicht drin, was außen drauf steht?

Es ist nicht drin, was außen auf der Verpackung aufgedruckt ist, könnte man sagen. Eine Mogelpackung sozusagen. Das ist ähnlich wie beim Privaten Fernsehen. Das Geschäftsprinzip beim Privaten Fernsehen ist nicht der anspruchsvolle Inhalt, d.h. das anspruchsvolle Fernsehprogramm, sondern die Werbeeinnahmen, die sich mittels einer hohen Einschaltquote maßgeblich steigern lassen. Ähnlich ist es offensichtlich bei der „IT & Media“. Nicht die Interessen der Aussteller, Vortragsteilnehmer und Besucher stehen im Vordergrund, sondern das Geldverdienen. Im Umfeld einer alternativlosen (Wirtschafts-) Politik durch die Bundesregierung, in der die soziale Marktwirtschaft klammheimlich abgeschafft wurde (Stichwort Finanzkrise), dürfen die Aussteller offensichtlich nicht mit ihrem eigenen, preiswerten UMTS-Stick drahtlos ab 0,99 Euro pro Tag für die Tagesflat z.B. bei der Billiganbietertochter „congstar“ der Deutschen Telekom AG mit bester D-Netz-Bandbreite ins Internet gehen, sondern nur über den kostspieligen Onlinezugang des Darmstädter Kongresszentrums! So als könnte man mit diesen Einnahmen das Kongresszentrum vor der Subventionierung durch den Darmstädter Steuerzahler bewahren.

Auch der Betrieb des eigenen WLAN in Form eines „Wireless Access Point“ („Hot Spot“) soll den Ausstellern untersagt sein, da man mit dem eigenen WLAN das WLAN des Kongresszentrums stören würde. Dabei muss man im Falle der gegenseitigen(!) Störung nur den entsprechenden Funkkanal wechseln oder einen langsameren Übertragungsstand mit höherer Reichweite wählen. Aber davon will der Veranstalter nichts wissen, da das Profitinteresse offensichtlich höher angesiedelt ist als das im Grundgesetz garantierte Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und das Recht auf freie Meinungsäußerung (auch im Internet). Es gibt nämlich kein Gesetz in der Bundesrepublik, der einem interessierten Anwender den Betrieb eines kostenlosen WLAN nebst eigenen „Hot Spot“ verbietet!

Niemand kann für sich, seine eigenen vier Wände, sein Grundstück oder eine Immobilie die Lufthoheit für sich reklamieren und Dritten verbieten. Natürlich muss sich der Anwender eines WLAN Hot Spots an die gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der Funkstrahlung halten, aber das ist natürlich durch die entsprechende Hardware mit CE-Zeichen gewährleistet. Probleme mit der sogenannten „Störerhaftung“ gibt es auch keine, solange der Besucher der WLAN-Wolke nicht mit dieser ins Internet gehen bzw. unautorisierte Contents über diese verbreiten kann.

Mobilisierung der WLAN-Reservisten

Wenn Ihnen lieber Besucher, IT-Anwender und freiheitsliebender Bundesbürger die im Grundgesetz garantierten Freiheitsrechte wichtig sind, dann machen Sie doch einfach mit. Konfigurieren Sie Ihre FRITZ!Box als WLAN-Repeater, schließen Sie diese an zwei Batteriepacks von je 4 x 1,5 Volt und zusammen 12 Volt als Stromversorgung an, und packen Sie das Ganze in Ihren Rucksack oder in die Aktentasche. Die beiden in Reihe verdrahteten Batteriepacks mit insgesamt 8 Mignon AA-Batterien, die es übrigens preiswert z.B. im ALD-Süd oder beim Lidl gibt, sind nicht größer als zwei Schachteln Zigaretten, kosten also zusammen mit den beiden Batteriegehäusen und einem Stromversorgungsstecker so um die 10 Euro. Selbstverständlich können Sie auch wiederaufladbare Akkus verwenden. Wenn Sie mit dem Ganzen dann an einem der beiden Messetage die IT & Media besuchen, dann sind einer der ersten mobilen Hot Spots der Welt. Und das im provinziellen Darmstadt!

Selbstverständlich können Sie Ihre als WLAN-Repeater konfigurierte FRITZ!Box auch weiterhin ganz normal als DSL-Router verwenden und zu Hause im Garten oder auf dem Balkon als WLAN-Verstärker oder NAS-Server einsetzen und über den integrierten FRITZ!Mediaserver auch Videos auf den Notebook, Netbook oder das Smartphone streamen! -

Mitmachen als mobiler WLAN-Repeater lohnt sich

Überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund, und lassen Sie sich belohnen. Jeder, der mit seinem FRITZ!Box WLAN-Repeater auf einem der beiden Messetage auf der IT & Media präsent ist, bekommt als Belohnung zwei IT-Lehrgänge „Multimedia-Experte“ und „Cloud-Computing-Experte“ nebst Zertifikat geschenkt! Inklusive entsprechender Lernvideos! Ein Rechtsanspruch kann leider nicht gewährt werden.

Rechtsanwalt oder Medien-/IT-Fachanwalt gesucht

Das Thema „Hot Spot“, „Wireless Access Point“, „WLAN-NAS-Server“, „Cloud Computing“, „Private oder Public Cloud“ soll auch medienrechtlich, zivilrechtlich, verfassungsrechtlich und strafrechtlich durchleuchtet werden. Wenn Sie das als Rechtsanwalt oder Medien-/IT-Fachanwalt interessiert, und Sie gern mitarbeiten möchten, so melden Sie sich bitte beim Autor. -

Fazit

Die schnelle Entwicklung von Tablet-PCs und Smartphones sowie des Internets sorgt dafür, dass sich viele Dinge im Bereich Hard- und Software ändert. FTP-/NAS-Server, Multimedia-Streaming, WebDAV-Server, USB-Webserver, Web OS Desktop mit Windows-ähnlicher Benutzeroberfläche für Text, Tabelle, Präsentation, Messenger, FTP-Client, Up- and Download-Schnittstelle, Smart Home usw. gibt es heutzutage für jeden interessierten Anwender. Und zwar kostenlos. Beispielsweise u.a. auf der FRITZ!Box, aber nicht nur.

Für die Berliner Funkausstellung IFA, der CeBit in Hannover aber auch der IT & Media in Darmstadt bedeutet dies, dass man mit der Zeit gehen und Schritt halten sollte. Zukünftige Messen, Kongresse, Hausausstellungen und Seminare werden bei den jungen Leuten nur noch dann einen nennenswerten Zuspruch finden, wenn man schon im Vorfeld dieser Veranstaltungen mit seinem Tablet-PC oder Smartphone bequem von zu Hause aus oder von unterwegs an einem virtuellen Messerundgang oder einem virtuellem Besuch der Aussteller teilnehmen kann.

Hinzu kommt dann noch in den nächsten Jahren die sogenannte Indoor-Navigation von Google, die den interessierten Messebesucher automatisch zum Stand des Ausstellers führt. Wenn sich der Messebesucher dann auch noch die sogenannte Google-Brille „Google Glass“ aufsetzt, dann kann er sich direkt vor Ort am Messestand auch noch entsprechende Videoclips des Ausstellers einblenden lassen oder aber auch das Verkaufsgespräch zu Zwecken der Beweissicherung beim späteren Abfassen des Kaufvertrags aufzeichnen. Dann wird es aber auch die Anti-Google-Brille geben, die mittels integrierter Infrarot-LEDs die „gegnerische“ Kamera im Google-Brillengestell blendet und das aufgezeichnete Video unbrauchbar macht.

Der zuvor genannte WLAN-Hotspot mit dem NAS-Server ist dann u.a. die selbstverständliche Schnittstelle zwischen Besucher und Aussteller. Veranstalter, die diese Technik untersagen und damit sabotieren oder gar nicht erst verwenden, werden vom Besucher durch Abstinenz, d.h. Abstimmung mit den Füßen, gnadenlos abgestraft. Und das ist gut so. Es hat sich noch nie ausgezahlt, stur, uneinsichtig und kompromisslos zu sein, sich der Technik in den Weg zu stellen. Schließlich wusste schon Julius Cäsar sich machtvoll durchzusetzen und zwar durch Teilen und Herrschen. -
1 Kommentar
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Michael Mattis aus Darmstadt | 28.07.2014 | 15:26  
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