Aus dem Leben eines Dopingfahnders

Sven Laforce mit Teilnehmern.

Die Schattenwelt des Leistungssports

Sven Laforce ist schon seit 20 Jahren als Dopingkontrolleur bei Weltmeisterschaften und Olympiaden unterwegs. Doping ist und bleibt ein weltweites Problem. Am Aufstieg und Fall des Radsportlers Lance Armstrong zeigte er den Schülern der Abschlussklassen, welch riesiges System Armstrong aufgebaut hat, um über Jahre hinweg nicht überführt zu werden. Und natürlich geht es im Leistungssport nicht nur um Medaillen, sondern auch ums Geschäft und um das Geld verdienen.

Bei der letzten Olympiade konnten 12 Sportler bei 4000 Stichproben überführt werden. Insgesamt nahmen aber fast 10000 Sportler an diesem Ereignis in Rio teil. Trotz optimierter Technik in Laboren, der Sportler, der als gesunder Mensch sich Medikamente zuführt, die eigentlich für Kranke sind, dopt. Eindrucksvoll schildert Laforce, wie selbst einfache in der Drogerie erhältliche Arzneien aufpuschen und sportliche Leistungen verfälschen.
Die Methoden der Überprüfung einer Urinprobe sind für beide Seiten (Sportler wie Kontrolleur) nicht einfach. Er muss beim Wasserlassen klare Sicht auf das Befüllen des Bechers haben, damit eine Manipulation ausgeschlossen ist. Großes Interesse weckten die Nahrungsergänzungsmittel (NEM) bei den Schülern. Überall erhältlich und natürlich wird dem Sportler hier das Optimale versprochen. Mit NEM wird versucht, den menschlichen Stoffwechsel mit Nähr- und Wirkstoffen zu versorgen, die im Grenzbereich zwischen Arznei- und Lebensmitteln einzuordnen sind. Mineralstoffe, Vitamine, Antioxidantien, Kreatin Eiweiß oder Aminosäuren können auch schädlich sein. Die Menge ist entscheidend. Sportler die dopen wollen den unbedingten Erfolg. Das heißt sie nehmen keine Rücksicht auf Folgeschäden. Auch die komplette Freigabe von Dopingsubstanzen wurde diskutiert. Aber wer möchte schon solche Vorbilder und Sportler sind es in dieser medialen Welt, so Laforce.

Fairplay und Gesundheit das sind sie Werte die den Sport tragen!
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