Jamie MacLaren - das Warten auf die Chance

Fußball. Im Sommer verpflichtete der Bundesliga-Absteiger mit Jamie MacLaren ein wahres Top-Talent aus Australien. Der 24-jährige Angreifer, der nach sehr erfolgreichen Jahren in Australien nun in Deutschland sein Glück versucht, muss sich bislang allerdings gedulden und wartet noch auf seine Chance unter Trainer Torsten Frings, um seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Doch diese Geduld scheint der junge Aussie aufzubringen - MacLaren will seine Chance nutzen, wenn er sie denn bekommt.

Im Sommer setzte sich der SV Darmstadt 98 im Kampf um die Verpflichtung von MacLaren gegen mehrere namenhafte Konkurrenten durch. Unter anderem soll der 1. FC Kaiserslautern ernsthaft an einem Transfer interessiert gewesen sein, doch der junge Angreifer entschied sich laut eigener Aussage vor allem wegen Torsten Frings für die Lilien.
Nach nunmehr knapp fünf Monaten in Darmstadt hat MacLaren noch nicht die erhoffte Gelegenheit von Frings bekommen, um sein Können zu präsentieren. Bislang kam es beim Australier stets nur zu Kurzeinsätzen, welche bislang ohne Torbeteiligung endeten. Dass MacLaren aber weiß, wo das Tor steht, beweist seine Vergangenheit in der A-League in Australien. In der Liga hatte er in 87 Partien insgesamt 47 Treffer erzielt - eine famose Quote für den Angreifer. Doch in der Zweiten Bundesliga muss sich MacLaren noch gedulden, bis er endlich auch im Trikot der Lilien erfolgreich vor dem gegnerischen Tor wird.

Dabei hat der Aussie einige Hürden überwunden und viele Strapazen auf sich genommen, um in Deutschland für den SV 98 spielen zu können. Nicht nur seine Familie und Freundin musste er in Australien zurücklassen, sondern es war auch ein kompletter kultureller Wandel. Nachdem er in England bereits einmal erfolglos sein Glück im europäischen Fußball gesucht hatte, will er bei den Lilien einen neuen Anlauf warten. Der 1,79 Meter große Angreifer überzeugt durch Technik und Quirligkeit, musste sich bislang aber hinter den robusteren Konkurrenten im Angriff (Sobiech und Platte) anstellen. Eventuell probiert es Frings in Zukunft auch einmal mit Doppelspitze, sodass MacLaren neben einem der robusteren und größeren Angreifer mit seinen technischen Fähigkeiten torgefährlich werden kann.

Der junge Australier kennt den Qualitätsunterschied zwischen den australischen und den deutschen Ligen. Deshalb blieb MacLaren bislang auch stets geduldig und abwartend, in der Hoffnung, irgendwann doch die Chance von Trainer Frings zu bekommen, sich in der Startelf wiederzufinden. Die Zukunft wird zeigen, ob Frings dem Aussie diese Chance geben wird und ob der Angreifer es beim zweiten Versuch schaffen wird, in Europa glücklich zu werden. Aus Sicht der Darmstadt-Anhänger wäre es natürlich wünschenswert, dass MacLaren beim SV 98  glücklich wird und er den Lilien mit einigen Treffern helfen kann.
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