Last-Minute-Extase in der Lilienhölle

Riesenjubel bei den Lilien: Sirigu wird in der Nachspielzeit der gefeierte Held der Lilien. (Foto: Gido Heß)
 
Großes Durcheinander beim Eckball der Eintracht. Doch wie so oft sind die Lilien Herrscher der Lüfte und können auch diesen Eckball klären. (Foto: Gido Heß)
Fußball. Der SV Darmstadt 98 hat dank eines Treffers von Joker Sandro Sirigu in der Nachspielzeit das Hessenderby gegen Eintracht Frankfurt mit 1:0 (0:0) gewonnen. Dabei sah es lange Zeit nach einem torlosen Unentschieden aus, ehe die Stunde des erst 10 Minuten zuvor eingewechselten Sirigu schlug. So endete das erste Spiel der im neuen Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor direkt mit einem Sieg im Derby für die Lilien.
Trainer Norbert Meier nahm im Vergleich zur Auftaktniederlage beim 1. FC Köln einige Veränderungen in der Startelf vor. So rückte Jungwirth für Fedetskyy auf die rechte Abwehrseite Niemeyer kehrte für Kleinheisler nach auskurierter Verletzung in die Startformation zurück und Neuzugang Bezjak startete überraschend neben Schipplock für Vrancic als zweite Sturmspitze. Das Spiel war allerdings nur auf den Rängen hitzig, während auf dem Spielfeld oft nur Leerlauf zu sehen war. Die Eintracht hatte den Ball, konnte sich gegen das dichte Abwehrbollwerk der Lilien aber nicht durchsetzen. Nach etwa einer halben Stunde gab es dann zumindest einen Hauch von Torgefahr, als nach einem Freistoß von Gondorf Bezjak den Ball mit der Hacke auf das Tor von der Eintracht hob. Erst in der 39. Spielminute kamen die Adler das erste Mal trotz drückender Überlegenheit in der Ballbesitzquote gefährlich vor das Tor von Darmstadts Torwart Michael Esser, doch Höhn fälschte den gefährlichen Schuss von Huszti entscheidend ins Toraus ab. Die größte Chance des Spiels vergab Chandler für die Frankfurter, doch Holland klärte dessen Versuch aus kürzester Distanz auf der Linie. Kurz darauf (41.) parierte Esser per Fußabwehr grandios gegen Hrgota, sodass es zur Pause beim für die Darmstädter schmeichelhaften 0:0 blieb.
Nach dem Seitenwechsel ging die Partie ähnlich weiter wie in Durchgang eins. In der 55. Spielminute hatte der oft glücklose Ben-Hatira mit einem Kunstschuss die Führung für Darmstadt auf dem Fuß, doch sein Heber aus knapp 40 Metern landete auf dem Tornetz. 20 Minuten vor dem Ende kämpfte sich erneut Ben-Hatira im Strafraum durch, doch sein Abschluss landete am Außennetz. Rund 10 Minuten später parierte Esser einen Drehschuss von Blum hervorragend und auch in der 85. Minute fand Gacinovic per Distanzschuss in Esser seinen Meister.
Als das ganze Stadion sich dann schon auf ein Unentschieden eingestellt hatte, geriet das Stadion auf einmal in völlige Extase. Sirigu hatte auf der rechten Seite den Ball behaupten können und kurz darauf lag er jubelnd in den Armen von Teamkollege Florian Jungwirt. Eine Flanke, die wie er selbst in Interviews verriet, bei Gondorf landen sollte, fand den Weg in den Winkel des Frankfurter Tores. Und wenige Sekunden später hätte Schipplock beinahe noch das 2:0 erzielt, denn der Stürmer des SVD sprang in einen Abschlagsversuch von SGE-Keeper Hradecky du der Ball flog nur wenige Zentimeter am Gehäuse der Eintracht vorbei. Danach war dann Schluss und die Lilien durften den ersten Sieg der noch sehr jungen Bundesligasaison im zweiten Spiel bejubeln.
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