Lilien auf der Suche nach der Spur

Fußball. Am Ende standen die Lilien zum dritten Mal in Folge mit leeren Händen da. Trotz Leistungssteigerung in der Defensive musste sich der SV 98 am Ende bei Tabellenführer Fortuna Düsseldorf unglücklich mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Nach dem Spiel warf Coach Torsten Frings zwar ein, dass man einen Punkt verdient hätte - dennoch war seine Mannschaft noch weit davon entfernt, in die Erfolgsspur zu finden.

Immerhin hatte die defensive Stabilität deutlich zugenommen und mit Ausnahme des frühen Kopfballtreffers der Fortunen, welcher am Ende die gesamte Partie entscheiden sollte, lies die Abwehrreihe der Lilien nur sehr wenig aus dem Spiel heraus zu. Somit kassierte das Team von Trainer Frings seit Wochen zum ersten Mal "nur" ein Gegentor und nicht wie zuletzt regelmäßig zwei, drei oder sogar noch mehr. Das Manko war am Freitagabend eine oft einfallslose Offensivleistung und dazu eine schwache Chancenverwertung - insofern denn welche vorhanden waren. Kapitän Sulu hatte direkt nach dem frühen Nackenschlag durch Kujovic den Ausgleich auf dem Kopf, doch Fortuna-Keeper Wolf konnte auf der Linie noch parieren. Nach einer erschreckend schwachen Anfangsphase fanden die Lilien immer besser in die Partie, doch zwingende Großchancen sprangen dabei nicht heraus. In der zweiten Halbzeit hatte Rosenthal die größte Chance zum Ausgleich, doch der Angreifer vergab freistehend und verfehlte das Tor von Düsseldorf knapp. Insgesamt war viel zu wenig Bewegung im Angriffsspiel der Lilien und es fiel vor allem auf, dass durch eigenes Meckern viel Zeit verloren ging. Besonders die Routiniers Aytac Sulu, Hamit Altintop und Kevin Großkreutz nahmen oft das Tempo aus dem Spiel der Lilien heraus, sodass kein temporeiches Offensivspiel entstehen konnte. Großkreutz war zum wiederholten Male oftmals für einen Bruch in der eigenen Vorwärtsbewegung verantwortlich, da er mit vielen individuellen Fehlern und einigen Fehlpässen mehrere Angriffsbemühungen seiner eigenen Mannschaft unterband. Sulu und Altintop waren oft viel zu bezogen auf den Schiedsrichter, anstatt das Spiel schnell zu machen und Entscheidungen des Referees einfach hinzunehmen.

Überzeugen konnte erneut Yannick Stark, der im rechten Mittelfeld agierte und ein Ruhepol im Darmstädter Spiel war. Er konnte durch Zweikampfstärke überzeugen; den finalen Pass in die Spitze fand der gebürtige Darmstädter aber auch nur sehr selten. Vor dem Heimspiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten Holstein Kiel am kommenden Samstag sollte sich Torsten Frings Gedanken machen, ob mancher Routinier vielleicht mal eine Pause gegönnt werden sollte und dafür spritzigere Spieler eine Chance in der Startformation erhalten sollten. Akteuere wie MacLaren oder Bezjak brennen auf Einsatzzeiten und könnten mit ihren technischen Fähigkeiten gewiss mehr Sicherheit und offensive Spritzigkeit in das Darmstädter Spiel hineinbringen.
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