Lilien vor Herkulesaufgabe in der Rückrunde

Fußball. Mit einer 0:2-Niederlage bei Hertha BSC Berlin hat sich der SV Darmstadt 98 in die Winterpause verabschiedet. Die Pleite in der Hauptstadt war die achte in Folge, sodass in der Winterpause ein gewaltiger Umbruch in der Mannschaft der Südhessen geschehen muss. Denn der Abstand auf das rettende Ufer beträgt bereits acht Punkte, sodass der Tabellenletzte aus Darmstadt wahrhaftig ein Wunder vollbringen muss, um den Klassenerhalt noch zu bewältigen.
Der Trainerrauswurf von Norbert Meier brachte war in der Spielweise Fortschritte, denn Interimscoach Roman Berndroth brachte die altbekannten Tugenden in die Mannschaft zurück. Und dennoch wurde vor allem im Spiel gegen Berlin deutlich, dass die Lilien von den taktischen und spielerischen Anlagen nichts in der Bundesliga verloren haben. Kämpferisch konnten die Südhessen zwar sogar gegen den Rekordmeister FC Bayern mithalten, doch spielerisch fehlt es auf allen Positionen an Geschick und der notwendigen Begabung. Dies fällt vor allem im Offensivspiel auf, da Chancen für die Lilien doch eher ein Zufallsprodukt als herausgespielte, geplante Angriffsaktionen sind. Dazu kommt noch, dass der SV 98 bereits seit dem 27. November torlos ist.
In der Winterpause kommt also einiges an Arbeit auf den neuen Trainer der Lilien zu. Wer letztendlich der neue Chefcoach der Lilien wird, ist offiziell noch unklar. Dennoch unterstrich Präsident Fritsch, dass bis zum Trainingsstart am 3. Januar ein neuer Trainer präsentiert wird. Zudem sollten sich die Verantwortlichen des SV Darmstadt um neue Offensivkräfte kümmern, denn die Angreifer Colak, Schipplock und Bejzak konnten bislang nicht ansatzweise in die Fußstapfen von Sandro Wagner treten, der in der vorherigen Saison noch 14 Treffer für die Südhessen erzielt hatte und nun erfolgreich bei 1899 Hoffenheim auf sich aufmerksam macht. Sollten die Lilien am Ender der Saison tatsächlich über dem Strich stehen und ein drittes Jahr in Folge in der Bundesliga spielen, würde dies erneut einem Darmstädter Wunder gleichen. Doch in Südhessen kann man sich trotz der ganzen Niederlagen zuletzt und dem abgeschlagenen letzten Tabellenplatz optimistisch stimmen zur Weihnachtszeit - im Wunder vollbringen hat man hier in Darmstadt schon einige große Erfahrungen gemacht!
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