Neues Radball Team 2015 Krichbaum/Müller

Roman Müller, Jens Krichbaum, Marco Rossmann. Foto: Gido Heß
Es kommt Bewegung in die deutsche Radball-Szene. Ab der kommenden Saison bilden Jens Krichbaum und Roman Müller (bisher Ginsheim) ein neues Team, das für den SV Eberstadt an den Start geht. Die Branche wertet die Liaison durchaus als Hammer. Jens Kriechbaum hatte zuletzt mit seinem Partner Marco Rossmann WM-Bronze (2012) und den Vize-Titel (2013) erreicht. Dann verabschiedeten sich die beiden mit dem deutschen Meistertitel. Rossmann muss sich aufgrund seiner Tätigkeit beim BDR anders orientieren. „Und ich hatte Bock, weiter zu machen“, so Krichbaum, der früher mit seinem Bruder Holger Erfolge gefeiert hatte. Während Roman selbst mit Marco Rossmann 2011 den 3. WM-Platz einfuhr, bevor man nach vielen Jahren Partnerschaft andere Wege ging.
Vor dem Get-together konnten die Weltklasse-Radballer mit ihren bisherigen Vereinen, Partnern, der Familie und dem Beruf die Weichen zu stellen. In Ex-Weltmeister Christian Hess wurde ein kompetenter Trainer gefunden: für die Premiere Ende Januar in der Bundesliga. „Unser Ziel ist das Erreichen des Final Five“, blicken beide unisono nach vorne. Zunächst aber gilt es, den Trainings-Rückstand wett zu machen. „Wir müssen uns finden, körperlich fit werden – und ein ordentliches Spielsystem hinbekommen.“ Denn die Kombination zweier Top-Cracks führt nicht automatisch zum Sieg. Jens Krichbaum übernimmt „erstmals seit 28 Jahren“ die Rolle des Feldspielers, während Roman auf der Torwart-Position bleibt. „Und dann muss ich auch die Seite wechseln“, aber das bekommen wir hin“, glaubt Krichbaum, der die Weihnachtszeit nutzte, um die Sanierung seines Haues voran zutreiben.
Roman Müller (32) zum Plan. „Zunächst wird es mit Euphorie losgehen, wenn uns die anderen noch nicht so einschätzen können, aber dann müssen wir auch auf Rückschläge vorbereitet sein. Deshalb unser Zwei-Jahres-Konzept. Erst ran arbeiten, dann vielleicht nochmals mehr versuchen.“ Auch im Job bleiben beide stark eingespannt. Gemeinsame Trainings-Einheiten wie in den WM-Jahren seien eher unrealistisch. „Aber wir probieren es. Und nicht nur, um gemeinsam Spaß zu haben.“ Für die Radball-Szene eine Bereicherung. Bundestrainer Jürgen King hatte bei den letzten Titelkämpfen in Brünn (ohne deutsche Medaille) eine Neu-Ausrichtung im Hinblick auf die Heim-WM 2016 gefordert.
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